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Ein Welpe kommt – der Tag des Einzugs

Nach wochenlangem Warten ist es endlich so weit, der Tag, an dem der Welpe einzieht, ist da. Die Aufregung ist groß, die Vorfreude auf die nächste Zeit noch größer. Und hier und da melden sich auch leise Zweifel, ob man dem Hund und all seinen Bedürfnissen gerecht werden kann. Das alles ist ganz normal und hat sich die erste Aufregung auf allen Seiten gelegt, ergibt sich der Rest meist wie von selbst. Damit der Welpe von Anfang an einen guten Start in seine neue Familie bekommt und den Trennungsschmerz von Mutter und Geschwistern gut weg steckt, kann man auch beim Tag des Einzugs eine Menge Gutes für ihn tun.

Der Einzug des Welpen ist ein großes Ereignis für alle. Meist ist man die Tage zuvor schon recht nervös, geht noch mal alles durch, schaut ob alles wichtige besorgt ist und überlegt, ob man vielleicht nicht doch noch ein weiteres Halsband, Körbchen, Spielzeug oder ähnliches braucht – könnte ja sein, dass das schon gekaufte dem Hund nicht gefällt. Versuche, Dich von dieser Nervosität frei zu machen. Ist die Grundausstattung vorhanden, wird es dem Welpen an nichts fehlen – und wenn doch, kannst Du es in den nächsten Tagen noch immer einkaufen.

Der Welpe braucht nicht viel

Ein Welpe braucht am Anfang nicht 10 verschiedene SpielzeugeMach Dir bewusst, dass so ein kleiner Wurm, der bald bei Dir lebt, nicht viel braucht. Futter, Trinken, ein kuscheliges Schlafplätzchen – das ist in den ersten Tagen das wichtigste. Alles andere kann man improvisieren, nachkaufen usw. Viel wichtiger als alles Spielzeug ist für den Welpen, dass er seine Familie und sein neues Zuhause in Ruhe kennen lernt, erstes Vertrauen aufbauen und sich sicher fühlen kann. All das kannst Du ihm ermöglichen, aber nicht in irgendeinem Tiergeschäft kaufen.

Bietet man dem Welpen gleich beim Einzug das volle Programm an Spielzeug und Kuscheltieren an, probiert verschiedene Halsbänder, Geschirre und Leinen durch, verwirrt man ihn sogar mehr, als das man ihm hilft. All die neuen Reize sind dann schnell zu viel für so ein kleines Wesen und es wird Schwierigkeiten haben, zur Ruhe zu kommen und die neue Umgebung für sich zu verarbeiten. Also mach Dir um die Ausrüstung keine Gedanken – Du wirst später noch genug Geld dafür ausgeben können 😉

Den Welpen abholen

Wenn der Welpe einzieht, ist es von Vorteil, die Abholung ein wenig zu planen. Ist die Anfahrt kurz, wird einfach ein Zeitpunkt verabredet und es gestaltet sich alles ganz leicht. Musst Du allerdings lange fahren, dann überlege gut, welches der richtige Zeitpunkt für die Abholung ist. Bei mehr als drei Stunden Fahrtzeit ist es zu überlegen, ob Du nicht sogar einen Tag vorher anreist, die Nacht im Hotel verbringst und den Welpen dann am Vormittag holst. So hast Du trotz Heimfahrt noch ein paar Stunden mit Deinem Welpen zu Hause, bevor Schlafenszeit angesagt ist. Diese Zeit wird Deinem Hund helfen, sein neues Zuhause in Ruhe kennen zu lernen und sich an die neue Situation zu gewöhnen.

Eine Transportbox bietet viele Vorteile für WelpenÜberlege Dir auch vorher, wie der Transport aussehen soll. Besonders gut eigenen sich Transport-Boxen/-Körbe, die weich gepolstert sind (Decke, Kissen – hier geht vieles). Wenn es möglich ist, hol den Welpen gemeinsam mit einer zweiten Person ab. So kannst Du auf der Rückfahrt gemeinsam mit dem Welpen hinten sitzen. Wenn die Transport-Box dann noch oben eine Öffnung hat, kannst Du den Welpen während der Fahrt auch streicheln, ihm somit ein wenig Angst nehmen und zeigen, dass er nicht allein ist.

Hast Du kein Auto zur Verfügung und fährst mit dem Zug, ist auch hier die Transport-Box die richtige Wahl. Beachte beim Zugfahren allerdings auch, dass Du nicht mal schnell anhalten kannst, damit der Welpe sich lösen kann. Eine Rolle Küchenpapier sollte also auch mit dabei sein, um kleine Unfälle schnell ungeschehen machen zu können.

Der Welpe kommt im neuen Zuhause an

Es ist geschafft, die Fahrt ist vorbei und endlich steht man mit dem Welpen vor der eigenen Haustür. Wie geht es jetzt am besten weiter? Da der Welpe bestimmt während der Fahrt geschlafen hat, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, ihm ein Plätzchen zum Lösen anzubieten. Dazu eignet sich alles, was ruhig und abgelegen ist und wo der Welpe nicht gestört wird. Die neue Umgebung wird im Angst genug machen – jede zusätzliche Ablenkung wird es beinahe unmöglich machen, das Nötige zu verrichten.

