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Der Mops ist ein charmanter Begleiter mit starkem Willen

Der Mops gehört zu den beliebtesten Hunderassen, auch wenn der lebhafte Hund mit seinem leicht knautschig-melancholischen Gesichtsausdruck mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat. Das tut der Beliebtheit jedoch keinen Abbruch, denn die vielen positiven Eigenschaften, die dieser kleine Hund mitbringt, lassen die Herzen von Hundefreunden immer wieder aufgehen. Gerade als Stadthund ist der Mops sehr beliebt und auch in Familien fühlt er sich richtig wohl.

Schon Loriot wusste:

Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos

Viele Mops-Halter stimmen diesem Zitat uneingeschränkt zu, denn das beinahe einzigartige Wesen dieses Hundes, gepaart mit seinem Aussehen, machen ihn zu einem besonderen Begleiter, den man sofort ins Herz schließen muss. Aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit und charmanten Art fühlt sich der Mops überall schnell wohl und ist in Familien genauso gut aufgehoben, wie auch bei Senioren.

Die Geschichte des Mops

Der Mops stammt aus ChinaAuch wenn es nicht genau belegbar ist, so geht man davon aus, dass der Mops schon 2000 Jahre alt ist. Ursprünglich soll er in China gezüchtet worden sein, wo er als Kaiser-Rasse bekannt war. Nur Kaiser durften diese Rasse halten und dem Volk war noch nicht einmal die Berührung eines Mops‘ erlaubt. Trotz allem wurde hier und da der Mops im Volk gesichtet; diese waren wahrscheinlich nicht zur Zucht geeignet und wurden zu horrenden Preisen verkauft. Von China aus kam der Mops mit Handelsschiffen im 16. Jahrhundert nach Holland und war da auch vor allem wieder in adligen Kreisen sehr beliebt.

Wilhelm von Oranien, der 1688 den englischen Thron bestieg, brachte den Mops mit nach England. Wenn man der Legende glauben darf, warnte ein Mops ihn sogar einmal vor einem Attentäter und rettete damit sein Leben. Im 18. und 19. Jahrhundert breitete sich der Mops auch im übrigen Europa rasant aus und wurde zu einem der beliebtesten Begleithunde. So war er auf vielen Bildern bekannter Maler zu sehen und auch Wilhelm Busch und Johann Wolfgang von Goethe erwähnten den Mops nicht nur einmal.

Das Wesen des Mops‘

Das Wesen des Mops‘ kann man eigentlich mit einem Wort beschreiben: einzigartig. Da das dann aber doch nicht alle wichtigen Infos vermittelt, gehen wir auch gern etwas näher darauf ein. Wie schon erwähnt, ist der Mops sehr charmant. Das bemerkt man schnell im Umgang mit ihm. Aber er hat noch viele weitere tolle Charakter-Eigenschaften zu bieten. So ist er ein sehr fröhlicher Geselle (auch wenn der Gesichtsausdruck oft anders ist), ist lebhaft, intelligent, gesellig und hat sehr viel Humor.

Der Mops ist ein sehr fröhlicher und lebhafter HundLebt der Mops in einer Familie, wird vor allem seine Geduld als sehr positiv empfunden. Gerade Kindern gegenüber lässt er sich absolut nicht aus der Ruhe bringen und lässt sich so einiges von ihnen gefallen. Trotz allem ist er sehr selbstbewusst und obwohl er sich überall wunderbar anpassen kann, weiß er doch genau, was er will und findet auch Wege, es zu bekommen. Besonders am Mops ist noch, dass er äußerst sensibel ist. Er kann kleinste Stimmungsschwankungen sofort erkennen und geht auch auf diese ein. Diese Information ist vor allem bei der Erziehung des Mops‘ sehr wichtig, denn diese sollte vor allem auf positive Bestärkung aufgebaut sein.

Mit seiner ausgeglichenen und ruhigen Art ist der Mops ein Hund, der am liebsten rund um die Uhr mit seinen Menschen zusammen ist und sie überall begleitet. Dass er immer dabei sein möchte, ist hier selten ein Problem, denn der Mops nimmt sich da gern zurück und drängt sich nicht in den Vordergrund. Mit anderen Hunden und Haustieren versteht er sich meistens gut, auch wenn gerade andere Hunde seine Mimik oft falsch deuten und sich erst an das „Knautschgesicht“ gewöhnen müssen. Vom Mops selbst geht aber nur äußerst selten Aggressivität gegenüber anderen Hunden aus, er ist in dieser Beziehung also wirklich sehr pflegeleicht. Als besonders positiv wird auch oft empfunden, dass der Mops weder einen Jagd- noch einen Wachtrieb besitzt.

