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Dogdancing bringt Spaß und Beweglichkeit

Kennst du das, wenn du auf Youtube oder Facebook ein Video schaust und ganz allein durch die weiteren Empfehlungen immer weiter versumpfst und komplett die Zeit vergisst? Eigentlich hab ich mich da ja ganz gut unter Kontrolle und kann nach ein oder zwei Minuten weiter klicken. Nur wenn ich mir Videos vom Dogdancing anschaue, setzt meine Disziplin aus und aus „Och, ein Video geht noch“ wird dann schnell eine ganze Stunde mit vielen Videos. Aber Dogdancing ist ja auch etwas Tolles, oder?

Es gab sogar eine Zeit, in der ich überlegt hab, selbst mit unserem Devil das Tanzbein zu schwingen. Aber hier bei uns gab es keine Kurse und schlussendlich musste ich auch zugeben, dass mir einfach die Zeit gefehlt hätte, um das halbwegs ernsthaft zu betreiben. Irgendwie kam ich damals gar nicht auf die Idee, dass ich das auch Zuhause allein machen könnte. Da hab ich wohl den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen. Heute mache ich es allerdings auch nicht. Und ich muss ehrlich zugeben: Ich hab noch nicht mal eine gute Ausrede parat, warum ich es nicht mache. Denn ich bin mir sicher, der Hund hätte echt Spaß daran. Sollte ich vielleicht also doch? … Hm.

Was ist Dogdancing und woher stammt die Sportart?

DogdancingDie Überschrift verrät es schon: Dogdancing ist eine Hundesportart. Wie viele ihrer Art hat sie ihren Ursprung in der USA und auch in Kanada. Wie man sich erzählt, gab es dort Anfang der 1980er Jahre einige Hundehalter, die ihr Hundesport-Training auflockern wollten und somit Musik dazu anmachten. So führten sie ihre Obedience-Übungen mehr oder weniger rhythmisch durch und hatten nicht nur mehr Spaß beim Training, sondern auch bessere Ergebnisse. Eine Amerikanerin griff diese Idee 1989 noch mal auf, schloss sich mit einer Choreografin zusammen und entwickelte und präsentierte unter dem Namen „Freestyle“ Tanzelemente für Mensch und Hund. Und ab da stand dem Siegeszug dieser Hundesportart nichts mehr im Weg.

Und mit dem Ursprung dieses Hundesports ist auch schon gleich im Ansatz erklärt, was Dogdancing überhaupt ist. Wikipedia erklärt es mit den Worten:

Beim Dogdancing vollführen Hund und Mensch zu musikalischer Begleitung rhythmische Bewegungen. … Die Sportart stammt vom Obedience ab und basiert wie dieses auf grundlegenden Hundegehorsam und stellt hohe Anforderungen an Mensch und Tier.

Das mit den hohen Anforderungen hängt natürlich auch von der Intensität ab, mit der man diesen Sport betreibt. Aber grundsätzlich ist hier schon bei Mensch und Hund Konzentration gefragt und der Mensch sollte zudem zum Ausarbeiten der Choreografie auch noch eine Portion Kreativität mitbringen. Dann können gemeinsam die einzelnen Elemente erlernt und ausgeführt werden. Einige dieser Elemente entspringen dem menschlichen Tanz, andere sind ähnlich auch beim Dressurreiten zu finden. Wichtig ist vor allem die Zusammenarbeit von Mensch und Hund – und natürlich die Musik!

Walzer, Tango oder doch Foxtrott?

Wer bisher noch nie vom Dogdancing gehört hat, bei dem wird das Kopfkino wahrscheinlich lustige Bilder produzieren. Cocker Spaniel beim Walzer, Doggen beim Tango oder Terrier beim Foxtrott sind nur einige der möglichen und definitiv witzigen Filme, die da im Kopf ablaufen. Damit hat aber der Sport nicht viel zu tun. Vielmehr geht es hier darum, vorher eingeübte Kunststücke auszuführen – und zwar so, dass ein tänzerischer Ausdruck dabei vorhanden ist und natürlich Musik läuft, deren Rhythmus sich Hund und Mensch anpassen. Allein durch Körpersignale und teils verbale Kommandos lenkt der Mensch den Hund durch Kunststücke wie Slalom, Rückwärtsgehen, verschiedene Gangarten, Drehungen, Pfotenarbeit und (wenn es die Gesundheit zulässt) auch Sprünge.

Dabei kann es künstlerisch zugehen oder auch lustig. Der Kreativität sind hier nicht wirklich Grenzen gesetzt und der Hundehalter kann sich selbst Musik aussuchen und auch die Elemente der Choreografie allein bestimmen. Wichtig ist nur, dass der Hund Spaß hat und die Elemente auch beherrscht. Beim Aufbau der Choreografie ist der erste wichtige Schritt die Auswahl der Musik, die vor allem dem Charakter des Hundes entsprechen sollte – ein ruhiger Hund wird mit einem schnellen Rock’n’Roll so seine Schwierigkeiten haben. Und ist der Hund sehr aufgedreht, wird Kuschelrock auch nicht das richtige für ihn sein. Steht die Musik, wird eine Grundfigur festgelegt (Acht, Stern, versetzte Dreiecke) und an dieser dann die einzelnen Übungen angeordnet.

Für wen eignet sich Dogdancing?

DogdancingBei der Beschreibung dieses Hundesports könnte man fast annehmen, Dogdancing lässt sich nur professionell betreiben. Aber das ist natürlich nicht der Fall. Klar, es gibt öffentliche Turniere und Wettbewerbe, aber es kann auch jeder einfach aus Spaß an der Freude Zuhause oder im Hundeverein betreiben. Besonders toll ist, dass es eigentlich gar keine Einschränkungen bei Hund und Mensch gibt. Weder Rasse noch Alter spielen hier eine Rolle. Selbst bei körperlichen Einschränkungen (beim Hund ebenso wie beim Mensch) kann dieser Sport ausgeführt werden, denn die Übungen sind ja nicht vorgeschrieben, sondern frei wählbar. Das macht den Sport auch für ältere Hunde ideal, die damit ihre Beweglichkeit erhalten können und auch vom Kopf her gefordert werden – denn Konzentration ist hier absolut wichtig.

So ist Dogdancing der ideale Sport, wenn Mensch und Hund einfach ein bisschen Spaß zusammen haben möchten. Beim Menschen wird dabei die Kreativität und beim Hund die Intelligenz gefördert. Beide bewegen sich dabei natürlich auch noch und tun vor allem etwas zusammen. So wird auch die Fitness gesteigert und vor allem die Bindung erhöht. Es spricht also wirklich nichts dagegen, einfach mal den Lieblingssong einzulegen und zu schauen, was für tolle Übungen man gemeinsam mit dem Hund zum Rhythmus durchführen kann. Wir sind uns sicher: Ist der Anfang erstmal gemacht, siegt der Spaß und man ist wahrscheinlich bald schon vom Tanz-Virus infiziert. Den Hund wird die zusätzliche Beschäftigung und Bewegung garantiert auch freuen!

Hast du Dogdancing schon mal ausprobiert? Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren mit uns!

Dog Dancing. Vom Trick zum Tanz: Figuren - Choreographie - Performance (Kynos Sport und Spiel)(*)
  • Beate Lambrecht, Linda Erdl
  • Herausgeber: Kynos
  • Auflage Nr. 1 (11.06.2008)
  • Gebundene Ausgabe: 152 Seiten

Letzte Aktualisierung am 21.10.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Bildcredits: Titelbild, Bild1, Bild2

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Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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