Cavalier King Charles Spaniel sind tolle Freunde fürs Leben!
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Cavalier King Charles Spaniel sind tolle Freunde fürs Leben!

Wer öfter hier liest, dem wird nicht entgangen sein, dass wir unser Leben mit einem Cavalier King Charles Spaniel teilen. Deshalb sollte es ja eigentlich ganz einfach für mich sein, über diese Rasse zu schreiben. Als ich mir gerade aber noch mal die offiziellen Beschreibungen anschaute, fiel mir mal wieder auf, wie anders unser kleiner Devil doch ist. Anscheinend hat er seine Rassebeschreibung vorab nicht gelesen. Und deshalb beschlossen, ein ganz eigener Typ Hund zu werden – er ist sozusagen die Ausnahme, die die Regel bestätigt 😉

Zum Glück haben wir aber auch andere Cavalier King Charles Spaniel kennen gelernt, die der offiziellen Rassebeschreibung entsprechen und können so sagen, dass diese also wirklich ihre Berechtigung hat. Und manchmal, wenn Devil nicht dran denkt ein Teufel zu sein, ist sogar ein Funken Cavalier in seinem Innersten zu erkennen ;). Aber genug von unserem Cavalier, lasst uns lieber über die anderen Vertreter dieser tollen Hunderasse sprechen!

Die Geschichte vom Cavalier King Charles Spaniel

Cavalier King Charles SpanielViel über die Geschichte dieser kleinen Spaniel-Rasse lässt sich schon aus ihrem Namen ableiten. Erstmalig erwähnt wurden die kleinen Hunde mit den großen Augen in Büchern 1486 bzw. 1570. Richtig populär wurden sie allerdings durch Englands König Charles I. und seinem Sohn Charles II. Sie lebten im 16. Jahrhundert und waren große Fans der Spaniel und selbst im Parlament nie ohne sie zu sehen. Auch auf den Gemälden, die alte Meister von ihnen anfertigten, waren stets Cavalier King Charles Spaniel mit abgebildet.

Im Kennel-Club-Zuchtbuch in England wurden die King Charles Spaniel 1892 eingetragen – zu diesem Zeitpunkt waren allerdings andere Rassen eingekreuzt wurden und die Hunde waren deutlich kurznasiger geworden. Das gefiel nicht jedem und viele setzten sich für das ursprüngliche Erscheinungsbild der Rasse ein. Vom Amerikaner Roswell Eldridge wurde 1926 in London sogar eine hohe Belohnung für jeden King Charles Spaniel mit langer Nase aus. Er wollte sie wieder so sehen, wie sie schon beim Maler van Dyck auf dessen Porträt von Charles I. zu sehen waren. Im Jahr 1945 wurden die langnasigen King Charles Spaniel dann als neue Rasse anerkannt. Den Zusatz Cavalier erhielten sie, dass die königlichen Truppen von Charles I. im englischen Bürgerkrieg als Cavaliers bezeichnet wurden.

Das Aussehen der Cavalier King Charles Spaniel

Das Äußere der Cavalier King Charles Spaniel ist unverkennbar. Mit einer Widerristhöhe von etwa 30 – 34 cm gehören sie zu den kleinen Hunden, die auch mit einem eher geringen Gewicht von 5,5 – 8 kg auskommen. Eines ihrer auffälligsten Merkmale sind wohl die großen, runden Augen, die einen stets mit einem Welpenblick anschauen, der Eisblöcke zum Schmelzen bringen kann. Auch die langen Ohren mit reichlich Befederung sind typisch für den Cavalier King Charles Spaniel und tragen zu seinem besonderen Charme bei.

Das Fell vom Cavalier King Charles Spaniel ist lang, seidig und im Idealfall leicht gewellt, aber nicht lockig. Anerkannt sind die vier Farben Black and Tan (Schwarz mit lohfarbenen Abzeichen), Ruby (einfarbig Rot), Blenheim (rote Abzeichen auf weißer Grundfarbe) und Tricolour (Schwarz-Weiß mit lohfarbenen Abzeichen. Neben den Ohren haben auch die runden Pfoten und die Rute eine ausgeprägte Befederung, die gleich auffällt. Das Fell ist trotz seiner Länge relativ einfach zu pflegen. So lange man es am besten einmal täglich durchbürstet, hat man nicht viel mehr Arbeit damit.

