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Grenzen setzen ist nicht böse!

„Das ist aber gemein! Warum darf Dein Hund das nicht?“ – Hast Du das auch schon des öfteren zu hören bekommen? Dann bist Du wahrscheinlich ein Mensch, der seinem Hund nicht alles durchgehen lässt. Du hast Dich dazu entschlossen, Deinem Hund Grenzen zu setzen. Das versteht aber nicht jeder. In den Augen anderer ist es schnell böse und gemein, wenn der Hund etwas nicht darf und dann soll man schließlich nicht so hart sein oder mal ein Auge zudrücken. Schließlich ist der Hund doch soooo lieb. Was aber wäre, wenn der Hund nur so lieb ist, eben weil er Grenzen gesetzt bekommt?

Wer hier schon länger mitliest, der weiß auch, dass wir ein nicht ganz einfaches Exemplar von Hund haben. Diese Tatsache gemischt mit schlechten Erfahrungen und Erziehungsfehlern von uns sorgt dafür, dass es immer mal wieder kleine Baustellen gibt, an denen wir arbeiten. Einige sind schnell vom Tisch, andere brauchen viel Geduld und Ausdauer. Bei all diesen Dingen, an denen wir arbeiten, ist uns eines wichtig: Der Hund soll so weit es möglich ist über positive Erfahrungen lernen. Aber wir wissen auch, dass wir nur allein mit Köpfchen tätscheln nicht weiter kommen. Die besten Ergebnisse erzielen wir dann, wenn wir auch abseits des Trainings feste Regeln etablieren und diese durchsetzen. Dann läuft es in allen Bereichen besser.

Warum Grenzen wichtig sind

Grenzen setzenEigentlich sollte man Hunde nicht mit Menschen vergleichen, aber wenn es um das Setzen von Grenzen geht, passt das meiner Meinung nach doch recht gut. Stell Dir einfach mal vor, wie das Leben in einer Welt ohne Regeln, Gesetze und Verbote wäre. Jeder könnte machen was er wollte und würde für die Sachen, die positiv sind, gelobt werden. Alles andere wird dann einfach stillschweigend akzeptiert. Ich glaube, das wäre ein ziemliches Chaos. Auch ein gutes Beispiel sind Kinder. Jeder hat bestimmt schon Kinder erlebt, denen keine Grenzen aufgezeigt werden. Nicht selten sind sie dann schon in jungen Jahren ziemlich fies unterwegs und nicht gerade umgänglich. Und genauso sehe ich die Problematik auch bei Hunden.

Möchte ich mit meinem Hund gemeinsam durchs Leben gehen, müssen wir uns beide alltagstauglich benehmen. Wir müssen gewisse Grundregeln einhalten, dann gibt es auch keine oder nur wenige Probleme. Das ist also schon der erste Punkt, an dem ich meinem Hund Grenzen setzen muss. Das äußert sich dann darin, dass ich ihm vielleicht einmal leise und in freundlichem Ton verbiete, an Menschen hochzuspringen. Beim zweiten Mal bin ich dann schon deutlicher, schärfer im Ton und mache unmissverständlich klar: „So nicht!“ Doch auch abseits solcher Alltagssituationen haben wir Grenzen gesetzt. Und ich gebe zu, dass einige davon eigentlich gar nicht sein müssten – aber unser Hund funktioniert besser, wenn er sich in einem gewissen Rahmen bewegt. Wenn er weiß, dass er nicht tun kann, was er will und wir auch mal deutlich Nein sagen, scheint er einfach mehr Sicherheit zu verspüren. Er muss dann nicht so viel darüber nachdenken, was gut oder nicht gut ist.

Ist es böse, den Hund zu maßregeln?

Grenzen setzenWir haben im Laufe der Zeit so einige Regeln aufgestellt und Grenzen gesetzt. Einige davon sogar nur, damit es Grenzen gibt! Wir stellen also Regeln auf (ins Körbchen, während wir essen oder aus der Küche heraus bleiben), nur damit es Regeln gibt. Und manchmal bekommen natürlich auch andere diese Regeln und Grenzen mit und finden sie total unnötig. Womit sie ja teilweise auch Recht haben. Und bekommt der Hund dann eine Ansage, wenn er die Grenzen nicht akzeptiert, sind wir schnell mal böse. Aber ganz ehrlich? Damit können wir hervorragend leben! Denn diese Regeln und das Maßregeln in unsinnigen Situationen unterstützt die Arbeit an Baustellen in anderen Bereichen. Der Hund kann uns dann einfach viel besser einschätzen, weiß, wie weit er gehen kann. Und er weiß auch, das wir konsequent sind und uns nicht auf der Nase herumtanzen lassen.

Maßregeln heißt jedoch nicht, dass man sehr laut werden muss oder mit Hilfsmitten wie Rappeldose arbeitet. Und natürlich ist Gewalt am Tier ein absolutes NoGo. Schon allein eine veränderte Körperhaltung oder eine energische Stimme reichen aus, um dem Hund seine Grenzen aufzuzeigen. Und damit tut man dem Hund sicher nichts Schlimmes an.

Wie läuft das bei Dir? Setzt Du Deinem Hund Grenzen? Wir freuen uns auf Deine Erfahrungen in den Kommentaren.

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Bildcredits: Titelbild, Bild 1, Bild 2

Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.

Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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