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Clickertraining mit dem Hund

Clickertraining ist äußerst beliebt. Knack – ein kleines Geräusch und schon sitzt der Hund schwanzwedelnd und voller Erwartung vor Dir. Er weiß genau, auf dieses Geräusch erfolgt eine Belohnung, weil er etwas besonders toll gemacht wird. Und die Belohnung in Form eines Leckerchens oder eines Spiels folgt sogleich und der Hund ist um eine positive Erfahrung reicher. Auf diese Art macht ihm das Lernen besonders viel Spaß und auch wir Menschen haben es leichter, das Training mit dem Hund erfolgreich zu gestalten und vor allem das richtige Timing zu haben.

Clickertraining ist unheimlich vielseitig und eignet sich für das Training mit Hunden jeden Alters. Sogar Welpen kann man mit Hilfe des Clickers leichter erziehen. Und dabei macht es auch gar nicht viel Aufwand, den Clicker einzusetzen. Das kleine Gerät, das in vielen verschiedenen Ausführungen zu haben ist, ist im Endeffekt nur ein Knopf, den man zur richtigen Zeit drückt und der dann ein Knacken von sich gibt. Nach dem Vorbereitungstraining weiß der Hund, dass dieses Knacken eine Bestätigung für sein gezeigtes Verhalten ist und das vereinfacht ihm das Lernen.

Was macht das Clickertraining so erfolgreich?

Clickertraining hat viele VorteileDas Training mit dem Clicker basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. In Amerika hat man bei der Erforschung des Verhaltens von Hunden festgestellt, dass die Konditionierung auf ein Markergeräusch, in diesem Fall also das Knacken, dem Hund ein unmissverständliches Signal gibt. Loben wir mit Worten, ist das nicht immer der Fall, denn wir treffen nur selten immer dieselbe Stimmlage und verwenden auch immer mal wieder andere Worte. Der Hund mag uns meistens verstehen, aber hin und wieder verwirren wir unsere Vierbeiner damit auch einfach nur.

Das Geräusch des Clickers ist immer gleich und was noch viel wichtiger ist, ein Clicker-Knopf ist schneller betätigt, als man etwas sagen kann. Das Timing verbessert sich also – und das ist das A und O beim Training. Gerade bei sehr quirligen Hunden kann man so sehr genau arbeiten und den Moment zum Belohnen erwischen, auf den es ankommt. Der Hund wird somit nicht verwirrt und weiß auch ganz genau, für was er das Lob erhält. Im Anschluss an den Click kann dann, wie schon erwähnt, ein Leckerchen, ein Spiel oder auch noch ein verbales Lob erfolgen, aber gerade Leckerchen kann man mit der Zeit mit Hilfe des Clickers auch leicht ausschleichen.

Was kann mit dem Clicker trainiert werden?

Der Clicker ist, wenn der Hund einmal darauf trainiert wurde, universal einsetzbar. Das ist einer der weiteren Vorteile, die er bietet. Da der Clicker ja im Endeffekt nur das gewünschte Verhalten bestätigt, ist es vollkommen egal, welches Verhalten damit gelobt wird. Viele setzen vor allem beim Erlernen von Tricks auf den Clicker, andere bauen ihre gesamte Erziehung darauf auf. Wichtig ist nur, dass der Hund einmal richtig verstanden hat, dass der Clicker das Lob darstellt.

Auch Tricks lassen sich mit dem Clickertraining leicht erlernenSetzt man den Clicker schon vom Welpenalter an, ist es natürlich ganz besonders einfach, das Training darüber aufzubauen und hat man den Clicker immer dabei (z. B. an einer Kette am Gürtel oder ähnlichem), lässt sich auch zwischendurch vieles beibringen, ohne das man gleich eine Trainingseinheit ansetzt. Besonders vorteilhaft ist das natürlich bei Dingen, die der Hund, oft unbewusst, von sich aus anbietet. Soll der Welpe beispielsweise das Sitz lernen, clickert man einfach immer dann, wenn der Hund sich von allein hinsetzt und verbindet es dann mit dem gewünschten Kommando. So lernen Hunde besonders leicht und auch für uns Menschen ist es weitaus angenehmer.

