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Einen Hund aus dem Tierheim holen? Gute Idee!

Einen Hund aus dem Tierheim holen ist für viele, die sich einen vierbeinigen Begleiter wünschen, ein schwieriges Thema. Hunde aus dem Tierheim haben schließlich eine Vergangenheit, die leider nicht immer positiv ist. Davor schrecken viele zurück, haben Angst, einem Hund mit negativer Vergangenheit nicht gerecht werden zu können. Und wenn man einem Hund ein Zuhause gibt, möchte man ja schließlich auch, dass alles gut passt. Aber sollte man deshalb einen Hund aus dem Tierheim gleich ausschließen?

Ich weiß noch genau, wie wir vor etwas über fünf Jahren den Entschluss trafen, mit einem Hund unsere kleine Familie zu vervollständigen. Einer der ersten Fragen war natürlich: Wo soll der Hund herkommen? Wir informierten uns über Tierheime in unserer Nähe, recherchierten im Internet und wurden von den Informationen schier erschlagen. Auch im Freundes- und Bekanntenkreis fragten wir nach Erfahrungen und schlussendlich entschieden wir uns gegen einen Hund aus dem Tierheim. Warum? Die „Horrorgeschichten“, die wir lasen und hörten, schreckten uns ab. Heute ist für uns jedoch klar: Wenn irgendwann ein anderer Hund bei uns einzieht, wird er aus dem Tierschutz kommen.

Ein Hund aus dem Tierheim ist keine tickende Bombe

Ein Hund aus dem TIerheim muss nicht problembehaftet seinLiest man in verschiedenen Hundeforen über Erfahrungen mit einem Hund aus dem Tierheim, kann einem Angst und Bange werden. Man liest von Hunden, die plötzlich beißen, absolut nicht sozialisiert sind und dafür sorgen, dass das Zusammenleben alles andere als harmonisch ist. Man liest von Tierheimen, die sich schon beinahe weigern einen Hund zu vermitteln, nur weil man vielleicht keinen großen Garten hat oder der Hund hin und wieder mal eine Stunde allein bleiben sollte. Kurz gesagt: Man liest viel Negatives und gerade wenn man noch keine Erfahrung mit Hunden hat, lässt man sich davon sehr schnell abschrecken.

Aber ist es wirklich so schlimm? Nein! Und das stellt man wiederum schnell fest, wenn man den Kontakt zu Tierheimen oder Tierschutzorganisationen sucht. Diese freuen sich nämlich wirklich, wenn ein Hund ein gutes Zuhause findet und unterstützen auch gern dabei, den richtigen Hund zu finden. Natürlich, Ausnahmen bestätigen immer die Regel, aber man sollte sich davon nicht verunsichern lassen. Denn jeder Hund aus dem Tierheim hat eine Chance verdient und ein Leben bei Menschen, die ihn lieben und beschützen. Auch sind längst nicht alle Hunde aus dem Tierheim traumatisiert, viele haben aus ganz anderen Gründen ihr Zuhause verloren, sind gut erzogen und sozialisiert.

Tierheime sind keine Endstation

Noch immer ist die Meinung verbreitet, das Tierheime eine Art Endstation für Tiere sind. Dort landen all jene Hunde, die nicht mehr vermittelbar sind, schwerwiegende Probleme haben und/oder krank und alt sind. Es ist Zeit, dieses Bild ein für alle Mal aus den Köpfen der Menschen aus zu radieren, denn das genaue Gegenteil ist der Fall. Moderne Tierheime versuchen im Rahmen ihrer finanziellen und personellen Möglichkeiten, für jeden Hund ein gutes Zuhause zu finden und dementsprechend auch mit ihm an eventuell bestehenden Problemen zu arbeiten bzw. Problem-Hunde nur in erfahrene Hände zu geben. Fakt ist jedoch, dass nur wenige Hunde aus dem Tierheim wirklich so problembehaftet sind, wie häufig angenommen wird.

