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Ein echtes Scheiß-Thema!

Entschuldige diese eher ungewohnte Ausdrucksweise. Normalerweise bin ich kein Freund davon, solche Wörter in einem Artikel oder sonst irgendwo online zu benutzen. Macht keinen guten Eindruck und hilft auch in den seltensten Fällen weiter. Doch hier wird die Regel durch die berühmte Ausnahmen bestätigt: Da es um die Hinterlassenschaften unserer Hunde (also die Hundehaufen) geht und auch darum, wie damit umgegangen wird, darf ich wohl die Dinge auch mal beim Namen nennen. Also keine Angst, ich werde jetzt zukünftig nicht in Fäkalsprache drauf los schreiben – aber sehr wohl in Klartext!

Wird über die Lieblingsbeschäftigungen von Hunden bzw. dem idealen Tagesablauf gesprochen, heißt es oft scherzhaft: fressen, kacken, schlafen. Das erste und das Letzte wird von allen wohlwollen abgenickt und für gut befunden, doch die Tätigkeit in der Mitte ruft nicht gerade Wohlwollen hervor. Klar, so ein Hundehaufen ist nichts, womit man sich gern beschäftigt. Absolut verständlich. Aber was vorne hinein geht, muss halt auch hinten wieder raus, also ist es das Natürlichste der Welt. Und genauso natürlich sollte es für jeden Hundehalter sein, den Hundehaufen zu entsorgen. Aber wir leben nun mal nicht in einer perfekten Welt und somit gibt es immer wieder Ärger um das Thema Hundehaufen.

Hundehaufen entsorgen für den Weltfrieden

HundehaufenKennst Du das folgende Szenario: Du gehst mit Deinem Hund spazieren, ihr genießt das schöne Wetter und alles ist perfekt. Plötzlich verspürt Dein Hund ein dringendes Bedürfnis, führt vielleicht noch sein kleines Ritual aus und setzt dann seinen Hundehaufen ab. Noch bevor Du jedoch den Kotbeutel aus der Tasche kramen kannst, hörst Du schon von hinten den ärgerlichen Ausruf „Hey, machen Sie gefälligst die Scheiße von Ihrem Köter weg!“ Nett, oder? Manchmal läuft es auch ein wenig anders ab und die Menschen bleiben sogar stehen, beobachten den Hund beim Absetzen des Haufens und schauen genau, ob der Hundehaufen auch blitzschnell und restlos eingetütet wird – unter ihrem stechenden Blick.

Hat man den Kotbeutel also immer schnell zur Hand und macht das Häufchen am besten schon weg, bevor es den Boden auch nur erreicht, ist man sicher und muss keine Angst haben, von Mitmenschen angegangen zu werden. Ja, mag etwas überdreht klingen und natürlich ist es im Ansatz wichtig, dass darauf geachtet wird, dass jeder die Haufen auch entsorgt. Aber das geht halt auch auf die freundliche Art und Weise. So kommt man sich jedoch als Hundehalter wie ein Schwerverbrecher vor, wenn das Wuffi sein Geschäft erledigen muss. Ich weiß, wovon ich rede, denn wir haben einen Hund, der grundsätzlich nur mitten auf den Weg seinen „Kacka-Dance“ aufführt und dann über ein bis zweiter Meter weiter wandert, während er das Geschäft erledigt. Da wird der Hundehaufen vom Vierbeiner so richtig zelebriert und darauf geachtet, dass auch jeder im Umkreis von 50 Metern zuschaut. Somit sind wir für viele der Staatsfeind Nummer Eins!

Hundehaufen gehören nicht auf Wege, Straßen etc.

HundehaufenIch denke, als verantwortungsvolle Hundebesitzer sind wir alle uns darüber einig, dass Hundehaufen nicht liegen gelassen werden. Die Beutelchen zur Entsorgung sind im Handel wirklich günstig zu kaufen und zur Not gibt es ja nahezu überall die Beutelspender, an denen man sich bedienen kann. Ich muss bei mir schon selbst etwas grinsen, denn egal welche Hose oder Jacke ich anziehe, in jeder Tasche findet sich mindestens ein Beutelchen. So bin ich immer gewappnet. Ich gehöre also zu denen, die brav die Hinterlassenschaften wegräumen und auch jederzeit mit Beuteln aushelfen kann, wenn jemand anderes sie vergessen hat.

