Breaking News
Home / Gesundheit / Flöhe beim Hund – was nun?

Flöhe beim Hund – was nun?

Es gibt nur wenig, was ich in Bezug auf Unappetitliches rund um den Hund so richtig schlimm finde. Ich mache Erbrochenes klaglos weg und auch wenn es Probleme mit dem Darm gibt, verrichte ich klaglos die notwendigen Arbeiten. Geht es aber ums Thema Flöhe, schaudert es mich allein beim Gedanken daran. Diese kleinen fiesen Krabbeltiere finde ich wirklich richtig schlimm und wenn ich daran denke, wie sie über das Hundefell springen und hier und da ein bisschen herum beißen, juckt es mich gleich auch überall.

Bisher hatten wir echt Glück, was die Flöhe betrifft. In fast sieben Jahren mit unserem Kleinen hatten wir sie einmal und da war dann der Spuk auch innerhalb von ein paar Tagen vorbei. Das ist aber wohl eher eine Ausnahme, wenn ich Erzählungen anderer Hundehalter glauben darf. Die hatten mitunter öfter das Vergnügen und dann auch ihre liebe Mühe damit, die ungebetenen Gäste wieder vom Hund zu bekommen. Ohne Chemie-Bomben ging es meist überhaupt nicht und selbst dann hat es teilweise noch mehrere Wochen gedauert.

Wie erkennt man Flöhe beim Hund

Flöhe beim HundFlöhe zu erkennen, ist mitunter gar nicht mal so einfach. Gerade wenn erst einige wenige Exemplare auf dem Fell unterwegs sind, ist es beinahe unmöglich, sie zu finden – außer der Zufall hilft. Bei Hunden mit kurzem Fell sieht man sie dann vielleicht noch mal über den Rücken hüpfen. Ist das Fell jedoch lang und vielleicht auch noch mal dunkel, fällt so ein kleiner Hüpfer kaum auf. Dann ist es meist das Kratzen des Hundes, das uns darauf hinweist, das irgendetwas nicht stimmt. Das Kratzen findet dann an unterschiedlichen Körperstellen statt und manchmal springt der Hund selbst aus dem Schlaf unvermittelt auf und kratzt drauf los. Das ist dann der richtige Moment, um mal genauer zu schauen.

Wirklich Gewissheit über einen Flohbefall erhält man dann, wenn man den Hund mit einem feinen (Floh-)Kamm gründlich kämmt und am besten Küchenpapier unter ihm auslegt. Sieht man nach dem Kämmen im Kamm selbst erste Flöhe, ist der Fall natürlich klar. Doch nicht immer erwischt man sie und dann kommt das Küchenpapier ins Spiel. Dort sind dann beim Flohbefall überall schwarze Krümel (Flohkot) zu sehen. Macht man das Papier etwas feucht und zerreibt die Krümel, werden hinterlassen sie meist rote Spuren auf dem Küchenpapier – und das spricht auch auf jeden Fall für Flöhe. Ab diesem Zeitpunkt beginnt dann die Arbeit!

Wie bekämpft man Flöhe beim Hund?

Flöhe beim HundIst klar, dass der Hund Flöhe hat, sollte keine weitere Zeit verloren werden. Keiner wird sich wohl bei dem Gedanken fühlen, dass die Parasiten fröhlich auf dem Hund herum tanzen, während er neben uns auf dem Sofa oder Bett liegt. Und genauso schlimm ist es mit anzusehen, wenn der Hund sich ständig kratzen muss. Was kann man also tun? Obwohl ich sonst auch kein Freund davon bin, den Hund gleich mit Chemie zu versorgen, kenne ich bei Flöhen keinen Spaß. Meiner Meinung nach hilft hier nur ein Flohmittel (Spot-on), das am besten vom Tierarzt stammt und aggressiv gegen die Flöhe vorgeht. Dazu dann gleich noch ein Bad mit Floh-Shampoo – damit sollte schon mal der erste Schwung an unliebsamen Mitbewohnern verschwunden sein.

Und dann ist natürlich gerade bei Langhaar-Hunden das Kämmen extrem wichtig. Ich glaube, wir haben Devil damals 3-4 Mal täglich gekämmt und immer mal wieder einzelne Flöhe erwischt. Eine Unterlage zum Erkennen des Floh-Kots hatten wir auch immer dabei. So konnten wir sehen, ob dieser mehr oder weniger wurde. Dementsprechend konnten wir mit den anderen Maßnahmen zur Flohbekämpfung fortfahren.

Flöhe außerhalb vom Hund bekämpfen

Flöhe beim HundDas Gemeine bei Flöhen ist, dass sie es sich nicht nur auf dem Hund bequem machen, sondern auch in der Umgebung. Und das heißt beim Flohbefall: putzen, putzen und nochmal putzen! Flöhe legen ihre Eier gern in alle Ritzen und Ecken, die sie finden können. Und auch Decken, Polster usw. sind oft davon befallen. Deshalb gilt: Alles, was in die Waschmaschine darf und auch passt, sollte so heiß wie möglich gewaschen werden. Dann muss der Boden gefegt, heiß gewischt (Dampfreiniger sind hier gut) und die Teppiche gesaugt werden. In den Beutel vom Staubsauger gibt man am besten auch noch Flohpulver, damit den Flöhen dort auch garantiert der Garaus gemacht wird. Und das Fegen, Wischen und Saugen sollte am besten täglich passieren, so lange noch die Gefahr besteht, dass Flöhe aus den Eier schlüpfen.

Problematischer wird es dann bei all den Dingen, die nicht mal so eben in die Waschmaschine passen. Hier bietet sich Floh-Umgebungsspray an, das überall im Tierhandel zu bekommen ist. Sofas und Sessel sollte auch täglich mit abgesaugt werden. Selbst wenn auf dem Hund selbst kein Floh mehr ist, sollte man das noch mindestens eine Woche so beibehalten, damit man auch wirklich alle Flöhe erwischt. Natürlich auch die, die frisch nachgeschlüpft sind. Wer einmal Flöhe hatte weiß, wie viel Arbeit das alles ist. Es lohnt sich aber spätestens dann, wenn die Flöhe schnell verschwinden. Ist man hier etwas nachlässiger, halten sie sich ja mitunter über Wochen und man darf im Endeffekt noch mehr und länger putzen. In ganz schlimmen Fällen kann auch ein Fogger eingesetzt werden. Der versprüht im ganzen Raum eine Chemikalie, die alle Flöhe abtöten soll – allerdings muss man dabei das Zuhause verlassen und es sollte danach über Stunden gut gelüftet werden.

Fazit

So ein Flohbefall ist alles andere als lustig – lässt sich aber nicht immer vermeiden. Wichtig ist nur, gleich nach dem Erkennen zu handeln und die Flöhe wirklich intensiv zu bekämpfen. Ansonsten wird das eine langwierige Geschichte, an der man verzweifeln kann!

Hatte Dein Hund schon mal Flöhe? Wie bist Du sie losgeworden?

Bildcredits: Titelbild, Bild 1, Bild 2, Bild 3

Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.

Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

Vielleicht interessiert Dich

Übergewicht bei Hunden

Übergewicht bei Hunden – ein wichtiges Thema

Gerade habe ich in einer Grafik über häufige Gründe für Krankheiten beim Hund gesehen, dass …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Newsletter

und verpasse kein wichtiges Update mehr von unserer Seite

Abonniere jetzt

Vielen Dank für Deine Anmeldung