Der Rhodesian Ridgeback - ein Hund mit Ansprüchen
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Der Rhodesian Ridgeback – ein Hund mit Ansprüchen

Es gibt Hunderassen, die erkannt man auf den ersten Blick an einem ganz besonderen Merkmal. Der Rhodesian Ridgeback gehört dazu, denn sein Ridge, also der Kamm, der auf seinem Rücken entlang läuft, ist nicht zu übersehen und wirklich ein markantes Merkmal. Darüber hinaus wissen viele nicht gerade viel über diese Rasse. Oftmals wird er durch den Kamm auch fälschlicherweise als aggressiv eingeschätzt, da ja ansonsten aufgestellte Haare ein Zeichen dafür sind. Dabei ist der Rhodesian Ridgeback alles andere als aggressiv – außer er sieht seinen Menschen in Gefahr.

Ich muss sagen, dass ich Rhodesian Ridgebacks wirklich toll finde. Ihre muskulösen Körper und das glänzende, seidige Fell sind wirklich hübsch. Aber ich hab auch Respekt vor der Aufgabe, die diese Hunderasse ihren Haltern stellt. Denn diese Hunde haben Power und sind nicht mal eben mit einem Spaziergang zufriedenzustellen. Um ihnen gerecht zu werden, braucht es schon etwas mehr – und das sollte unbedingt beachtet werden, bevor man sich für diese Rasse entscheidet.

Woher stammt der Rhodesian Ridgeback?

Rhodesian RidgebackDer Rhoedesian Ridgeback stammt aus Südafrika, genauer gesagt aus Zimbabwe, das früher Rhodesien hieß. Das erklärt schon einmal den ersten Teil seines Namens, den zweiten hat er aufgrund des Kamms (Ridge) auf seinem Rücken (back). Zu den Urahnen der Rasse gehören afrikanische Jagdhunde. Weiße Siedler kreuzten noch Schutzhunde, Windhunde und weitere Jagdhund-Rassen mit ein und so entstand über die Zeit ein äußerst flinker und temperamentvoller Hund, der verschiedene Aufgaben fand.

Hauptsächlich wurde er für die Jagd von Löwen und Großwild eingesetzt, wo er seine Qualitäten vollständig unter Beweis stellen konnte. Aber nicht nur als Jagdhund war der Rhodesian Ridgeback beliebt. Viele setzten ihn auch als Wachhund auf Farmen ein. Auch da machte er einen hervorragenden Job und war schon bald nicht mehr aus dieser Rolle wegzudenken. Besonders macht den Rhodesian Ridgeback außerdem, dass er die einzige anerkannte Hunderasse aus dem südlichen Afrika ist.

Der Charakter vom Rhodesian Ridgeback

Rhodesian Ridgebacks eilt der Ruf voraus, dass sie nicht gerade einfach zu erziehen sind – und das ist auch wahr. Sie vereinen viele Eigenschaften in sich und sind nicht immer leicht zu führen. Als Anfängerhund sind sie daher nicht geeignet. Schon als Welpe sind die Ridgebacks äußerst temperamentvoll und testen von Anfang an ihre Grenzen. Wer nicht schon zu dieser Zeit mit einer liebevollen, aber konsequenten Erziehung anfängt, wird es später schwer haben, gegen den starken Charakter anzukommen. Dabei sind die Ridgeback sehr intelligent und lernwillig – wenn sie denn einen Sinn darin sehen, was von ihnen verlangt wird. Ist das nicht der Fall oder spüren sie zu viel Druck oder übertriebene Strenge, schalten sie schnell auf Stur und geben auch nicht nach.

Rhodesian Ridgebacks sind also auch sehr sensibel und dabei dennoch eigenständig. Aus ihren Zeiten als Jagdhund haben sie die Fähigkeit, selbständig zu handeln und Entscheidungen zu treffen beibehalten. Und diese Entscheidungen decken sich nicht immer mit den Wünschen des Halters. Grundsätzlich binden sich Hunde dieser Rasse aber auch sehr eng an ihre Menschen und sind (bei guter Gewöhnung) auch Kindern ein toller und loyaler Freund. Auf Fremde reagieren sie zumeist zurückhaltend, zeigen dabei aber keinerlei Aggressivität. Aufgrund ihrer großen Bewegungsfreude sollten Ridgebacks aktive Menschen haben, die nicht nur lange Spaziergänge, sondern vielleicht auch diverse Hundesportarten mögen und regelmäßig betreiben wollen.

Aussehen und Pflege

Rhodesian RidgebackWie schon erwähnt, fällt beim Rhodesian Ridgeback auf den ersten Blick der Kamm auf, den er auf dem Rücken trägt. Auf diesem ca. 5 cm breiten Streifen wachsen die Haare gegen den Strich und heben sich so optisch vom Rest des Fells ab, das von hell-weizenfarben bis hin zu dunkelrot gefärbt sein kann. Das Fell selbst ist kurz, dicht, glatt und absolut pflegeleicht. Der Rhodesian Ridgeback verfügt über keine Unterwolle, haart so gut wie nicht und braucht nicht mehr als hin und wieder eine Bürste. Warme Temperaturen liebt er – Regen und Winter sind nicht unbedingt sein Fall und er friert dann auch schnell.

Rhodesians zählen mit einer Schulterhöhe zwischen 61 und 69 cm zu den großen Hunderassen und sind bei richtiger Ernährung schlank und muskulös. Ihr Hals ist eher lang und die Ohren und die Schnauze oftmals dunkler als der Rest des Fells. An den Pfoten und an der Brust kann es auch zu weißem Fell kommen und ist im Rassestandard so erlaubt. Alles in allem ist der Rhodesian Ridgeback ein wirklich hübscher und agil wirkender Hund, der nicht ohne Grund so viele Fans hat.

Was gibt es sonst noch zu wissen?

Rhodesian Ridgebacks haben eine Lebenserwartung von 10 bis 12 Jahren. Damit sie dieses Alter erreichen, können wir Menschen natürlich auch einiges tun. Wichtig ist dabei vor allem eine ausgewogene Ernährung. Ridgebacks fressen gern und achtet man nicht darauf, werden sie schnell etwas moppelig – und das tut ihnen natürlich nicht gut. Darüber hinaus benötigen sie natürlich ausreichend Bewegung und wollen auch im Seniorenalter nicht auf die Couch verbannt werden.

Wie bei fast jeder Hunderasse, gibt es auch beim Ridgeback ein paar Krankheiten, die vermehrt auftreten. Dabei sind hier vor allem die Hüft- und Ellenbogendysplasie zu nennen. Aber auch eine Neigung zu neurologischen Erkrankungen, Problemen mit der Schilddrüse und auch Taubheit sind bekannt. Ansonsten handelt es sich bei den Rhodesians um äußerst robuste Hunde, die so schnell nichts umwirft!

Kennst Du einen Rhodesian oder hast vielleicht selbst einen? Wie schätzt Du diese Rasse ein?

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Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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