Pflege und Gesundheit des Mops‘

Der Mops ist ein kleiner Hund, der im Idealfall zwischen sechs und sieben Kilo wiegt. Sein Fell ist entweder schwarz, silbergrau oder in verschiedenen Nuancen von Beige. Das kurze Fell lässt sich sehr leicht pflegen. Da der Mops oftmals ziemlich haart, ist ein regelmäßiges Bürsten zu empfehlen. Damit vermindert man das Festsetzen der oft widerspenstigen Haare in Kleidung und auf Sofas etc. Ansonsten sollte man beim Mops die Nasenfalten täglich kontrollieren und bei Bedarf einfach mit einem trockenen Tuch reinigen. Auch die Augen sollten täglich mit einem feuchten Tuch gereinigt werden.

Der Mops hat mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfenBeim Thema Gesundheit kommt der Mops leider nicht immer ganz so gut weg. Aufgrund von eher fragwürdigen Züchtungen im Laufe des 20. Jahrhunderts hat der Mops einen relativ großen Kopf mit sehr kurzer Schnauze. Dadurch kommt es häufig zu Atemproblemen, die im schlimmsten Fall operativ behoben werden müssen. Auch sind bei einigen Züchtungen die Welpen einfach zu groß und können von der Mutterhündin nur per Kaiserschnitt geboren werden. Dazu kommen Fehlbildungen der Rute, die zu Problemen der Wirbelsäule führen können.

Zum Glück wird seit einigen Jahren viel dafür getan, die gesundheitlichen Probleme des Mops‘ in den Griff zu bekommen. Man geht vielerorts dazu über, den Mops wieder mit längerem Fang, schmalem Kopf und weniger hervorstehenden Augen zu züchten. Diese Züchtungen werden oftmals als „Retro-Mops“ bezeichnet und stellen die Gesundheit des Tieres vor die äußeren Merkmale. Um das jedoch erreichen zu können, müssen zum Teil auch andere Rassen in die Zucht eingekreuzt werden – und das wiederum trifft nicht überall auf Begeisterung.

Fazit:

Der Mops ist ein toller Begleithund, der viele positive Eigenschaften mit sich bringt. Aufgrund derer fühlt er sich in Familien auch genauso wohl, wie auch bei Senioren oder Singles. Er möchte am liebsten rund um die Uhr mit seinen Menschen zusammen sein und verträgt das Alleinbleiben nicht so gut. Kommt man damit klar, hat man einen treuen, loyalen Begleiter, der sehr aufmerksam ist und mit seiner sensiblen Art genau auf die Gefühle seiner Menschen reagiert. Er ist lebhaft, fröhlich, intelligent und kommt mit jedem klar. Daher ist er auch gut als Therapie-Hund geeignet – für sportliche Aktivitäten ist er aufgrund seiner oftmals auftretenden Atemprobleme jedoch nicht so geeignet. Spaziergänge genießt er aber genauso, wie alle anderen Hunde. Wer sich für einen Mops entscheidet, entscheidet sich für einen besonderen Hund, der seinem Menschen viel zu geben hat.

Wie ist Deine Meinung zum Mops? Hast Du vielleicht selbst einen? Wir freuen uns auf Deinen Kommentar!

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Bildcredits: Titelbild von mayatoo, Bild1 von skeeze, Bild2 von yanivmatza, Bild3 von Huskyherz

Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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2 Kommentare

  1. Ich finde den Mops als einer der süssesten Rassen unter den Hunden.Er ist nicht nur bestens für Familien mit Kindern geeignet,er ist auch wahnsinnig gumütig.Ich kenne keinen Fall,wo ein Mops einen Menschen gebissen hat.Wir haben im Bekanntenkreis auch Leute,die einen Mops haben.Er ist zwar unersättlich,was Fressen angeht,aber wenn man weiss,das er leicht zum „Dickerchen“ neigt,dann wird man das Fressen dementsprechend auch geben. Nur stört mich beim Mops,das er eigentlich eine „Qualzucht“ ist,weil er beim atmen so Schwierigkeiten hat,das er eigentlich dauernd nach Luft ringt.Und wenn er schläft,dann schnarcht er fürchterlich.Nichts destrotrotz,der Mops ist ein wahnsinnig lieber Hund und ich hoffe,das irgendwann auch die Züchter umdenken und ihn wieder in seinen urtümlichen „Zustand“ rückzüchten.Mit einer normal langen Nase,dann sind auch die typischen Mopswehwehchen Vergangenheit. Liebe Grüsse und Pfotendruck an alle Möpse dieser Welt.

    • Oh ja, sie sind wirklich süß. Mir gefallen allerdings auch die „Retros“ viel besser und die Gesundheit sollte bei jeder Rasse an erster Stelle stehen.

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