Von der Drahtbürste bis zum Massagehandschuh - Fellpflege
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Von der Drahtbürste bis zum Massagehandschuh – Fellpflege ist vielseitig!

Die Fellpflege beim Hund ist wichtig – und alles andere als einfach. Diesen Eindruck gewinnt man zumindest, wenn man das vielfältige Angebot an Bürsten, Kämmen, Handschuhen und Striegeln betrachtet, das im Fachhandel angeboten wird. Da gibt es einfach Metallkämme und Drahtbürsten zum günstigen Preis und gleich nebenan Bürsten mit feinsten Borsten und Teakholzgriff zum fast schon unverschämten Preis. Doch wie viel Geld muss man für die Fellpflege beim Hund ausgeben und was wird wirklich benötigt?

Ich kann mich noch erinnern, als Devil bei uns einzog. In einem Forum für Besitzer von Cavalier King Charles Spaniel erkundigte ich mich über die Fellpflege, schließlich war mir klar, dass das beim Langhaarhund eine wichtige Aufgabe ist. In den nächsten Stunden las ich von speziellen Bürsten für Welpen, verschiedenen Kämmen für verschiedene Körperteile, Bürsten für die Unterwolle, die Staubentfernung und natürlich den besten Glanz im Fell und Striegeln bzw. Massagehandschuhen, die nicht nur abgestorbenes Fell entfernten, sondern auch für eine gute Durchblutung sorgen sollten. Mal eben grob überschlagen wäre ich gut 130 Euro nur für eine „Erstausstattung“ an Kämmen und Bürsten losgeworden. Ich liebe meinen Hund – aber das sah ich dann doch nicht ein.

Was ist zur Fellpflege notwendig?

Fellpflege kann besonders bei Langhaarhunden eine Herausforderung seinWir gingen dann also damals in den Fachhandel und ließen uns noch viel mehr verwirren. Schlussendlich schalteten wir die Ohren auf Durchzug, ließen die „Beratung“ über uns ergehen und gingen dann doch nur mit einer Bürste mit Naturhaarborsten aus dem Laden. Nicht besonders chic, nicht besonders teuer und nach unserer Meinung für den Anfang ausreichend. Und so war es dann auch. Mit der weichen Bürste konnten wir das noch kurze Welpenfell bestens säubern und konnten unseren kleinen Racker an die Fellpflege gewöhnen. Hätten wir alles gekauft, wozu man uns geraten hätte, wäre die Gewöhnung vielleicht nicht so einfach verlaufen. Mit dem längeren Fell kamen natürlich auch neue Anforderungen an die Fellpflege auf uns zu. Mit der Zeit erweiterte sich unser „Werkzeug“ – aber selbst nach fünf Jahren mit dem Langhaarzottel bewegt sich alles noch in einem vernünftigen Rahmen.

Geht es um die Fellpflege von Welpen, würde ich immer eine recht einfache, nicht zu harte Bürste empfehlen, mit der man den Hund langsam an das Bürsten gewöhnen kann. Verändert sich das Fell, sind auch andere Kämme und Bürsten von Nöten. Und für welche man sich da entscheidet, hängt natürlich immer von der Länge und Beschaffenheit des Fells ab. Und da kommen wir auch an den Punkt, wo es schwer wird, Empfehlungen abzugeben. Denn selbst wenn man versucht, die besten Kämme und Bürsten für bestimmte Rassen zu nennen, kann man schnell daneben liegen – denn auch dort gibt es immer Ausnahmen und Unterschiede.

Deshalb habe ich beschlossen, einfach mal die beliebtesten Arten von Kämmen, Bürsten, Striegeln usw. heraus gesucht. Was dann tatsächlich für den Hund benötigt wird, das weiß sein Mensch am Besten!

Metallkamm

Einfach Metallkämme, meist für wenige Euros zu bekommen, sind gut für die Grundausstattung. Vor allem bei längerem und lockigem Fell leisten sie gute Dienste, helfen beim Entwirren von Knoten und kleinen Verfilzungen und sind somit vielseitig einsetzbar. Wir möchten diesen Kamm nicht mehr missen.

Entfilzungskamm

Es gibt zur Entfernung von Verfilzungen auch spezielle Kämme, die es einfacher machen sollen. Wir haben ehrlich gesagt noch keinen davon ausprobiert – der Metallkamm hat bisher immer gereicht und da wir sehr regelmäßig kämmen, gibt es selten große Verfilzungen.

Floh-/ Staubkamm

Felllpflege ist auch bei Ungezieferbefall sehr wichtigWieder etwas, das in die Grundausstattung gehört. Unsere Hunde können sich schnell irgendwelches Ungeziefer einfangen und glaubt mir, wenn ihr bei eurem Hund Flöhe vermutet, seid ihr sicher froh, wenn ihr es schnell mit einem entsprechenden Kamm prüfen könnt. Allein der Gedanke an das Krabbelgetier löst nämlich schon Juckreiz aus 😉

Entwirrungskamm

Den Entwirrungskamm könnte man auf den ersten Blick schnell mit einem herkömmlichen Kamm verwechseln – er ist allerdings mit rotierenden Zinken ausgestattet, die es einfach machen sollen, durch feines, leicht knotenbildenes Fell zu kommen. Dieser Kamm wird für langhaarige Hunde empfohlen, wir haben ihn jedoch auch noch nie ausprobiert. Der einfache Metallkamm hat auch hier immer geholfen.

Furminator/Coat-King etc.

Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie man diese Kämme bezeichnen soll, deshalb nenne ich jetzt einfach mal die Markennamen. Und ich kann jedem nur raten, sich solch einen Kamm zuzulegen, ganz egal, wie das Fell beschaffen ist. Die Kämme nehmen sich vor allem der Unterwolle an und holen so einiges aus dem Fell heraus. Auch beim Fellwechsel liefern sie gute Dienste und selbst Kletten lassen sich leicht damit entfernen. Diese Kämme werden meist für kurz- und langhaarige Hunde angeboten. Für uns war der Furminator übrigens die teuerste Bürste (wenn auch im Angebot erstanden), der Kauf hat sich jedoch definitiv gelohnt.

Drahtbürsten

Drahtbürsten gibt es in verschiedenen Ausführungen. Mal kommen sie „pur“ und mal mit Gumminoppen auf den Spitzen daher und es gibt auch welche, die doppelseitig sind und auf der Rückseite Synthetikborsten bieten. Bei langhaarigen Hunden sollen Drahtbürsten viel Schmutz und Staub aus dem Fell holen und ein tolles Volumen verleihen. Bei kurzhaarigen Hunden bieten sich die Drahtbürsten mit Gumminoppen an, um neben dem Bürsten gleich noch die Haut durch die Massage zu durchbluten. Wir haben Drahtbürsten noch nicht ausprobiert, ich selbst finde sie recht grob und kann mich nicht dafür begeistern.

Zupfbürsten

Zupfbürsten machen ihrem Namen alle Ehre und holen lose Haare und auch jede Menge Staub und Schmutz aus dem Hundefell heraus. Mir geht es hier ähnlich wie bei der Drahtbürste: Ich finde sie sehr grob und hab sie daher noch nicht ausprobiert.

Bürsten helfen dabei, an die Fellpflege zu gewöhnenHerkömmliche Hundebürsten

Hundebürsten mit Synthetik- oder auch Naturborsten sind wohl am weitesten verbreitet. Sie eigenen sich für so gut wie jede Fellart und sind universell einsetzbar. Wie ich oben schon erwähnte, nahmen wir sie vor allem zur Gewöhnung an das Pflegeritual, da es für den Hund einfach angenehm ist, sich mit der weichen Bürste pflegen zu lassen. Allerdings glaube ich nicht, dass wir bei Devils momentanen Fell viel mit einer solchen Bürste ausrichten könnten. Bei Kurzhaar-Hunden sieht das aber schon wieder ganz anders aus.

Striegel

Striegel sind ja vor allem von Pferden bekannt, aber es gibt sie auch für Hunde. Einige sind mit weicheren Gumminoppen versehen, andere Noppen sind härter und aus Plastik. So ein Striegel hat vor allem eine Massagewirkung und sorgt dafür, dass die Haut gut durchblutet wird. Das ist natürlich wiederum positiv fürs Fell. Wir haben einen Striegel mit harten Borsten und Devil schaut uns verliebt an und streckt uns sein Bäuchlein entgegen, sobald wir ihn zur Hand nehmen.

Massagehandschuhe

Massagehandschuhe funktionieren ähnlich wie die Striegel, lassen sich halt nur richtig anziehen. Wir haben so einen mal ausprobiert, ich fand ihn jedoch unbequem und Devil war er auch nicht ganz geheuer. Aber das ist sicherlich Geschmackssache.

Pflege kann, muss aber nicht aufwendig sein

Wir haben hier wahrscheinlich nur eine kleine Anzahl an der großen Auswahl von Hundebürsten und -kämmen aufgeführt. Von dem Blick in verschiedene Shops wissen wir, dass der Markt da noch einiges mehr bietet. Und das man eine Menge Geld dafür loswerden kann. Was man dann wirklich braucht, was unsinnig ist und was ein „nice to have“ ist, muss man selbst heraus finden. Meist benötigt man aber wirklich nicht viel, um den Hund gut zu pflegen. Wie so oft können die einfachsten Dinge die größte Wirkung haben und ganz nebenbei die Geldbörse schonen.

Welche Kämme und Bürsten verwendest Du für Deinen Hund? Schreib uns in die Kommentare, welche Erfahrungen Du gemacht hast.

Kastration und Verhalten beim Hund(*)
  • Udo Gansloßer, Sophie Strodtbeck
  • Herausgeber: Müller Rüschlikon
  • Auflage Nr. 3 (25.04.2015)
  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten

Letzte Aktualisierung am 9.08.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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2 Kommentare

  1. Hallo! Wir haben für Nelly,ein kleiner Chiuhiuaua den Furminator gekauft und sind damit sehr zufrieden.Das Teil ist zwar etwas teuer,aber erfüllt seinen Zweck voll und ganz. Auch für meine 4 Katzen habe ich den Furminator gekauft und würde ihn nicht mehr hergeben.Was da an „Wolle“ beim bürsten herausgeht,das bekommt man mit keiner anderen Bürste heraus.Kann man nur jeden Hunde..und auch Katzenbesitzer empfehlen.Also ich kenne momentan keine bessere „Lösung“ gegen lästige Tierhaare. Fazit: Erfüllt die Bürste seinen Zweck….. dann ist beim Tier das Haarkleid weg. Lg und spätestens beim 1000 Tierhaar auf der Couch das zählen aufhören. Monika

    • Ja, und Nelly hat so ein schönes und weiches Fell! Sie sorgt ja auch immer dafür, dass wir das durch ausgiebiges Streicheln auch mitbekommen 🙂
      Auch bei Devil leistet der Furminator sehr gute Dienste, bei seinen Ohren möchte ich allerdings auf den einfachen Metallkamm auch nicht verzichten.

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