Dalmatiner: Pünktchenhund mit Star-Qualitäten - dogeridoo
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Dalmatiner: Pünktchenhund mit Star-Qualitäten

Mittelgroß, schlank und über und über mit süßen Punkten übersät – so kennen wir die Dalmatiner, die nicht erst seit dem Disney-Film „101 Dalmatiner“ die Herzen von Hundefreunden erobert haben. Wobei der Film natürlich die Beliebtheit der Rasse ziemlich erhöht hat. Ob das jetzt allerdings positiv oder negativ ist, wollen wir an dieser Stelle gar nicht bewerten. Denn hier geht es allein um die tollen Hunde, die ihrem Besitzer eine Menge bieten und viele tolle Eigenschaften mitbringen.

Dalmatiner sind freundliche und lebhafte Hunde, die sich bei aktiven Menschen genauso wohlfühlen wie in Familien. Sie sind sehr sensible Hunde, die man am besten mit viel Lob und Liebe erzieht – Autorität können sie nur schlecht vertragen. Ihr auffälliges Äußeres sorgt dafür, dass jeder die Rasse auf den ersten Blick erkennt und Verwechslungen beinahe ausgeschlossen sind. Als Halter muss man sich allerdings damit abfinden, dass einen nahezu jeder auf den berühmten Disney-Film anspricht, aber das nimmt man gern in Kauf, denn der Dalmatiner ist einfach ein loyaler Gefährte, der viel Freude bereitet.

Die Herkunft der Dalmatiner

Dalmatiner sind fröhliche und sensible HundeMöchte man sich mit der Herkunft der Dalmatiner beschäftigen, trifft man auf viele Vermutungen, jedoch ist auch heute noch vieles in der Geschichte dieser Rasse unklar. In altägyptischen Phraronengräbern hat man Abbildungen von Hunden gefunden, die dem Dalmatiner sehr ähnlich sind. So könnte man also davon ausgehen, dass diese Rasse schon mehrere tausend Jahre alt ist. In Kirchlichen Chroniken wurde der Hund im 14. Jahrhundert erwähnt und daraus schließen viele, dass seine Herkunft im östlichen Mittelmeerraum, genauer gesagt in der Gegend der dalmatischen Küste, liegt.

Wieder andere vermuten, dass er ursprünglich aus Indien kommt und über Dalmatien nach England gekommen ist, wo 1890 ein Rassestandard für den Dalmatiner festgeschrieben wurde. Schon vor diesen Zeiten war der Dalmatiner jedoch auch ein beliebter Begleit- und Kutschenhund, wurde aber teilweise auch für die Jagd gezüchtet. Anfangs war der Dalmatiner in der FCI als Gesellschafts- und Begleithund eingestuft, 1997 änderte man dies allerdings und seitdem gilt er als Lauf- und Schweißhund. In Deutschland verbreitete er sich im frühen 20. Jahrhundert, um 1920 war die Gründung des ersten Dalmatiner Clubs in Deutschland.

Dalmatiner haben ein lebhaftes Wesen

Möchte man den Charakter eines Dalmatiners beschreiben, gerät man automatisch ins Schwärmen, denn diese Hunde haben ihren Menschen wirklich viel zu bieten. Der Dalmatiner ist vor allem ein sehr lebhafter Hund, der sich gern bewegt und täglich ausgedehnte Spaziergänge liebt. Auch als Begleiter beim Joggen oder Radfahrer fühlt er sich sehr wohl – kommt man dem Bewegungsdrang eines Dalmatiners allerdings nicht nach und ist der Hund unausgelastet, kann er es mit Verhaltensproblemen zeigen. Man sollte sich also vor dem Kauf eines Hundes dieser Rasse fragen, ob man bei dessen Sportlichkeit mithalten kann.

Dalmatiner lieben Spaß und BewegungAnsonsten ist der Dalmatiner voller Lebensfreude, die er zeigt, wann immer es geht. Überschwängliche Begrüßungen und wilde Spiele stehen bei ihm an der Tagesordnung und man wird von dieser Freude schnell angesteckt. Bei allem sucht der Dalmatiner immer die Nähe seiner Menschen und hat man sein Herz gewonnen, kann man sich über einen überaus treuen und loyalen Freund freuen, der anpassungsfähig ist und viel Freude ins Leben bringt. Besonders positiv empfinden viele Besitzer, dass die Rasse kaum Nervosität zeigt und dass Aggressionen jeglicher Art beinahe unbekannt sind. Das macht ihn zum tollen Familienhund, mit dem auch Kinder viel Freude haben.

