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Darf Dein Hund aufs Sofa oder ins Bett?

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als unser kleiner Teufel zu uns kam. Von Anfang an nahmen wir ihn mit aufs Sofa und genossen es, dort mit ihm zu kuscheln. Anfangs sträubten wir uns zwar noch dagegen, dass der Hund ins Bett kommt, aber auch das war schnell vergessen und er kroch jede Nacht unter unsere Decken. Und dann kam eine Bekannte zu Besuch, die selbst Hundehalterin war, und ganz entsetzt war. Ihrer Meinung nach hatte ein Hund weder etwas auf dem Sofa noch im Bett zu suchen. Das würde dem Hund zeigen, er wäre uns Menschen gleich gestellt und dann tanzt er uns auf der Nase herum.

Es gibt viele Erziehungsmethoden, die diese Theorie meiner Bekannten unterstützen. Dort sind Themen wie Dominanz, Rudelstellung und ähnliches zu finden und es gibt ganz sicher Menschen, für die das genau die richtige Erziehungsmethode ist. Es gibt aber auch andere Menschen, zu denen wir gehören, die es einfach genießen, so eng mit dem Hund zusammenzuleben und ihm auch Privilegien wie Sofa und Bett einräumen. Ob das gut ist? Ich weiß es nicht – aber ich weiß, dass wir es so sehr genießen und ich inzwischen sogar schlechter schlafe, wenn mir die Fellnase nicht die Decke klaut oder sich breit macht.

Hund aufs Sofa? Das gehört sich nicht!

Hund aufs SofaEs gibt viele Gründe, die dafür sprechen, den Hund weder aufs Sofa noch ins Bett zu lassen. Mich persönlich hat keiner überzeugt, ich finde es aber auch okay, wenn andere Menschen anders denken. So haben viele einfach Sorge, der Hund könnte das Sofa versauen oder das Bett voll sabbern. Gut, wie haben jetzt keine Rasse, die übermäßig sabbert, aber auf dem Sofa liegt eine Decke (es ist noch relativ neu) und das Bett wird in kurzen Abständen neu bezogen. So muss nichts besonders unter dem Hund leiden und ist er der Meinung, er muss im Bett oder auf dem Sofa scharren, gibt es halt eine Ansage.

Ganz ähnlich sind wohl die Gedanken, wenn es als unhygienisch empfunden wird, den Hund aufs Sofa oder ins Bett zu lassen. Auch das kann ich nachvollziehen. Hunde laufen im Dreck rum, beim Pipi machen kann schon mal was im Fell hängen bleiben und ab und an tragen sie auch so einige Parasiten mit sich herum. Das möchte nicht jeder im Bett haben – und das ist absolut verständlich. Wir sehen es aber nicht ganz so eng, denn alles lässt sich sauber machen und der Hund wird regelmäßig gebürstet und, wenn Anlass dazu besteht, auch mal mit dem Waschlappen bearbeitet. Wird’s ganz arg, gibt’s eine Unterbodenwäsche (größtenteils nur mit Wasser) in der Badewanne und schon ist wieder alles gut. Klar, ein bisschen Dreck wird er immer mit sich bringen – aber das hat uns die letzten sechs Jahre mit ihm nicht geschadet.

Darf der Hund aufs Sofa, ist er der Chef

Hund aufs SofaNeben den erwähnten Gründen, warum Hunde nicht aufs Sofa oder ins Bett dürfen, gibt es natürlich auch solche, die mit Themen rund um die Dominanz zusammenhängen. Ich bin nicht unbedingt ein Fan der Dominanz-Theorie, aber bin auch der Meinung, ein Hund muss nicht alles dürfen, sondern vor allem auch seine Grenzen können. So sehe ich es absolut nicht als Problem, wenn der Hund aufs Sofa darf – so lange er es verlässt, wenn ich es sage, oder gar nicht erst hinauf springt, wenn ich es verbiete. Wir sitzen beim Essen beispielsweise gern auf dem Sofa. In dieser Zeit hat der Hund dann aber dort nichts zu suchen, er geht in sein Körbchen und kommt erst dann zu uns, wenn wir ihn dazu auffordern.

Daher bin ich nicht der Meinung, dass der Hund nun meint, er ist der Boss. Auch wird er sich nicht unsicher sein, wo er nun im Rudel steht. Er weiß ganz einfach, dass wir es größtenteils okay finden, wenn er auf Sofa oder Bett liegt – es aber auch Situationen gibt, in denen wir das nicht möchten. So lange er dann auf uns hört und das akzeptiert, gibt es absolut kein Problem und auch keine Kämpfe um die Rudelführung. Wir sehen es also eher entspannt.

Und wie ist es bei Dir? Darf der Hund aufs Sofa und ins Bett? Und warum ist das so?

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Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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6 Kommentare

  1. Bella darf überall hin: Ins Bett, auf’s Sofa – mein Vater kriegt immer die Krise, wenn er bei mir zuhause ist und Bella neben ihm auf dem Sofa hockt (und streichelt ihr dann doch verträumt das flauschige Köpfchen).

    Das Fräulein Kunterbunt ist ein typischer „Kontaktlieger“, sie liebt menschliche (und hündische) Nähe, kuschelt sich gern in Kniekehlen und schnarcht fröhlich vor sich hin, wenn sie sich entspannt und sicher ankuscheln darf. Also darf sie das auch fast immer – und mir tut es außergewöhnlich gut, mit ihr gemeinsam einzuschlafen und eine so körperkontaktreiche Beziehung zu ihr zu haben.

