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Genau so muss Hundeerziehung aussehen!

Dein Hund muss Bei Fuß gehen können und er muss auf eine Entfernung von mindestens zehn Meter absitzen, wenn Du ihm das Handzeichen dafür gibst. Und natürlich muss Dein Hund auch jeglichen äußeren Reizen widerstehen. Er muss sofort auf Dich hören, wenn Du ein Kommando (gleich welcher Art) auch nur im Ansatz aussprichst. Und Du musst vor allem eins: Dich nicht weiter von diesen Aussagen verunsichern lassen, sondern für Dich und Deinen Hund selbst hinausfinden, wie Hundeerziehung für euch am besten funktioniert und was für den Alltag notwendig ist oder auch nicht.

Gerade wenn der erste Hunde einzieht, sind wir Menschen aufgeregt und haben den festen Vorsatz, alles richtig zu machen. Wir träumen von einem tollen vierbeinigen Freund, der uns folgt ohne das wir auch nur etwas sagen müssen. Natürlich käme er auch nie auf die Idee, Jogger zu verbellen oder Hasen zu jagen. Um diese Vorstellung umzusetzen, wird vom ersten Tag an trainiert. Es geht zur Hundeschule und nebenbei werden noch die TV-Shows der Hundetrainer konsumiert und Bücher gelesen. Weitere Tipps zur Erziehung kommen dann von anderen Hundehaltern. Leider aber auch noch von Menschen, die noch nie einen Hund an der Leine hatten. Du kannst Dir vorstellen, wo das alles endet. Der Mensch ist überfordert und fühlt sich schnell wie der größte Versager in der Hundeerziehung, wenn nicht alles sofort klappt.

Es gibt nicht DIE richtige Hundeerziehung

HundeerziehungIch habe hier schon ab und an über unsere ersten Schritte in der Hundeerziehung geschrieben, die absolut schief gegangen sind. Wir haben uns für die falsche Hundeschule entschieden. Aus einem Welpen, der mit Freude gelernt hat, wurde dort ein Junghund gemacht, der seinen Menschen nicht mehr wirklich vertraute. Und das können wir ihm noch nicht mal übel nehmen. Wir haben auf die falschen Dinge gehört und ihm somit auch falsche Signale gegeben. In Folge probierten wir dann noch einige andere Hundeschulen und Trainer aus, arbeiteten uns durch Bücher und stellten ziemlich schnell fest: Es gibt keine richtige oder falsche Hundeerziehung. Vielmehr gibt es Methoden die funktionieren oder halt auch nicht. Das soll natürlich nicht heißen, dass wir es gutheißen, wenn Hunden bei der Erziehung Schmerzen zugefügt oder auf andere Weise geschadet wird. Das hat für uns nichts mit Hundeerziehung zu tun, sondern ist schlicht und einfach eine Misshandlung.

Gehen wir von der Hundeerziehung aus, die nach vielen verschiedenen Ansätzen gelehrt wird, zeigt sich doch gleich: Alles hat irgendwo seine Berechtigung, wenn es auf das richtige Mensch-Hund-Team trifft. Wir haben ziemlich schnell die Erfahrung gemacht, dass einige Dinge ganz toll bei Hunden funktionieren – nur halt nicht bei unserem. Dafür konnten wir unserer kleinen Knalltüte Dinge auf eine Art und Weise beibringen, bei der jeder Trainer die Augenbraue misstrauisch anheben würde. Und nicht selten haben wir auch dementsprechende Kommentare dafür bekommen.

Hundeerziehung klappt dann, wenn sie den Zweck erfüllt

Jeder Hundebesitzer möchte, dass sein Hund einige grundlegende Dinge kann, damit man gemeinsam entspannt durch den Alltag gehen kann. So ist es beispielsweise gut, wenn der Rückruf funktioniert. Ohne den kann der Hund nicht bedenkenlos von der Leine gelassen werden. Und wenn andere Dinge wie Sitz oder vielleicht auch Bleib gut funktionieren, ist das sicher auch in vielen Situationen hilfreich. Was aber für Dich eine gute Hundeerziehung beinhaltet, kannst nur Du selbst bestimmen. Denn Du bestreitest ja auch den Alltag mit dem Hund. Und genauso kannst nur Du selbst herausfinden oder wissen, wie Erziehung bei Euch funktioniert.

HundeerziehungHunde haben verschiedene Möglichkeiten, Dinge zu lernen. Darauf sind wir auch schon mal in einem Artikel eingegangen. Und natürlich haben sie auch ihre eigene Geschwindigkeit, wenn es um das Lernen geht. Das ist auch gut mit uns Menschen vergleichbar. Der eine lernt beim Zuschauen oder vom Zuhören, der andere muss es selbst ausprobieren und wieder ein anderer braucht vielleicht eine schriftliche Anleitung oder ähnliches. Und einiges lernen wir schnell, weil es uns einfach liegt. Bei anderem brauchen wir dafür länger. So ist es auch bei unseren Vierbeinern.

Wichtig ist also bei der Hundeerziehung vor allem das Du erkennst, wie Dein Hund am besten und mit Freude lernt und es in seinem Tempo geschehen lässt. Dann stimmen hinterher auch die Ergebnisse. Und Du kannst Dir sicher sein, dass Dein Hund nicht nur Deine Kommandos befolgt, weil er Angst vor Bestrafung hat. Ziel ist es immer, dass der Hund blind darauf vertraut, dass es schon seine Richtigkeit hat, wenn Du von ihm gerade etwas verlangst. Und führt er das dann auch gern aus, weil das Lernen an sich schon Spaß gemacht hat und somit das Kommando mit vielen positiven Emotionen verknüpft ist, wird sich garantiert auch kein Problem damit einstellen.

Mach Dich locker

HundeerziehungAber was ist jetzt mit den ganzen Dingen, die andere für unabdingbar bei der Hundeerziehung halten? Solltest Du das alles befolgen oder lieber auf Durchzug schalten? Gar nicht richtig zuhören? Wir selbst haben uns für den Mittelweg entschieden. Noch immer konsumieren wir Bücher zur Hundeerziehung. Wir schalten hin und wieder entsprechende TV-Shows ein oder sprechen mit anderen Hundehaltern oder auch Trainern über das Thema. Aber wir sehen schon lange nicht mehr alles als wichtig oder ein Muss an. Vielmehr finden wir es interessant, die verschiedenen Ansätze und Meinungen kennenzulernen. Dann picken wir das heraus, was für uns sinnvoll und richtig erscheint. Und das probieren wir dann auch gern aus.

So hat sich mit der Zeit ein bunter Mix aus Erziehungsmethoden und -theorien bei uns zusammengefunden. Nicht immer sind die Ergebnisse perfekt. Aber immer lernen wir und auch der Hund etwas daraus. Und immer wissen wir: Je entspannter wir auch mit Misserfolgen umgehen, desto besser läuft es insgesamt. Denn diese entspannte Haltung überträgt sich natürlich auch auf den Hund und fördert ein gutes Lernklima. Und vor allem wissen wir heute auch eins: Hunde müssen nicht alles können!

Wie gehst Du mit dem Thema Hundeerziehung um? Gab es Zeiten, in denen es Dir Stress bereitet hat?

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  • Patricia B. McConnell
  • Herausgeber: Kynos
  • Auflage Nr. 9 (11.04.2008)
  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten

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Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.

Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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