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Bio Hundefutter – Ist es das wert?

Bio hier – Bio da! Inzwischen wird dieser Begriff so inflationär verwendet, dass niemand der Bezeichnung mehr so richtig traut. Sieht man sich dann noch die Preise für Bio-Produkte an, wird die Sympathie dafür nicht gerade größer. Auch Bio Hundefutter gibt es inzwischen in unzähligen Varianten. Und auch da kann man nicht gerade von einer günstigen Ernährung sprechen. Muss es also unbedingt Bio sein? Natürlich nicht! Aber es gibt dennoch einige Gründe, die dafür sprechen.

Ob es am Älterwerden liegt oder einfach ein Aufwachen stattgefunden hat, kann ich gar nicht so genau sagen. Fakt ist jedoch: Wir beschäftigen uns immer intensiver mit dem, was wir so zu uns nehmen und wo das her kommt. Und das führt unweigerlich zu der Frage: Was macht das Essen mit uns? Lange Zeit nichts Gutes, doch das hat sich inzwischen gewandelt. Aber nicht nur bei uns selbst achten wir auf Zutaten und deren Herkunft. Auch für unseren Hund wird uns das Wissen darum immer wichtiger – und vor allem der Verzicht auf künstliche Zusatzstoffe.

Warum eigentlich Bio Hundefutter?

Bio HundefutterIch geb ehrlich zu: Lange Zeit war es uns völlig egal, ob das Hundefutter nun Bio ist oder auch nicht. Wir selbst achteten bei unserer Ernährung ja auch nicht unbedingt darauf. Das ist inzwischen anders und gerade bei unserem Hund schauen wir inzwischen ganz genau, was in den Napf kommt. Der Grund dafür ist, dass Devil vor kurzem die Diagnose Reizdarm bekam und wir natürlich vermeiden möchte, dass er sich ständig mit Bauchweh, Durchfall, Erbrechen usw. plagt. Daher war für uns schnell klar: Der erste Weg, ihm zu helfen, führt über die Ernährung. Am besten wäre es natürlich, ständig frisch zu kochen oder zu barfen. Das klappt hier aus verschiedenen Gründen nicht. Also muss es Bio Hundefutter sein, dass ohne die ganzen künstlichen Zusätze auskommt, die garantiert nicht gut für Magen und Darm sind.

Aber das ist nicht der einzige Grund, der für Bio-Hundefutter spricht. Auch die Liebe zum Tier im Allgemeinen ist da ein Thema. Der Gedanke, dass Tiere unter kaum vorstellbaren Umständen gehalten und gequält werden, um dann bei unseren Hunden im Napf zu landen, lässt einen schon ins Grübel kommen. Auch die Tatsache, dass diese Tiere mit Antibiotika und gen-manipulierten Futtermitteln vollgestopft werden, macht es nicht besser. Da ist die Tier-Haltung in Bio-Betrieben doch wesentlich besser – auch wenn da auch nicht immer alles ideal läuft. Einige Standards müssen dennoch eingehalten werden und mehr Platz, weniger Quälerei und vor allem besseres Futter sind mindestens gegeben.

Nicht jedes Bio Hundefutter ist gleich gut

Bei der Recherche über diverse Anbieter von Bio Hundefutter fiel uns eins sofort auf: Die Preise gehen weit auseinander. Viele große Händler für Tierbedarf haben inzwischen eine recht gute Auswahl an Bio Hundefutter und bei einigen sind die Preise wirklich moderat, während andere doch recht teuer sind. Woran liegt das? Ähnlich wie bei den Lebensmitteln für uns Menschen, ist auch beim Hundefutter Bio nicht immer gleich gut. Ich unterscheide da ein wenig zwischen Massen-Bio und Total-Bio. Diese Begriffe sind natürlich keine offiziellen, beschreiben aber doch recht gut den Gedanken dahinter.

Was ich mit Massen-Bio bezeichne, sind oftmals große Marken, die natürlich für ihr Biofutter Zutaten verwenden, die von zertifizierten Produzenten kommen – aber dann geht’s halt in die industrielle Fertigung und schlussendlich wird das Futter in kunststoffbeschichteten Dosen oder auch Alu-Packs abgepackt. Dagegen ist nichts einzuwenden. Nach meinem Geschmack kann es aber auch noch ein wenig besser gehen. Unter Total-Bio fasse ich daher für mich zusammen, was am besten in der Nähe produziert wird und am besten von eher kleinen Herstellern kommt, bei denen von der Kuh auf der Weide über den Metzger bis hin zur Abfüllung alles leicht nachvollziehbar ist. Dieses Bio Hundefutter gibt es dann auch häufig nur in Gläsern, die problemlos wiederverwendet oder halt recycled werden können.

Bio Hundefutter ist zu teuer!

