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Auch Hunde-Senioren brauchen Beschäftigung

Graue Schnauzen, wie ältere Hunde gern liebevoll bezeichnet werden, brauchen viel Ruhe, Aufmerksamkeit und vor allem eine stressfreie Umgebung. Aber neben der schon angesprochenen Ruhe, ist auch die richtige Form der Beschäftigung wichtig, damit der Hund sich nicht überflüssig fühlt. Denn auch wenn wir unsere Hunde nicht vermenschlichen wollen, gibt es doch zwischen Hunde- und Menschen-Senioren viele Parallelen.

Hunde werden nicht von Heute auf Morgen zum Couch PotatoeWer sein Leben lang aktiv war, viel gearbeitet hat und auch Spaß am Sport hatte, wird nicht plötzlich zum Couch-Potatoe, wenn er in den wohl verdienten Alters-Ruhestand geht. So sollte es zumindest sein und die Erfahrung zeigt immer wieder: Haben sehr aktive Menschen im Alter keine Aufgabe, keine Beschäftigung, macht sie das richtiggehend krank. Und das haben Hunde mit uns Menschen gemein. Nur, weil sie ein gewisses Alter erreicht haben und hier und da vielleicht auf kleine oder größere Wehwechen Rücksicht nehmen müssen, gibt es für sie noch weitaus mehr im Leben, als das Körbchen oder die Couch.

Bedürfnisse der Hunde-Senioren

Wie lange ein Hund fit bleibt, können wir Menschen bis zu einem gewissen Maße mit beeinflussen. Sorgen wir über die Jahre hinweg dafür, dass der Hund genügend Bewegung erhält, glücklich und ausgelastet ist, stehen die Chancen gut, dass er auch im Alter noch lange fit ist. Doch das darf nicht als Freifahrtschein für ein langes Hundeleben angesehen werden. Denn wenn unsere Fellnasen langsam grau und auch ein wenig ruhiger werden, dürfen wir nicht einfach damit aufhören, sie zu beschäftigen und auch zu fordern. Dann nämlich passiert das, was man auch bei Menschen oft sieht: Der Hund kommt sich überflüssig vor, wird unglücklich und gibt sich auf.

Wer dem Alter ein Schnippchen schlagen möchte, gönnt dem Hunde-Opa bzw. der Hunde-Oma natürlich die erforderlichen Ruhezeiten und lässt es allgemein etwas langsamer angehen, aber sorgt gleichermaßen dafür, dass keine Langeweile oder Unterforderung aufkommt. Denn unsere Hunde möchten auch im Alter spielen, Aufgaben haben und bewältigen und natürlich sehr viel Zeit mit uns Menschen gemeinsam verbringen.

Welche Beschäftigung eignet sich für alte Hunde?

Tricks lernen ist eine tolle Beschäftigung für Hunde-SeniorenBei der Wahl der Beschäftigung gibt es keine allgemeingültigen Tipps und Richtlinien. Vielmehr kommt es darauf an, wie fit der Hund ist. Hat man beispielsweise viele Jahre die Freizeit mit einer Hundesportart wie beispielsweise Agility verbracht, muss der Hund im Alter nicht auf dieses Hobby verzichten. Fernab von Wettkämpfen und Bestzeiten können wir den Parcours und dessen Bewältigung einfach anpassen. Statt über hohe Hürden zu springen, können niedrigere mit einem kleinen Hoppser überwunden werden und das Balancieren über einen Balken ist auch für ältere Hunde in einem angemessenen Tempo ein großer Spaß.

Ist der Hund körperlich schon ein wenig beeinträchtigt oder erholt sich von einer Krankheit, sollte man es natürlich etwas ruhiger angehen. Als tolle Beschäftigung und auch geistige Auslastung eignen sich dann Suchspiele, bei denen Leckerlies oder Futterbeutel versteckt werden. Alternativ kann man auch neue Tricks lernen, bei denen nicht viel Bewegung erforderlich ist. Gute Beispiele dafür sind Tricks wie das Aufräumen von Spielzeug, die Unterscheidung verschiedener Gegenstände oder auch das Ausziehen des Strumpfes von Frauchen oder Herrchen.

Wie viel Beschäftigung brauchen alte Hunde?

Geht es um die Beschäftigung von alten Hunden, sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Wichtig ist nur, dass auf körperliche Einschränkungen Rücksicht genommen wird. Wie viel der Hund dann tatsächlich noch im Alter tun kann und will, weiß man als Halter selbst am besten. Niemand kennt den Hund schließlich besser und die Beurteilung, wie viel der Hund an Spieleinheiten, Sport, Tricks etc. bewältigen kann, ist wirklich sehr individuell. Daher ist es wichtig, den Hund im Auge zu behalten und ihm dann Ruhe zu gönnen, wenn Anzeichen von Müdigkeit da sind.

Hunde-Senioren verbringen am liebsten jede Minute mit ihrem MenschenZudem ist es auch wichtig, regelmäßig den Tierarzt aufzusuchen, um den Gesundheitszustand besser verfolgen und frühzeitig bei Krankheiten gegen wirken zu können. Dabei sieht man auch schnell, ob Gelenkprobleme oder ähnliches auftauchen, die eine Anpassung der Beschäftigung erfordern. Beachtet man diese Punkte und hört auf sein Bauchgefühl, wird man den Hund sicherlich nicht überfordern.

Unsere Vierbeiner jedenfalls danken es uns, wenn wir uns auch im Alter nicht nur darum kümmern, dass sie einen gemütlichen Schlafplatz haben, sondern sie auch aktiv dazu auffordern, Neues zu lernen und sich ausreichend zu bewegen. Dass wir dabei noch mehr Zeit mit ihnen verbringen, ist ein toller Nebeneffekt der für die Hunde-Psyche extrem wichtig ist. Denn besonders ältere Hunde genießen jede Minute mit ihren Menschen und wären am liebsten überall mit dabei!

Hast Du auch einen vierbeinigen Senioren zu Hause? Wie sieht bei euch die Beschäftigung aus?

Alter Hund: Der richtige Umgang mit Hundesenioren
  • Tina Ehmke
  • Herausgeber: Oertel u. Spörer
  • Auflage Nr. 1 (29.01.2016)
  • Taschenbuch: 96 Seiten

Letzte Aktualisierung am 23.04.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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