Gleichzeitig ärgere ich mich selbst auch darüber, wenn andere die Haufen liegen lassen. Wir haben in der Nachbarschaft auch jemanden, der seinen Hund überall die Haufen absetzen lässt – ohne auch nur einen wegzuräumen. Der Hund ist ein Boxer, die Haufen sind also nicht gerade von der kleinen Sorte. Die Folge der Ignoranz dieser Hundehalter: Überall stehen in der Umgebung auf Grünstreifen Schildchen, dass dort kein Hundeklo ist. Und geht man mit dem eigenen Hund dort vorbei, erntet man schon die bösen Blicke – auch wenn Größe der Häufchen mit Größe des Hundes nicht zusammen passen.

Hunde leiden unter Menschen

HundehaufenGerade heute hab ich eine Artikel gelesen, der dann aber dem Fass den Boden ausgeschlagen hat. Nicht weit von hier wurde ein kleiner, herzkranker Chihuahua mit einem Tritt zwei Meter durch die Luft befördert – wegen eines Häufchen-Streits. Während ein Mann gerade an einem Baum ein „Hier ist kein Hundeklo“-Schild montiert hat, geht Frauchen mit Chihuahua in der Nähe vorbei. Der kleine Hund hob sein Beinchen, erledigte sein kleines Geschäft und hörte wohl im selben Moment schon das Gezeter des Mannes, bevor er durch die Luft flog. Von einem Hundehaufen war absolut nichts zu sehen, aber anscheinend hielt der Mann schon ein paar Urintropfen auf dem Grünstreifen für eine absolute Frechheit.

An anderen Stellen geht man noch radikaler gegen Hunde vor. Weil einige wenige Herrchen oder Frauchen keine Lust haben, die Hundehaufen zu beseitigen, wird halt einfach Gift ausgelegt – und viele Hunde müssen qualvoll sterben für etwas, für das sie gar nichts können. Allein beim Gedanken daran platzt einem doch schon die Hutschnur, oder? So bleibt nur die Hoffnung, dass zukünftig auch die letzten Hundehalter endlich aufwachen und auch für das, was aus den Hunden heraus kommt, die Verantwortung zu übernehmen. Denn scheiße ist es nur, wenn gerade das nicht getan wird!

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  • Wulf Beleites
  • Herausgeber: Ullstein Taschenbuch
  • Taschenbuch: 240 Seiten

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Bildcredits: Titelbild Pixel2013, Bild1 Pezibear, Bild2 Lirinya, Bild3 Bykst

Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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2 Kommentare

  1. Liebe Nicole,
    vielen Dank für diesen tollen Artikel. Du sprichst mir damit aus der Seele.Wir haben auch einen Hund und gehören zu der Sorte, die die Häufchen auch anständig weg macht. Ich finde das auch wirklich nicht schlimm. Mein Mann hatte am Anfang Bedenken, dass ihm jedes mal übel wird, wenn er den Haufen einsammelt. Das ist aber nicht der Fall. Es ist wie mit den eigenen Kindern. Da macht es einem auch nichts aus, die voll gek…. Windeln zu wechseln und zu entsorgen.
    Was ich ebenfalls sehr ätzend finde ist, dass zwar die Haufen in die Tüten eingesammelt werden, diese dann aber liegengelassen werden. Das sind leider meist die Leute, die sich dann aufregen, wenn jemand anderes einen Haufen liegen lässt. Sehr schade.
    Liebe Grüße Jana

    • Ich muss zugeben, ein stinkendes Häufchen noch vor dem Frühstück kann schon für ein wenig für Übelkeit sorgen – je nachdem, was der Hund gefressen hat 😉 Aber ja, im Endeffekt ist das absolut nichts Schlimmes und für mich, dich und andere so selbstverständlich, das wir schon gar nicht mehr darüber nachdenken.
      Die Tütchen haben wir hier auch viel herum liegen, unverständlich so etwas. Aber leider (zumindest hier bei uns) auch ein Zeichen dafür, dass viel zu wenig Mülleimer da sind. Eine Entschuldigung ist das aber natürlich nicht

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