Ein Hund aus dem Tierheim ist oft aus Familien abgegeben wurdenDie meisten Tiere landen im Tierheim, weil die Besitzer sich einfach ihrer Verantwortung entziehen. Lebensumstände ändern sich und plötzlich ist der Familienhund einfach „zu viel“ und es ist keine Zeit mehr da, sich um ihn zu kümmern. Im besten Fall wird er direkt im Tierheim abgegeben, im schlimmsten Fall wird er ausgesetzt und landet somit über Umwege im Tierheim. Auch Hunde aus illegalen Transporten, die aufgedeckt wurden, landen in Tierheimen und warten dort auf eine Chance für ein besseres Leben – hier sind es vor allem Welpen. Für diese Hunde sollte kein Tierheim die Endstation bedeuten, sondern viel mehr eine Zwischenstation, bevor sie das Leben führen können, das sie verdienen.

Wie läuft die Vermittlung von einem Hund aus dem Tierheim?

Möchte man einem Hund ein Zuhause schenken, ist der Gang zu einem Tierheim also ein guter Weg. Egal, ob man einen Welpen oder lieber einen erwachsenen Hund aufnehmen möchte – im Tierheim warten eine Menge Traumhunde auf ein neues Zuhause. Auf den Websites der verschiedenen Tierheime kann man sich häufig schon vorab informieren, welche Hunde zur Vermittlung stehen und erfährt dort in Steckbriefen auch oft schon, ob und wenn ja welche Probleme bei dem Hund bestehen. Auch sind meist Informationen einzusehen, wie eine Vermittlung genau abläuft und wann man die Hunde im Tierheim besuchen kann.

Ein Hund aus dem Tierheim kann ein toller Familienhund seinEin gutes Tierheim wird von Anfang an das Gespräch mit den Interessenten suchen und herausfinden wollen, wie der Alltag aussieht, was man sich von seinem tierischen Begleiter wünscht und ob schon Hunde-Erfahrung vorhanden ist, oder nicht. Auf Basis dieser Informationen lässt sich leichter heraus finden, welcher zu vermittelnde Hund zu den Menschen passt. So kann der Grundstein für ein Dreamteam gebildet werden. Vor dem Gespräch mit dem Tierheim sollte man keine Angst haben und man sollte auf jeden Fall auch ehrlich sein, denn nur so kann eine gute Vermittlung funktionieren.

Nach dem Gespräch besteht dann meist die Möglichkeit, die in Frage kommenden Hunde kennen zu lernen. Oftmals sind mehrere Treffen und gemeinsame Spaziergänge erwünscht, um festzustellen, ob die Chemie zwischen Hund und Mensch auch stimmt. Diese Zeit, die sich über mehrere Wochen erstrecken kann, sollte man als positiv ansehen. Sie gibt die Chance, eine Beziehung aufzubauen und den Hund kennen zu lernen. Auch wenn die Vorfreude auf das neue Familienmitglied groß ist und man es am liebsten sofort mitnehmen würde, ist jedes Treffen ein weiterer Schritt zu einer problemlosen Vermittlung.

Fazit:

Ein Hund aus dem Tierheim ist nicht unbedingt ein Problemhund. Vielmehr warten wirklich tausende, wirklich tolle Hunde auf ein neues Zuhause, die es einfach verdient haben, geliebt und behütet zu werden. Sie haben ihr vorheriges Zuhause aus unterschiedlichen Gründen verloren und das ohne Schuld. Selbst wenn ein Hund noch keine ausreichende Erziehung genossen hat, sollte das nicht gleich ein Ausschluss-Kriterium sein. Ein Besuch einer Hundeschule wirkt hier oft Wunder und mit etwas Geduld und Liebe kann viel erreicht werden. Ein Besuch im Tierheim ist also immer eine gute Wahl, wenn man auf der Suche nach einem treuen Begleiter ist.

Hast Du Deinen Hund aus dem Tierheim? Wie sind Deine Erfahrungen damit? Wir freuen uns über deinen Kommentar!

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Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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