Havaneser: Der kluge und robuste Südländer - dogeridoo
Home / Rasselexikon - Hunde von A - Z / Havaneser: Der kluge und robuste Südländer

Havaneser: Der kluge und robuste Südländer

Kleine, süße und wuschelige Hunde waren und sind sehr beliebt. So auch der Havaneser. Die kleinen, pfiffigen Vierbeiner fühlen sich in einem Haus mit großem Garten ebenso wohl wie in einer Stadtwohnung und werden ihrem Ruf als Schoßhunde gern gerecht, denn sie kuscheln für ihr Leben gern und sind sehr anhänglich. Das heißt aber nicht, dass sie zu den Couch-Potatoes gehören. Im Gegenteil: Havaneser bewegen sich gern, lieben ausgiebiges Spielen und sind dazu noch ausgesprochen gelehrig. So hat man mit diesem kleinen Schoßhund eine Menge Spaß und auch gemeinsame Kuschelabenden auf dem Sofa steht nichts im Weg.

Havaneser sind die perfekten Familienhunde. Sie sind fröhlich, lassen sich leicht erziehen und lieben es, mit Kindern zu spielen. Sie passen sich ihrem Zuhause sehr gut an und schenkt man ihnen viel Aufmerksamkeit und Liebe, werden sie zu treuen Freunden für den Rest ihres Lebens. Aber auch für Senioren kann ein Havaneser ein treuer Begleiter sein. Hier kommt oft seine sanfte, verschmuste Seite besonders zum Vorschein und der Umstand, dass Senioren sehr viel Zeit mit ihrem Hund verbringen können, gefällt dem Havaneser sehr, denn für ihn gibt es nichts Schöneres, als immer bei seinem Menschen zu sein.

Die Herkunft der Havaneser ist nicht ganz geklärt

Havaneser sind kleine CharmeureGeht es um die Geschichte des Havanesers, hört man oft zwei verschiedene Geschichten. Eine der Geschichten erzählt von einem kleinen, wuscheligen Hund, der im Mittelmeerraum beheimatet war und mit spanischen Eroberern auf große Seereise ging und somit nach Kuba gelangte. Dort war der Hund schnell beliebt, wurde auch gleich nach der Hauptstadt Havanna benannt und entwickelte sich zu einer eigenständigen Rasse. Bei der anderen Geschichte spielt der Mittelmeerraum gar keine Rolle mehr, sondern als Herkunftsland wird ausschließlich Kuba angegeben.

Auf Kuba war der Havaneser im 18. und 19. Jahrhundert vor allem bei adligen und wohlhabenden Familien beliebt. Er wurde dort von den Damen des Hauses gern als Schoßhündchen gehalten und war – wie viele andere Kleinhunde auch – ein beliebtes Accessoire. Im 20. Jahrhundert wurde er als Familien- und Gesellschaftshunde immer beliebter und war auch außerhalb der reichen Familien anzutreffen. Heute ist der Havaneser in Kuba (aus teils politischen) Gründen so gut wie ausgestorben ist. Zum Glück hat er über die Zeit hinweg jedoch viele Freunde gewonnen und so gibt es heute auf der ganzen Welt Züchter, die dafür sorgen, dass der charmante und fröhliche Kleinhund auch weiterhin viele Menschen begeistern kann.

Das Wesen und Aussehen der Havaneser

Wie eingangs schon erwähnt, sind Havaneser einfache und unkomplizierte Hunde, die sich mit ihrer Fröhlichkeit und ihrem Charme ganz schnell einen Platz im Herzen ihrer Familie sichern. Sie wickeln mit ihrer Art einfach jeden um den Finger, sind dabei aber leicht zu erziehen und somit auch für alle geeignet, die zum ersten Mal einem Hund ein Zuhause geben. Besonders wohl fühlen sich die kleinen Hunde in Familien, denn sie lieben Kinder und bekommen einfach nicht genug davon, ausgiebig mit ihnen zu spielen. Auf der anderen Seite sind sie aber auch ausgiebigen Kuschelzeiten nicht abgeneigt und genießen es sehr, auf dem Schoß Platz zu nehmen und sich kraulen zu lassen.

Auch wenn Havaneser klein sind: Sie lieben ausgiebiges SpielenMit einer Größe zwischen 21 und 30 cm gehören die Havaneser zu den Zwerghunden. Das heißt allerdings nicht, dass dieser Hund am liebsten nur herum getragen wird und sein Leben als Prinz(essin) führen möchte. Im Gegenteil: Havaneser sind aktiv, fröhlich und lieben das Spielen. Sie sind äußerst gelehrig und klug, man kann mit ihnen also zum Beispiel viele Tricks einüben und wenn man beim Spaziergang noch ein paar Spiele mit einbaut, ist der Vierbeiner äußerst glücklich.

Für viele hört sich das traumhaft an, jedoch sollte man bei all den Vorzügen des Havanesers auch bedenken, dass er kein Hund ist, der viel allein sein kann. Havaneser brauchen die Nähe zu ihren Menschen und möchten überall mit dabei sein. Ob beim Schlafen im Bett oder beim Besuch von Restaurants oder Freunden – ist der Havaneser nicht dabei, leidet er doch sehr. Diese Anhänglichkeit wirkt auf den ersten Blick sehr positiv, aber man sollte wirklich genau darüber nachdenken, ob man wirklich bereit ist, sich darauf einzulassen.