    Was sie nicht darf: Mein „Nein“ (oder „runter“) missachten. Sie darf auch nicht im Bett oder auf dem Sofa scharren, darf nicht hoch, wenn ich esse, darf weder ihr Spielzeug noch ihr Knabberzeug mit auf die Couch nehmen (beim Bett hat sie es noch nicht versucht) und wenn sie generell grantig bzw. super-frech war, dann darf sie auch nicht auf die Couch oder ins Bett – der (kurzfristige) Entzug des Hochhüpf-Privilegs hat langfristig gesehen das Schuhe- und Kissen-Klauen beendet.

  2. Sascha Schröder

    Unser Hund musste damals „notgedrungen“ ins Bett. Als wir ihn adoptierten (von einer Züchterin, die ihrer Bezeichnung mitnichten gerecht wird!), litt er unter einer Blasenentzündung. Damit wir mitbekamen, wenn er unruhig wurde, erlaubten wir ihm den Zugang ins Bett, damit ich im Notfall aufstehen und ihn „vor die Tür werfen“ konnte.
    Tja, nur wenn der Hund einmal ins Bett durfte, und bei seinem „Rudel“ schlafen darf, kriegt man das schwer wieder raus.
    Wir haben aber umgehend mit der Erziehung begonnen, sodass er mit einem „ab“ und einem Fingerzeig sofort seine Liegestelle verlässt und sich vom Sofa oder Bett begibt (meistens sogar schon freiwillig in sein Körbchen).

    Im Sommer ist es zwar etwas warm, wenn dieser Jack Russel-Terrier dir in den Nacken hechelt (wieso bleibst du Tier dann nicht auf den kühlen Fliesen im Flur liegen?), aber ich würde es nie wieder missen wollen.

  3. Hallo,

    Bei uns dürfen die Hunde (zwei😉) auch mit ins Bett und auf das Sofa kuscheln.
    Ich möchte das nicht missen, und die Nähe tut mir und Ihnen gut. Habe deswegen trotzdem keine Dominanten Hunde!!!
    Völliger Quatsch!
    Macht was ihr möchtet und schert euch nicht drum was andere sagen. Dann habt ihr es viel leichter!

    Virginia mit Molly und Shadow 🐶

  4. Auch unsere Hündin darf mit ins Bett. Und nicht nur ich genieße den Kontakt, sondern sie entspannt sich dabei total. Sie wälzt sich auf den Rücken und hat alle Viere in der Luft. Das hat sie auf anderen Liegeplätzen noch nie gemacht. Und im Winter bin ich froh über die „Wärmflasche“ an den Füßen. Wir haben beim Zubettgehen unser Ritual. Das haben wir ihr nicht beigebracht, sondern sie hat es von sich aus getan. Wenn ich hoch in mein Schlafzimmer gehe, folgt sie mir und wartet. Habe ich mich hingelegt und das Licht ausgemacht, „fragt“ sie durch Winsellaute an, ob sie hoch darf. Wenn ich ihr das dann bestätige, hüpft sie hoch und kuschelt sich unter die Decke an die Füße. Der Liegeplatz verändert sich natürlich im Laufe der Nacht und manchmal frage ich mich, wieso ein so kleiner Hund so viel Platz benötigt………….
    Auf das Sofa darf sie nicht und das wird von ihr auch überhaupt nicht in Frage gestellt. Gehen wir jedoch weg und vergessen die Zimmertür zu schließen, hüpft sie aufs Sofa. Das steht nämlich mit der Rückenlehne direkt vor dem Fenster und sie stellt sich dann auf die Lehne und schaut uns nach. Wir haben dann „Nasenkunst“ auf der Fensterscheibe, denn sie drückt ihren dicken Riecher daran platt.
    Mit Dreck u.ä. im Fell halte ich es wie du und bin auch überhaupt bei dem Thema „Bett oder nicht“ ganz auf deiner Linie.
    Keiner in meiner Familie (wir sind immerhin 6 Personen) ist jemals bedingt durch Dreck am Hund krank geworden oder hat Parasiten vom Hund übernommen. Wir achten regelmäßig auf Kontrollen und verwenden chemische Wurmkuren. Es gibt auch Hundehalter, die hierbei auf Wundermittel oder Bernsteinketten setzen, aber dabei wäre mir dann ein enger Liegekontakt wohl nicht so angenehm.
    Und bei uns gibt es kein „Dominanzproblem“ innerhalb des Rudels (der Familie) weil der Hund ins Bett darf. Und das will bei Terriern schon etwas heißen! Nein, vielmehr profitieren wir gegenseitig davon (auch wenn Wärmflaschen im Sommer nicht angenehm sind) denn zumindest bei mir ist dadurch das Gefühl des gegenseitigen Vertrauens gewachsen. Und ich denke (obwohl das jetzt meine
    ureigene menschliche Interpretation ist) auch bei meiner Hündin ist das so, denn sonst wäre sie ja nicht wie beschreiben bei mir im Bett totalentspannt. Richtig ist, was uns beiden gut tut. Für andere Hunde und ihre Menschen gibt es vielleicht andere Möglichkeiten, die „richtig“ sind. So lange jeder sich mit seiner Einstellung wohl fühlt und andere respektiert, ist alles okay. Es gibt hierbei keine universellen Wahrheiten.

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