Wie baut man das Clickertraining auf?

Natürlich muss der Hund wissen, dass das Knacken vom Clicker eine positive Bestärkung ist. Der erste Lernschritt beim Clickertraining besteht also darin, ihm genau das beizubringen. Am einfachsten geht das mit Leckerlies. Zum Training setzt man sich einfach gemeinsam mit dem Hund, dem Clicker in der einen und Leckerchen in der anderen Hand hin. Wann immer man den Clicker betätigt, öffnet sich die Hand mit dem Leckerchen und der Hund darf es nehmen. So verbindet der Hund das Knacken mit dem Leckerchen. Er wird konditioniert und weiß anschließend, dass das Knacken heißt, er hat etwas richtig gemacht. Es ist also schon Teil der Belohnung.

Wichtig ist, dass man hier nicht zu schnell vorgeht und wirklich sicherstellt, dass die Verbindung Click = Leckerchen fest sitzt. Erst wenn das passiert ist, kann man einen Schritt weiter gehen und den Clicker für Dinge einsetzen, die der Hund schon gut kann. Fürht er einen Trick oder ein Kommando aus, kommt wieder der Click und daraufhin dann das Leckerchen. So wird die Verbindung noch einmal bestärkt und im Anschluss lässt sich leicht Neues auf diese Weise trainieren.

Hast Du das Clickertraining schon einmal ausprobiert? Schreib in den Kommentaren, welche Erfahrungen Du damit gemacht hast.

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Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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3 Kommentare

  1. Hallo! Das ist eine tolle Idee,das mit dem Clicker.Ich werd auch einen kaufen,vielleicht bringen wir Nelly dazu,auf das „Klack“ zu hören und eventuell wird das dann mit „folgen“ doch noch was. Denn den Klicker für Leckerlis einzusetzen,werden wir zwar versuchen,aber ob es letztendlich mit Erfolg gekrönt sein wird,das wird sich zeigen.Beim Fressnapf gibt es sicher solch ein Gerät zu kaufen,werd mal gleich morgen danach Aussschau halten.Denn bekanntlich stirbt ja die Hoffnung zuletzt,was Nelly betrifft.Ich bin dennoch zuversichtlich. Viele Grüsse und ein Pfotengruss an Euren Devil.

  2. Hallo, ihr lieben! wie gehe ich vor wenn ich möchte dass sammy ohne Leine zu mir kommt? die letzte schleppleine hat sie in 10 sek.durchgebissen. Wollte es jetzt mal mit dem clicker probieren. weiß aber nicht so recht wie ich beginnen kann. LG Britta und Sam

    • Hallo Britta, ui, da ist Dein Sammy ja rigoros, was seine Meinung zu Schleppleinen angeht 😉 Wir haben es damals darüber geübt, also kann ich da in Sachen Clicker nur theoretische Ratschläge geben. Ich würde jedoch in einer kontrollierten Umgebung ohne viel Ablenkung drum herum anfangen und wirklich nur dann abrufen, wenn Du Dir ganz sicher bist, dass Sammy zu Dir kommt (also nicht wenn er spielt, intensiv schnüffelt oder ähnliches). Je nachdem, wie weit ihr im Training seid, kann schon Aufmerksamkeit geclickert werden, die ersten Schritte auf Dich zu usw.
      Mach Dich für ihn richtig interessant, locke ihn mit Spiel und Spaß. Für ihn ist es wichtig zu wissen, dass nichts interessanter ist als das Frauchen.
      Vielleicht haben hier andere Leser auch noch Erfahrungen, die sie an Dich weitergeben können? Ich wünsch auf jeden Fall viel Freude beim Üben!

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