Bio HundefutterGerade die Total-Bio Variante hat natürlich einen Vorteil: Das Hundefutter ist alles andere als günstig und gerade bei größeren Hunden reißt das schnell einmal ein Loch ins Portemonnaie. Mit kleinem Hund ist es zwar auch teuer, aber dennoch oftmals machbar. Bei der Rechnung ist aber natürlich nicht nur das Futter selbst einzubeziehen, sondern es kann auch ein wenig weiter gedacht werden. Industrie-Nahrung beispielsweise ist nicht unbedingt auf Dauer gesund und somit können steigende Tierarzt-Kosten im Alter die Folgen sein. Ich möchte damit keinesfalls sagen, dass es so sein muss. Aber es kann. Und hat der Hund einen sensiblen Magen oder Darm, fallen eh ständig Kosten für Untersuchungen und Medikamente an. Eine bessere Ernährung kann da dagegenwirken und vielleicht sogar günstiger sein.

Wem das Total-Bio Hundefutter zu teuer ist, kann natürlich auch mit dem Industrie BioHundefutter schon einen ersten Schritt zu einer besseren Ernährung machen. Und ist auch das nicht optimal, so bleibt immer noch die Möglichkeit selbst zu kochen oder zu barfen. Da hat man dann zu jeder Zeit die Kontrolle, was im Napf landet. Aber auch dort greife ich inzwischen zum Bio-Fleisch und vermeide es, Fleisch aus der Theke im Supermarkt zu verwenden.

Wie hältst Du es mit der Ernährung bei Deinem Hund? Ist Bio Hundefutter ein Thema für Dich?

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  • Sylvia Esch-Völkel
  • Herausgeber: Kalidor
  • Auflage Nr. 2 (22.05.2014)
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Bildcredits: Titelbild, Bild1, Bild2

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Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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4 Kommentare

  1. Ich würde gern Bio kaufen, nur ist das schlichtweg nicht im Budget.
    Was mir immer wichtig war und ist, ist Produkte zu kaufen die ohne Tierquälerei hergestellt werden.
    Zeugs von Herstellern wie Pedigree&co kommen mir nicht in den Napf!
    Barfen sehr schwierig weil meine Dicke jetzt auch schon 13 ist und zb Knochen ihr den Magen zerreissen. Ausserdem hat sie leider sehr schlimme gutartige Tumore im Maul, die alle Zähne überwuchern, und den Kauspass zur Qual machen :/

    • Ja, vernünftiges Bio ist leider nicht gerade günstig. Das ist echt eine Frage des Budgets. Aber du verfolgst da schon (meiner Meinung nach) den richtigen Ansatz und achtest auf Hersteller und Tierversuche. Würden das mehr Menschen machen, wären wir schon einen großen Schritt weiter! Knochen geben wir z. B. auch gar nicht, die würde Devil nicht vertragen.

  2. Gabriele Taubenheim-Fey

    Als wir unsere Hündin aus dem Tierheim geholt haben, war sie extrem dünn. Man hat jeden Knochen der Wirbelsäule gesehen und jede Rippe. Der Stuhl war dünn und nicht geformt. Wir haben lange, lange Zeit ausprobiert, welches Futter sie verträgt. Wir haben dann ein Futtermittel über den Tierarzt ausprobiert und siehe da, unser Hund litt unter keinen Bauchschmerzen mehr, sie nahm zu und der Durchfall hörte auf.
    Heute ist unser Hund agil mit glänzendem Fell und ohne Magen-Darm-Probleme. Daher ist es mir egal, ob auf der Packung Bio draufsteht oder nicht. Hauptsache, meinem Hund geht es gut damit und er verträgt es.
    Wer kann auch nachvollziehen, ob das Fleisch aus Biofutter wirklich aus nachhaltiger Produktion kommt. Geschäfte werden auch hier gemacht, sonst gäbe es plötzlich nicht so viele Anbieter. Und bestimmt auch genauso viele schwarze Schafe wie auf dem herkömmlichen Markt. Da wurde eine Marktlücke erkannt und viele Hersteller versehen ihre Produkte mit dem Begriff „Bio“ um damit Geld zu verdienen. Den Herstellern geht es nicht darum, dass die Tierarztkosten bei den Abnehmern später unter Umständen vielleicht nicht so hoch sind oder um das Wohl der Hunde. Nein, es geht schlicht darum, Gewinne zu machen. Und so muss ich als Abnehmer nicht unbedingt auf eine Modeerscheinung reinfallen. Nur weil Bio draufsteht, muss es nicht unbedingt besser sein.
    Bitte nicht falsch verstehen. auch ich würde Produkte der im vorigen Kommentar erwähnten Firma nicht kaufen. Aber ich sehe „Bio“ nicht unbedingt als das Nonplusultra.
    LG Gabi

    • Hallo Gabi. Ich bin da mit dir einer Meinung, dass es in erster Linie darauf ankommt, ob der Hund es verträgt. Gerade wenn der Magen/Darm sensibel ist. Dass Bio nicht gleich Bio ist, hab ich ja im Beitrag auch erwähnt. Zwar gibt es da ja auch Vorschriften, die befolgt werden müssen, wenn es so benannt wird – aber es gibt dann ja auch immer eine Spanne in diesen Bereichen.

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