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Dein Hund spiegelt dein Verhalten!

Ich bin immer wieder erstaunt, wie sensibel Hunde sind und auf ihre Umwelt und ganz besonders auf ihre Menschen reagieren. Aber sie reagieren nicht nur, sondern spiegeln sogar oftmals das Verhalten. Und das nicht immer nur positiv. Das mussten wir auch feststellen, als wir uns damit beschäftigten, warum unser Kleiner in einigen Situationen komisch reagiert und wir das trotz Training nicht in den Griff bekamen. Seit wir das wissen, können wir viel besser mit der Situation umgehen und vor allem auch Stress beim Hund vermeiden.

Doch es ist gar nicht immer so einfach, diese Verhaltensspiegelung zu erkennen. Denn unsere Emotion, die vom Hund aufgenommen wird, kann ihn zu einer ganz anderen Handlung veranlassen und spürt man dem nicht genau nach, kann auch kein Zusammenhang hergestellt werden. Das macht die Sache schwierig und sorgt oft dafür, dass mit dem Hund an verkehrten Enden trainiert wird. Wie so oft wäre es aber viel effektiver sich selbst zu trainieren und somit dem Hund erst gar keinen Anlass zur Spiegelung des Verhaltens und somit zu unerwünschten Aktionen zu geben.

Emotionen als Auslöser für Verhalten

VerhaltenKlingt das alles noch ein wenig seltsam für dich? Dann mache ich das vielleicht mit folgendem Beispiel etwas klarer: Ich bin nachtblind. Und obwohl ich das wohl schon immer bin, verursacht das noch immer eine leichte Unsicherheit, wenn irgendwas abends nicht ganz so gut beleuchtet ist. Auf unserem abendlichen Gassi-Weg gibt es zwar Laternen, aber sie leuchten nicht alle Bereiche gut aus und oftmals funktioniert auch eine nicht. Es gibt also dunkle Stellen – und genau dort werde ich dann unsicher. Selbst merke ich es gar nicht richtig, aber ich fasse dann die Leine etwas fester, meine Atmung ist anders etc. Gehe ich also im Dunkeln da lang, gibt es eine gewisse Grund-Nervosität. Und die spiegelt der Hund mir in vielfacher Ausführung zurück (er ist eh ein nervöser Typ). Kommt dann ein Fußgänger, ein Fahrrad oder gibt es irgendwas, was nicht normal für ihn ist, bellt er dann auch schon mächtig los.

Anfangs hatte ich keine Ahnung, warum Devil abends so abdreht. Wir schoben es auf die Dunkelheit, aber irgendwie fühlte sich diese Entschuldigung nicht richtig an. Vor allem deshalb, weil er ganz anders war, wenn er alleine mit meinem Mann ging. Also musste es irgendwie an mir liegen und so kamen wir nach und nach zur Ursache. Und es zeigte sich: Devils Verhalten war in dem Moment nichts, was man ihm negativ auslegen konnte. Er spürte meine Unsicherheit und wollte mich darauf hin schützen. Und das macht er halt, in dem er bellend nach vorn geht – auch wenn er selbst unsicher ist. Was wir dagegen tun? Gehen wir im Dunkeln raus, achte ich vermehrt auf meine Atmung. Ich atme tief, gleichmäßig und vor allem bewusst ein und aus. Das beruhigt mich und ihn und das Bellen wird immer seltener!

Verhalten steuern hilft Mensch und Hund

VerhaltenEs lassen sich viele Beispiele aus dem Alltag aufzeigen, in denen Hunde das Verhalten ihres Menschen spiegeln. Und wenn du mal genau nachdenkst, wirst du sicher auch so einiges finden, bei dem das auch bei euch passiert. Vielleicht ist das, so wie bei uns, dann auch der Schlüssel zu einem Fehlverhalten beim Hund, was dann ja gar nicht ein solches ist. Wir haben damit zumindest schon so einige Baustellen bei uns zumindest definieren können und arbeiten nun daran, sie bei uns Menschen unter Kontrolle zu bekommen. Der Hund spiegelt dann in Folge weiter das Verhalten – und das ist dann hoffentlich ruhig und entspannt.

Hast du selbst schon bemerkt, wie dein Verhalten deinen Hund beeinflusst? Wir freuen uns auf deine Erfahrungen in den Kommentaren.

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  • Monika Schaal
  • Herausgeber: Müller Rüschlikon
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  • Taschenbuch: 160 Seiten

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Bildcredits: Titelbild, Bild1, Bild2

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Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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