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Der Golden Retriever: sanft und fröhlich!

Gibt es DEN perfekten Familienhund? Viele, die einen Golden Retriever in ihrer Familie haben, würden das bejahen. Tatsächlich gehört der sanfte und doch fröhliche Vierbeiner heute zu den beliebtesten Familenhund überhaupt – und das nicht ohne Grund. Sein Charakter ist wirklich ganz besonders und gerade Kindern gegenüber ist der fröhliche Hund sehr aufmerksam und lieb. Aber nicht nur das hat diese Rasse so besonders beliebt gemacht. Dafür gibt es nämlich noch eine Menge anderer Gründe.

Wenn wir mit unserem Hund unsere Runden drehen, begegnen uns viele verschiedene Rassen – gefühlt ist aber mindestens jeder dritte Hund ein Golden Retriever. Diese gold- oder cremfarbenen Schönheiten sind einfach überall zu sehen und fast immer erlebt man sie als sehr ruhige, ausgeglichene Hunde, die zwar gern mit Artgenossen spielen, aber auch respektieren, wenn diese gerade nicht dazu aufgelegt sind. Dabei sind sie als Begleiter am Kinderwagen ebenso zu sehen, wie auch am Fahrrad. Der Golden Retriever scheint also ein Hund zu sein, der sich gut anpassen kann. Um mehr über ihn zu erfahren, haben wir ausgiebig recherchiert.

Woher stammt der Golden Retriever?

Im Wasser fühlt sich der Golden Retriever besonders wohlBei einigen Hunderassen ist es gar nicht so einfach, verlässliche Informationen über ihre Herkunft zu bekommen. Da gibt es Gerüchte und zwei oder mehr Geschichten, die über den Ursprung berichten. Beim Golden Retriever ist das anders. Wie alle Retrieverarten, hat er seinen Ursprung in Neufundland. Von dort nahmen Seeleute den „kleinen Neufundländer“ mit nach England, wo er mit englischen Jagdhunden gekreuzt wurde. Daraus entstanden die so genannten Wavy-Coated Retriever, die es in vielen Farbschlägen gab. Im Jahr 1864 kaufte sich Lord Tweemdmouth einen gelben Wavy-Coated Retriever. Er war der einzig gelbe Hund in einem Wurf aus ansonsten nur schwarzen Retrievern. Vier Jahre später wurde dieser Rüde dann mit einer Tweed-Water-Spaniel Hündin gekreuzt und in den folgenden 20 Jahren wurden die Nachkommen ähnlich verpaart. Auch ein Irish Setter war hier und da mit dabei – und nach und nach entwickelte sich aus den Kreuzungen ein Retriever, der für anspruchsvolle Aufgaben geeignet war und zudem auch durch sein Äußeres überzeugte.

Vom britischen Kennel Club wurde der Golden Retriever 1913 als eigenständige Rasse anerkannt. Schon wenige Jahre später begeisterte der robuste und arbeitswillige Hund nicht nur mehr die Engländer, sondern wurde auch in den USA sehr beliebt. Im restlichen Europa dauerte es länger, bis der Goldie seinen Siegeszug antrat – genauer gesagt war es erst in den 80er Jahren soweit und nachdem der Hund in den 90er Jahren häufig Star in Filmen und Fernsehwerbungen war, setzte ein regelrechter Nachfrage-Boom nach der Rasse ein. Heute zählt der Golden Retriever nach den Welpenstatistiken zu den häufigsten Hunderassen im deutschsprachigen Raum.

Der Golden Retriever hat einen tollen Charakter

War der Golden Retriever in seinen Anfängen vor allem als Arbeitshund und für die Jagd sehr beliebt, so gilt er heute als ausgeglichener Familienhund, der äußerst intelligent und einfühlsam ist. Sein „will to please“ zeigt sich immer wieder ganz deutlich und er leibt es, bei seinen Menschen zu sein, ist freundlich und auch Fremden gegenüber nur selten schüchtern. Seine ruhige und geduldige Art macht ihm zu einen idealen Begleiter für Kinder, die in ihm einen treuen Freund finden. Ein Schutztrieb ist dem Golden Retriever weitestgehend unbekannt, eine Eignung als Wachhund besteht bei ihm also nicht. Im Gegenteil, unter Goldie-Besitzern kursiert der Witz:

„Ein Golden Retriever vertreibt keinen Einbrecher; stattdessen freut er sich über den Besuch und hilft jenem, die Wertsachen aus dem Haus zu tragen“