Cavalier King Charles Spaniel sind einfach liebenswert

Cavalier King Charles SpanielCavalier King Charles Spaniel sind inzwischen rund um die Welt beliebte Begleithunde. Das liegt zum einen natürlich an ihrem niedlichen Aussehen, aber auch ihr Charakter sorgt dafür, dass sich viele für diese Rasse entscheiden. Cavaliere gelten als perfekte Anfängerhunde, da sie vor allem ihren Besitzern gefallen wollen und damit recht leicht zu erziehen sind. Darüber hinaus sind sie fröhlich, freundlich, liebevoll, verschmust und äußerst anhänglich. Sind sie daheim recht ruhig und verschlafen auch gern mal einen Großteil des Tages, so gelten sie draußen doch als überaus unternehmenslustig und freuen sich über ausgedehnte Spaziergänge. Dabei toben sie gern mit Artgenossen oder sind den Menschen ein toller Jogging-Partner.

Ach ja, Sport ist übrigens wider Erwarten ein beliebtes Thema bei Cavalier King Charles Spanieln. So sind einige von ihnen beispielsweise auch beim Agility anzutreffen oder zeigen ihr Können beim Dogdancing. Da Cavaliere gerne und schnell lernen, lässt sich vieles mit ihnen ausprobieren und bei den meisten Aktivitäten sind sie begeistert dabei. Das heißt aber nicht, dass Cavalier King Charles Spaniel von morgens bis abends Action brauchen. Die Hauptsache für sie ist, dass sie bei ihren Menschen sein können. Das macht sie glücklich und viel mehr Ansprüche stellen sie im Allgemeinen nicht.

Krankheiten beim Cavalier King Charles Spaniel

Bis hierhin klingt der kleine Spaniel wirklich nach einem Traumhund, oder? Das ist er eigentlich auch, wenn er nicht mit vielen erblich bedingten Krankheiten zu kämpfen hätte. Diese Rasse, die eigentlich einmal sehr ursprünglich war und dann durch die Zucht-Eskapaden einige Wandlungen erlebte, wurde dann in der modernen Form aus einem recht kleinen Genpool heraus gezüchtet und bringt dadurch einige Krankheiten mit, die sich von Generation zu Generation weiter getragen haben. Allen voran ist hier die Endokardiose zu erwähnen – eine fortschreitende Degeneration der Herzklappen, die leider noch immer bei sehr vielen Cavalieren auftritt. Hier ist es empfehlenswert, schon früh auf etwaige Herzgeräusche zu achten und ggf. weiterführende Untersuchungen zu machen, um im Fall der Erkrankung den Hund bestmöglich zu unterstützen.

Auch nicht selten ist beim Cavalier King Charles Spaniel die Syringomgelie (SM), die auf einer Missbildung des Gehirns gründet und zu neuroligischen Ausfallerscheinungen führt. Weitere häufig auftretende Krankheiten sind Schulterluxuationen, Konjunktivitis sowie refinale Dysplasien. All das kann, muss aber nicht zwingend passieren. Unser Devil beispielsweise zeigt keine Anzeichen für die bisher typischen Cavalier-Krankheiten und ist nun beinahe 8 Jahre alt. Wir wussten aber auch von Anfang an um die Probleme und achten daher genau drauf, dass regelmäßig geschaut wird, ob alles in Ordnung ist.

Fazit:

Der Cavalier King Charles Spaniel ist wirklich ein toller Hund, der seinen Besitzern einiges zu bieten hat. Er ist sehr anpassungsfähig, lässt sich schnell für Aktivitäten begeistern und beherrscht den Hundeblick in Perfektion. Wer einen absolut loyalen, verschmusten und treuen Freund sucht, wird ihn im Cavalier King Charles Spaniel finden.

Hast du selbst einen Cavalier oder kennst du einen? Wie empfindest du diese Rasse?

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Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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