Durch die Aufregung dauert es oftmals einige Zeit, bis der Welpe sich lösen kann. Gib ihm diese Zeit und bleib ganz ruhig. Halte Dich ein wenig zurück, lass den Kleinen die Umgebung erkunden und schnüffeln. Irgendwann wird er ruhig genug sein, sein Geschäftchen zu verrichten und dann kannst Du ihn ausgiebig dafür loben und endlich mit ihm über die Schwelle ins neue Zuhause treten.

Der Welpe sollte sein neues Zuhause Stück für Stück erkundenDamit auch hier die Reizüberflutung nicht zu groß ist, lass ihn nicht gleich die ganze Wohnung bzw. das ganze Haus auf einmal erkunden. Nimm ihn mit in einen Raum, z. B. das Wohnzimmer und schließ die Türe. Stelle Wasser für den Welpen bereit und lass ihn nun ganz in Ruhe ankommen. Je nach Temperament wird der Welpe entweder draufgängerisch den Raum untersuchen und gleich mal schauen, was sich alles zum Spielen eignet – oder aber er wird sich eine Ecke suchen, sich klein machen und winseln. Beim Draufgänger hast Du es eigentlich ganz einfach: Lass ihn erst einmal seiner Wege gehen, beobachte ihn dabei, damit er nichts anstellt und warte, bis er wieder zu Dir kommt. Beim eher ängstlichen Hund bist Du jetzt allerdings gefragt. Geh zu ihm, rede beruhigend auf ihn ein und streichle ihn. Er wird schon bald merken, dass die neue Umgebung keine Gefahr für ihn ist und sich etwas entspannen.

So kann der Welpe nach und nach das ganze neue Zuhause erkunden – bei einigen kann das an einem Tag geschehen, andere brauchen erst mehr Sicherheit und somit auch mehrere Tage, um all die neuen Reize zu verarbeiten. Deshalb achte bitte auch darauf, dass nicht gleich alle Verwandten und Bekannten zu Besuch kommen, um den Hund kennen zu lernen. So viel Trubel auf einmal ist einfach zu viel und Du tust dem Hund damit keinen Gefallen.

Die erste Nacht im neuen Zuhause

Wenn bisher alles gut gelaufen ist, kann die erste Nacht Dich auf die Probe stellen. Der Welpe wird bisher alle Nächte bei seinem Rudel verbracht haben, zusammengekuschelt mit Mama und Geschwistern. In einer neuen Umgebung allein zu schlafen, wird ihm sehr schwer fallen. Aber auch hier kann man vieles tun, um es dem Kleinen einfacher zu machen. Geh direkt vor dem Schlafen noch einmal mit ihm raus zum Lösen und richte ihm dann den Schlafplatz her.

Hier kann wieder die Box von der Autofahrt ins Spiel kommen. Sie kennt er schon, der Geruch ist ihm vertraut und wenn sie mit Decken etc. ausgestattet ist, ist es auch schön kuschelig für den Welpen. Auch wenn der Hund vielleicht später nicht im Schlafzimmer schlafen soll, so ist es doch in der ersten Zeit wichtig ihm zu zeigen, dass er nicht allein ist. Die Box sollte also nah am Bett aufgestellt werden und wenn man sie oben öffnen kann, ist es umso besser. Wimmert der Hund, kann man dann mal schnell die Hand rein halten und ihn beruhigen.

So übersteht der Welpe die erste Nacht gutWichtig ist, dass man hört, wenn der Welpe sich meldet. Er wird die Nacht sicherlich noch nicht komplett durchschlafen und zwischendurch mal raus müssen. Da Hunde ihr „Nest“ nicht gern beschmutzen, wird er das sicherlich auch anzeigen. Dann heißt es schnell sein, die Klamotten überwerfen und raus mit ihm. So wird die erste Nacht sicherlich sehr kurz, aber das gehört einfach dazu.

Mit jedem neuen Tag wird das Zusammenleben einfacher werden und der Hund gewinnt Vertrauen. In der nächsten Zeit wird es viele tolle Situationen geben und Du wirst auch manchmal kurz davor sein, zu verzweifeln. Aber all das ist ganz normal, gehört dazu und wir werden hier im Magazin noch einige Artikel veröffentlichen, die all die kleinen und großen Probleme und Freuden im Zusammenleben mit Welpen beschreiben.

Wie war es bei Dir, als der Welpe eingezogen ist? Schreib uns Deine Geschichte in den Kommentaren!

Ein Welpe kommt ins Haus(*)
  • Brigitte Harries, Renate Jones
  • Herausgeber: Franckh Kosmos Verlag
  • Auflage Nr. 1 (14.12.2011)
  • Gebundene Ausgabe: 144 Seiten

Letzte Aktualisierung am 20.06.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Bildcredits: Titelbild von haidi2002, Bild1 von Didgeman, Bild2 von 825545, Bild3 von BarnImages, Bild4 von jorgejimenez

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Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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