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Ist nicht jeder Hund ein Therapiehund?

Es gibt viele Therapiehunde, die dafür ausgebildet sind, ihre Menschen in ganz bestimmten Dingen zu unterstützen. Sie führen, bieten Sicherheit oder helfen bei alltäglichen Aufgaben und sind daher im Leben ihrer Menschen unverzichtbar. Und natürlich gibt es auch Hunde, die man dazu ausgebildet hat, in Seniorenheimen, Krankenhäusern, Hospizen oder ähnlichem Trost zu spenden oder einfach Freude zu bringen. All das ist unheimlich toll und wichtig. Und dennoch stellt sich mir ab und an die Frage: Ist nicht jeder Hund irgendwo ein Therapiehund?

Unsere Hunde sind für uns Freunde, Familie, Seelenpartner und erfüllen viele Aufgaben. Und nicht selten schafft man sich den Hund schon mit einem kleinen Hintergedanken an. Bei uns ist der Hund beispielsweise eingezogen, als ich im Homeoffice selbständig war und mir die Decke auf den Kopf gefallen ist. Mein Gedanke: Ist ein Hund da, muss ich mehrmals täglich raus. Dann gibt es keine Entschuldigung. So komme ich mal von Computer weg, schnappe frische Luft und bewege mich. Gleichzeitig gibt es auch mehr Kontakt zu anderen Menschen, die man mit und ohne Hund trifft. Aber nicht nur hier ist die Fellnase für mich ein Therapiehund.

Therapiehund ohne Spezialisierung

TherapiehundWenn wir mal darüber nachdenken, ist eigentlich jeder Hund ein Therapiehund ohne Spezialisierung – bis er dann vielleicht eine besondere Ausbildung erhält. Ansonsten bleibt er halt ein Hobby-Therapeut und erfüllt dabei ganz wichtige Aufgaben. Wie verhält sich beispielsweise Dein Hund, wenn Du traurig bist und vielleicht sogar weinst? Die meisten Fellnasen spüren ganz schnell, dass da etwas nicht stimmt und kommen zu uns, um uns ausgiebig zu trösten. Und auch wenn wir krank sind, weichen sie manchmal einfach nicht von unserer Seite und pflegen uns mit ihrer Nähe und Wärme. Haben wir Stress oder Sorgen, hören sie uns geduldig zu oder freuen sich, wenn wir die Last des Alltags mit ihnen gemeinsam bei einem Spaziergang abschütteln.

Und es gibt viele Beispiele, bei denen die Therapie-Funktion des Hundes noch viel weiter geht. Viele Menschen mit Depressionen berichten beispielsweise, dass ihr Hund ihnen enorm hilft. Er ist immer an ihrer Seite, spendet Trost, gibt Liebe – und fordert aber auch Aufmerksamkeit und gibt somit einen Grund, jeden Morgen wieder aufzustehen. Auch hört man immer wieder von Menschen, die allein durch den Hund wieder eine Struktur in ihr Leben bringen konnten und sich somit selbst vor dem totalen Absturz bewahrt haben. Für sie ist es besonders wichtig, dass der Hund nicht nur gibt, sondern auch Dinge einfordert!

Lachen ist die beste Therapie

TherapiehundJeder, der einen Hund hat, wird unzählige Situationen aufzählen können, in denen es wichtig und richtig war, den Vierbeiner an seiner Seite zu wissen. Schon allein die Tatsache, dass unsere Hunde uns immer wieder mit ihrer (frechen) Art zum Lachen bringen, ist die beste Form der Therapie. Denn nichts ist so heilend wie ein echtes, ehrliches Lachen. Und reicht es dafür nicht, lässt auch schon ein Lächeln die Welt für einen Moment etwas besser erscheinen. Das wird mir immer wieder bewusst, wenn unser Kleiner die Menschen um uns herum in seinen Bann schlägt. Er hat da so einen ganz besonderen Trick an sich, den er nur bei einigen Menschen anwendet – die können dann aber einfach nicht an ihm vorbei gehen ohne zumindest zu lächeln. Und läuft er mal wieder mit dem Futterbeutel zwischen den Zähnen stolz durch die Stadt, lacht ihn jeder an. Sogar aus den vorbeifahrenden Autos heraus.

Das sind die Momente, in denen ich richtig stolz auf den Kleinen bin. Denn er schafft es, was in unserer Welt so selten geworden ist: Er bringt Menschen zum Lächeln – einfach so und ohne Hintergedanken. Und so ein Lächeln entspannt nicht nur uns selbst, sondern kann zum Lauffeuer werden und auf jeden überspringen, dem wir (lächelnd) begegnen. Ein schöner Gedanke, oder?

Ist Dein Hund auch Dein spezieller Therapiehund? Wir freuen uns auf Deine Sicht der Dinge in den Kommentaren!

Hund & Mensch: Das Geheimnis unserer Seelenverwandtschaft(*)
  • Kurt Kotrschal
  • Herausgeber: Brandstätter Verlag
  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten

Letzte Aktualisierung am 19.11.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Bildcredits: Titelbild, Bild 1, Bild 2

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Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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