Auch wenn der Dalmatiner als sehr robust und selbstbewusst gilt, so ist er dennoch auch sehr sensibel. Zu viel Autorität in der Erziehung bringt einen hier nicht weiter, stattdessen sollte man mit positiver Bestätigung und Liebe arbeiten, um den Hund auf ein schönes Leben vorzubereiten, in dem er viele Freiheiten genießen kann. Konsequenz sollte aber trotz allem gezeigt werden, denn ab und an sind die Pünktchenhunde kleine Sturköpfe, die gern einmal die Ohren auf Durchzug schalten.

Aussehen, Pflege und Gesundheit der Dalmatiner

Dank des Kassenschlagers „101 Dalmatiner“ kennen wohl alle den schlanken, weißen Hund mit schwarzen Tupfen, die sich über den ganzen Körper erstrecken. Aber den Dalmatiner gibt es nicht nur mit schwarzen Punkten, sondern auch mit braunen. Bei ihrer Geburt sind Dalmatinerwelpen jedoch normalerweise erst einmal rein weiß und erste Flecken zeigen sich im Alter von 10-14 Tagen. Mit einem Alter von etwa einem Jahr ist das Aussehen des Dalmatiners vollständig entwickelt und die Fleckung ändert sich nicht mehr.

Dalmatiner gibt es auch mit braunen FleckenDas Fell des Dalmatiners ist kurz, seidig, glänzend und vor allem sehr pflegeleicht. Auch wenn der Dalmatiner ganzjährig haart, reicht eine Bürste oder ein Noppenhandschuh zur Fellpflege aus und damit bekommt man auch den Fellwechsel gut in den Griff. Besucher beim Hundefriseur oder regelmäßiges Baden ist mit dem Hund nicht notwendig, ein weiterer Grund, warum er so beliebt ist.

Leider ist der Dalmatiner auch ein Hund, der mit einigen Krankheiten zu kämpfen hat. Als hellhäutige Hunderasse hat der Dalmatiner eine empfindliche Haut und ist die Ernährung nicht optimal abgestimmt, kann es zu Hautreizungen und Allergien kommen. Darüber hinaus kommt es bei der Rasse auch zu Taubheit, Ellbogengelenks- und Hüftgelenksdysplasie, Schilddrüseninfektion und mehr. Es ist also sehr ratsam, bei dem Anzeichen von Krankheiten mit dem Dalmatiner gleich einen Tierarzt aufzusuchen, damit sie schnell richtig behandelt werden können.

Bei wem fühlt sich der Dalmatiner wohl?

Wie schon erwähnt, ist der Dalmatiner einer sehr lebhafter Hund, der viel Bewegung benötigt. Er fühlt sich in Familien genauso wohl wie bei einem Single, so lange seine Menschen genauso aktiv sind wie er. Man sollte also schon Spaß an Bewegung und Sport haben, wenn man sich für diese Rasse entscheidet. Neben der Bewegung braucht der Dalmatiner auch viel Kontakt zu seinen Menschen. Als Hofhund ist er völlig ungeeignet, er möchte mit in Haus oder Wohnung leben, ständig mit dabei sein und braucht auch viel Zuwendung und Streicheleinheiten.

Dazu ist der Dalmatiner noch sehr intelligent und gelehrig. Um ihn nicht nur körperlich, sondern auch geistig auszulasten, sollte man sich also auch Zeit für das Einüben von Tricks, Nasenarbeit oder Hundesportarten nehmen. Dieser Hund läuft also nicht mal so eben nebenbei in der Familie mit, sondern erfordert auch viel Zeit für die artgerechte Beschäftigung.

Wie findest Du Dalmatiner? Wir freuen uns auf Deine Meinung in den Kommentaren!

Dalmatiner(*)
  • Dirk Glebe
  • Herausgeber: Books on Demand
  • Taschenbuch: 120 Seiten

Letzte Aktualisierung am 10.12.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Bildcredits: Titelbild von Cocoparisienne, Bild1 von SurfKaravaan, Bild2 von Wobogre, Bild3 von Lilaminze

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Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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2 Kommentare

  1. Ich finde die Aufklärung des Artikels sehr gut. Es ist einfach wichtig das ich mich als zukünftiger Hundebesitzer informiere was mein Hund braucht und das auch regelmäßig. Zudem kommen noch die Kosten für einen Hund wie Tierarzt, Futter, Versicherung, Steuer, etc.

    Und natürlich wird ein Hund je nach Rasse auch schon mal 16 Jahre alt. Eine Entscheidung für einen Hund, insbesondere für einen Dalmatiner sollte daher wohl überlegt sein.

    Hunde machen Spass, geben viel Liebe und sorgen dafür das ich mich auch entsprechend viel bewege.

    Liebe Grüße Marleen

    • Hallo Marleen,
      ja, bei aller Liebe zu den Tieren sollte man sich immer bewusst machen, welche Verantwortung man übernimmt und was (im schlimmsten Fall) auf einen zukommen kann. Man sieht leider immer noch viel zu oft, wie Hunde nach Trends ausgesucht werden oder wegen des Aussehens gekauft werden.

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