Der Golden Retriever ist ruhig und intelligentWenn sich der Goldie auch nicht als Wachhund eignet, so gibt es doch vielfältige Aufgabengebiete, für die er bestens geeignet ist. Wer Hundesport wie Dummytraining, Fährtenarbeit oder ähnliches mag, findet im Golden Retriever einen tollen Trainingspartner. Auch beim Joggen oder Radfahren ist der Vierbeiner gern mit dabei, wobei aber reines Laufen meist nicht ausreichend ist, um ihn richtig auszulasten. Dank seiner Intelligenz setzt er gern seinen Kopf ein und freut sich, wem man ihm Aufgaben stellt. Das, in Verbindung mit anderen Eigenschaften, sorgt auch dafür, dass der Golden Retriever in vielen „Jobs“ zu finden ist. Ob als Therapiehund, Blindenhund, Rettungshund, Sprengstoff- oder Drogensuchhund, der Goldie erledigt überall gewissenhaft seine Arbeit und glänzt mit besten Ergebnissen.

Das Aussehen und die Gesundheit der Golden Retriever

Beim Golden Retriever gibt es hinsichtlich des Aussehens keine sehr großen Unterschiede. Gemäß seinem Namen findet man ihn vor allem in vielen Gold- und Cremetönen. Sein mittellanges Fell ist glatt oder leicht wellig und mit einer dichten, wasserabweisenden Unterwolle versehen. Die Pflege des Fells ist nicht sehr aufwendig, regelmäßiges Bürsten reicht hier völlig aus und durch seine Vorliebe fürs Wasser sorgt der Retriever fast von allein dafür, dass sein Fell stets sauber ist und nach dem Trocknen in der Sonne glänzt. Mit einer Schulterhöhe von ca. 50 bis 60 cm ist der Vierbeiner nicht unbedingt klein und auch sein Gewicht, das zwischen 30 und 40 kg beträgt, ist nicht wenig. Da er aber weder hektisch noch nervös ist, lässt er sich gut an der Leine führen und prescht nicht unbedingt voraus.

Gesundheitlich gehört der Golden Retriever eigentlich zu den eher robusten Hunden. Seine durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 12 – 14 Jahren, immer öfter hört und liest man jedoch auch von älteren Goldies. Durch seine plötzlich steigende Beliebtheit in den 90er Jahren trug er durch Zuchtfehler Krankheiten wie Hüftgelenkdysplasie (HD), Hereditärer Katarakt (HC), Progrsiive Reina Atrophy (PRA) usw. davon. Zum Glück gibt es heute strenge Zuchtzulassungsvoraussetzungen und durch eine gezielte Auslese wird das Auftreten dieser Krankheiten extrem reduziert.

Wer passt zum Golden Retriever

Golden Retriever sind hübsche HundeWir trauen es uns schon fast nicht mehr zu schreiben, da wir es hier doch schon so einige Male wiederholt haben… Aber: Der Golden Retriever ist ein toller Familienhund, der gern Kinder um sich herum hat und auch nicht aus der Ruhe gerät, wenn es mal etwas wilder oder hektischer zugeht. Bei seiner ruhigen, einfühlsamen Art darf man allerdings auch nicht vergessen, dass er eigentlich ein Arbeitshund ist. Neben ausgiebigen Spaziergängen, die der Goldie bei jedem Wetter genießt, sollte man also auch für seine geistige Auslastung sorgen und ihm Aufgaben geben.

Wer selbst gern sportlich aktiv ist, hat im Goldie einen tollen Trainingspartner – wer im sozialen Bereich tätig sein möchte, der findet ebenfalls im Goldie den idealen Partner dazu, denn er ist der geborene Therapie-Hund und wird als Begleitung in soziale Einrichtungen einen tollen Job machen und viele Herzen aufblühen lassen. Somit eignet sich der Goldie für fast jeden, der nicht ausschließlich einen Hund nur zum Kuscheln sucht.

Wie sind Deine Erfahrungen mit Golden Retrievern? Verrate es uns in den Kommentaren!

Golden Retriever: Auswahl, Haltung, Erziehung, Beschäftigung (Praxiswissen Hund)(*)
  • Margitta Becker-Tiggemann, Veronika Hofterheide
  • Herausgeber: Kosmos
  • Taschenbuch: 128 Seiten

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Bildcredits: Titelbild von skeeze, Bild1 von cocoparisienne, Bild2 von travelspot, Bild3 von Heksen

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Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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