Ist die Pflege der Havaneser aufwendig?

Der Havaneser gehört zu den Langhaar-Hunden und hat ein sehr üppiges, seidiges Fell. Er ist in verschiedenen Farben wie Weiß, Falb, Schwarz, Braun, Grau und einfarbig oder gefleckt zu finden. Das Fell ist mit bis zu 18 cm wirklich lang, kann glatt, wellig oder auch lockig sein und bedarf einer regelmäßigen Pflege. Damit nichts verfilzt, ist ein tägliches Bürsten also Pflichtprogramm. Jedoch muss man beim Havaneser, im Gegensatz zu vielen anderen Rassen, keine Angst vor dem Fellwechsel haben. Da der kleine Vierbeiner kaum Unterwolle besitzt, findet kein Haarwechsel statt. Ansonsten ist der Havaneser sehr genügsam, was die Pflege angeht und braucht nicht viel.

Worauf muss man beim Kauf eines Havanesers achten?

Der Havaneser ist robust und wird bis zu 15 Jahren altDer Havaneser ist ein sehr robuster Hund, auch wenn er so klein und oft zart daher kommt. Er wird bis zu 15 Jahre alt und erfreut sich meist sehr guter Gesundheit. Aber wie bei fast allen Hunderassen, gibt es auch beim Havaneser Krankheiten, von denen sie aufgrund ihrer Zucht befallen werden können. Hier sind vor allem Katarakt und Patellaluxation zu nennen. Der Katarakt ist ein Grauer Star, der die Linse im Auge trübt und somit die visuelle Wahrnehmung immer stärker einschränkt und bis hin zur Erblindung führen kann. Verantwortungsvolle Züchter lassen ihre Hunde regelmäßig diesbezüglich untersuchen und als Welpenkäufer sollte man sich die Ergebnisse der Untersuchungen auch zeigen lassen. Eine Garantie gibt es zwar nie, aber waren die Eltern gesund, ist die Chance größer, dass auch der Welpe von der Krankheit verschont bleibt.

Ähnlich ist es bei der Patellaluxation. Auch hier helfen regelmäßige Untersuchungen. Die Verschiebung der Kniescheibe tritt meist erst im Junghundealter auf und lässt sich somit vorher nicht feststellen. Ist ein Hund davon betroffen, merkt man es als Halter schnell, denn der Hund hebt dann beim Laufen häufig ein Bein, läuft auf drei Beinen weiter und belastet das vierte erst wieder, wenn die Kniescheibe wieder an die richtige Position gerutscht ist.

Auch wenn der Hund keine Anzeichen von Schmerz zeigt, sollte man beim Verdacht auf Patellaluxation schnell reagieren und eine Untersuchung beim Tierarzt durchführen lassen. Je eher man mit einer Behandlung beginnt, desto besser ist es – denn mit der Zeit nehmen die Luxationen zu und es kann im schlimmsten Fall dazu kommen, dass die Kniescheibe gar nicht mehr an ihrem Platz gehalten wird.

Fazit:

Der Havaneser ist ein sehr robuster Hund, der fröhlich und anhänglich ein idealer Begleiter für Familien sein kann. Er stellt nicht viele Ansprüche, möchte aber immer in der Nähe seines Menschen sein und spielt genauso gern, wie er kuschelt. Aufgrund seiner geringen Größe kann der Havaneser gut in Stadtwohnungen gehalten werden – allerdings ist er nicht dafür geeignet, über längere Zeiträume allein zu bleiben.

Hast Du einen Havaneser oder fasst Du die Rasse für Dich ins Auge? Berichte uns in den Kommentaren, was ihn für Dich zum idealen Hund macht!

Kubanischer Wirbelwind: Ein Ratgeber für ein Leben mit dem Havaneser(*)
  • Denise Fritsch
  • Herausgeber: Books on Demand
  • Auflage Nr. 2 (17.08.2016)
  • Taschenbuch: 260 Seiten

Letzte Aktualisierung am 19.11.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Bildcredits: Titelbild von Office174, Bild1 und Bild2 von buchsammy, Bild3 von Lisylia

(*) Hinweis: Dieser Artikel enthält Provisionslinks (Affiliatelinks), die auch als solche gekennzeichnet sind. Wird über einen solchen Link ein Produkt geordert, erhält dogeridoo vom Verkäufer eine Provision. Für Dich als Käufer entstehen dabei keine Mehrkosten oder andere Nachteile.

Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

Vielleicht interessiert Dich

Dackel

Der Dackel – ein mutiger Charakterhund

Denkt man an einen Dackel, kommen einem meist zwei ganz unterschiedliche Bilder in den Kopf. …

2 Kommentare

  1. Ich habe noch keinen Havaneser. Meine Hündin, ein Bichon frise ist gerade verstorben. Ich gucke einfach mal

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.