Spielgruppen - Wo rennen und raufen erwünscht ist
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Hunde-Spielgruppen: Wo rennen und raufen erwünscht ist

Ein- bis zweimal die Woche geht es in vielen Hundeschulen so richtig rund. Dann verwandelt sich der Ausbildungsplatz, auf dem sonst gelernt wird, wie man sich richtig als Vierbeiner benimmt, in einen Treffpunkt, bei dem auf den ersten Blick das Chaos regiert. Hunde jeden Altern toben wild herum, rennen, rempeln und raufen sogar – und das ist sogar erwünscht. Denn wenn man auf so eine wilde Meute trifft, hat man es ganz sicher mit einer Spielgruppe zu tun, bei der Hunde sich so richtig austoben können.

Spielgruppen sind ein wahres Paradies für Hunde. In einem meist eingezäunten und somit sicheren Gelände können sie mit ihren Artgenossen unbeschwert toben und sogar spielerisch raufen, ohne das gleich jemand panisch dazwischen springt oder sie zurückruft. Hier können sie ganz Hund sein und ganz nebenbei ihr Sozialverhalten verbessern. Sie lernen, sich gegen andere Hunde durchzusetzen oder auch mal zurück zu stecken, wenn ihnen Paroli geboten wird. Das alles geschieht unter der Aufsicht von erfahrenen Trainern, die eingreifen können, wenn es dann doch mal zu wild wird.

Spielgruppen unterstützen die Sozialisierung

Welpen lernen in Spielgruppen viel fürs HundelebenViele Hundebesitzer kennen die Spielgruppen von der Welpenzeit ihrer Hunde. In dieser Zeit besuchen die meisten eine Hundeschule und in Spielgruppen lernen die Welpen dann andere Rassen kennen und erhalten zwischendurch oft noch die ersten Lektionen in den Grundkommandos wie Sitz, Platz, Fuß und natürlich dem Rückruf. Das Spiel unter den Welpen steht dabei natürlich im Vordergrund, denn sie sollen keinesfalls überfordert werden, sondern vor allem Spaß haben und lernen, dass es unterschiedliche Hunde gibt, die sich auch in ihrem Wesen unterscheiden.

Diese Sozialisierung in Welpen-Spielgruppen ist wichtig, damit die kleinen Vierbeiner andere Hunde kennen lernen und auch den Umgang mit ihnen. Das macht es später im Alltag leichter, wenn man auf andere Hunde trifft. Ängste können so im besten Fall erst gar nicht entstehen und im Spiel miteinander lernen Hunde auch die Körpersprache besser kennen – sie können das Verhalten der anderen Hunde besser deuten und somit Konflikten aus dem Weg gehen.

Aber nicht nur für Welpen ist eine Spielgruppe ein echter Gewinn. Auch Junghunde und erwachsene Hunde profitieren davon. Bei Junghunden hilft es, die überschüssige Energie, die die Pubertät mit sich bringt, abzubauen und dabei das soziale Verhalten zu stärken. Und auch ältere Hunde fühlen sich in der Gesellschaft der anderen Hunde wohl, genießen das Spiel oder vielleicht auch das Kuscheln mit besonders guten Hundefreunden. Wichtig ist dabei allerdings, das bei der Zusammenstellung der Gruppe auf Alter, Größe und Temperament der Hunde geachtet wird.

Die Gruppen sollten sorgfältig ausgewählt werden

Spielgruppen sollten nach Alter, Größe und Temperament der Hunde ausgewählt werdenIn guten Hundeschulen wird genau geschaut, welche Hunde gemeinsam an einer Spielgruppe teilnehmen. Die Gruppen selbst sind meist überschaubar, es treffen also nicht zu viele Hunde aufeinander. In erster Linie wird dann oft nach dem Alter getrennt, aber auch die Größe spielt eine Rolle, so dass kleine Hunde nicht gerade von den großen beim Spielen überrannt werden und somit Ängste entwickeln. Auch das Temperament der Hunde ist natürlich ein wichtiger Faktor. Ein eher ängstlicher Hund wäre sehr überfordert, wenn er zu fünf oder sechs wilden Gefährten kommt – und das kann niemals der Ziel einer Spielgruppe sein.

Einige Hundeschulen gehen dazu über, dass sie Spielgruppen nur für Hunde anbieten, die gerade ein Training bei ihnen machen oder in der Vergangenheit in der Schule trainiert haben. So kennen sie den Hund schon, können ihn einschätzen und Gruppen bilden, bei denen alle gut zusammen passen. Kommen neue Hunde hinzu, wird erst eine Probestunde vereinbart, in der man prüfen kann, ob für Hund, Hundetrainer und natürlich Hundehalter alles passt.

Private Spielgruppen werden immer beliebter

private Spielgruppen werden immer beliebterNeben den Spielgruppen in Hundeschulen sind auch private Spielstunden sehr beliebt. Unter Freunden oder Gassi-Bekanntschaften verabredet man sich auf der Hundewiese oder auf einer passenden Wiese und gibt den Hunden regelmäßig die Möglichkeit, miteinander zu spielen. Kennen sich die Hunde gut, sind alle verträglich und passen auch in Größe und Alter zusammen, kann das eine tolle Alternative zu organisierten Spielgruppen in Hundeschulen sein.

Jedoch sollte jedem Besitzer auch klar sein, dass ein Hund, der eher schüchtern ist, nicht unbedingt den Kontakt zu anderen Hund sucht oder sogar Angst hat, nicht in solche privaten Gruppen passt. Hier empfiehlt es sich, mit Trainern zusammen zu arbeiten um Ängste zu überwinden, statt sie noch weiter zu schüren. Das geübte Auge eines Trainers weiß die oft versteckte Körpersprache der Hunde besser zu deuten und sieht sofort, wenn ein Hund überfordert ist oder sich ein Konflikt anbahnt. Auch hat nicht jeder Hund Spaß am Spiel mit den Artgenossen – das sollte dann einfach akzeptiert werden, um Stress beim Hund zu vermeiden.

Alles in allem sind Spielgruppen ein echter Gewinn für die Hunde und auch wir Menschen kommen dabei nicht zu kurz, können uns mit anderen Hundehaltern austauschen und nicht selten entstehen neue Freundschaften am Zaun der Hundeplätze.

Hast du auch schon Hunde-Spielgruppen besucht? Wie sind deine Erfahrungen und was hat es deinem Hund gebracht? Erzähl uns davon!

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Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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