Ist Zahnpflege beim Hund für Dich ein Thema?
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Ist Zahnpflege beim Hund für Dich ein Thema?

„Devil hat eine neue Zahnpasta, die schmeckt wohl nach Leberwurst“! So erzählte ich meiner Mutter irgendwann beim Telefonat. „Warum hat Dein Hund Zahnpasta? Putzt Du ihm etwa die Zähne?“ erwiderte sie völlig überrascht. Klar mach ich das – zumindest versuche ich es. Denn Zahnpflege geht ja nicht nur uns Menschen an, sondern auch unsere Tiere. Und wenn ich daran denke, dass ich unseren Hund wahrscheinlich irgendwann unter Narkose den Zahnstein entfernen lassen müsste, wird mir ganz anders. Da probieren wir es doch lieber weiter mit der Zahnpflege.

Das Erstaunen meiner Mutter bezüglich der Zahnpflege beim Hund hat mich nicht weiter überrascht. Sie hatte nie einen Hund, woher sollte sie also wissen, dass man auch seinen Vierbeinern die Zähne putzt. Aber nicht nur meine Mutter zeigte sich bei diesem Thema erstaunt, auch viele andere Hundehalter schauten mich eher ungläubig an, wenn dieses Thema einmal aufkam. Anscheinend ist es alles andere als normal, den Beißerchen mit Zahnbürste und Zahncreme gegenüber zu treten.

Ist Zahnpflege beim Hund notwendig?

Zahnpflege beim Hund unterstützt ein sauberes GebissDas Gebiss eines Hundes besteht aus 42 Zähnen – und bietet somit genügend Zahnzwischenräume, in denen sich Futterreste und mehr verfangen kann. Werden diese nicht gelöst, kommt es auf lange sich zu Zahnstein, das Zahnfleisch kann sich entzünden und auch ein Ausfallen der Zähne kann in letzter Konsequenz passieren. Alles keine angenehmen Sachen, auch nicht für unsere Hunde. Also ist es in unserer Pflicht, dem entgegen zuwirken und so dem Hund unnötige Schmerzen zu ersparen. Und da kommt dann die Zahnpflege beim Hund ins Spiel.

Ich muss zugeben, dass ich das auch nicht wusste, bevor mit Devil der erste Hund bei uns einzog. Bis dahin dachte ich: Hunde kauen ja dauernd auf Stöcken und so rum, das wird die Zähne schon reinigen. Unser Tierarzt klärte uns aber schnell darüber auf, dass wir am besten schon im Welpenalter damit begonnen hätten, Devil an das Zähneputzen zu gewöhnen. Das hatten wir nicht getan – und ich verfluche es heute so manches Mal, denn nicht immer gestaltet es sich einfach, an die Zähne in der Hundeschnauze heran zu kommen.

Bei der Recherche zu diesem Artikel habe ich noch gelernt, dass die Zahnpflege beim Hund auch ein wenig von seiner Größe abhängig ist. Besitzt man einen kleinen Hund, so wie wir, stehen die Zähne durch den dementsprechend auch kleinen Kopf ziemlich nah beieinander und es kann sich so allerhand zwischen ihnen festsetzen. Hier sollte man also regelmäßig die Zahnbürste zücken und Abhilfe schaffen. Bei großen Hunden ist es nicht ganz so oft notwendig, denn ihre Zähne stehen aufgrund des größeren Kopfes weiter auseinander und es setzt sich kaum etwas zwischen ihnen fest. Zahnbelag kann natürlich aber trotzdem entstehen, deshalb ist das Zähneputzen auch hier also keine schlechte Idee.

Wie funktioniert die Zahnpflege beim Hund?

Für die Zahnpflege beim Hund gibt es eine große ProduktauswahlIn guten Zoofachgeschäften und Online-Shops findet man inzwischen eine große Anzahl an Hilfsmitteln für die Zahnpflege beim Hund. Einiges ist wirklich nützlich, bei anderem fragt man sich teilweise, wer das wirklich kauft und sich etwas davon erhofft. Aber das ist wohl bei vielem Zubehör rund um den Hund so 😉 Also bleiben wir am besten bei dem, was nützlich ist.

Zur Zahnpflege beim Hund gehört, wie auch beim Mensch, eine gute Zahncreme. Und hier bitte nicht die eigene Zahnpasta aus dem Schrank holen – die ist aufgrund ihrer Schärfe und der ätherischen Öle in ihr nicht für Hunde geeignet. Besser ist es, spezielle Hunde-Zahnpasta zu kaufen. Da gibt es inzwischen so einiges im Angebot und für Hunde, die sich ein wenig zieren, gibt es sie sogar mit dem Geschmack von Leberwurst und ähnlichem. Aber Vorsicht: Wenn es allzu lecker wird, wird auch das Putzen schwierig. Devil ist ein Meister darin, alle Zahnpaste abzuschlabbern, bevor ich überhaupt an seine Zähne heran komme.

Neben der Zahnpasta braucht es dann natürlich auch noch eine Zahnbürste, und auch hier gibt es wieder einiges zur Auswahl. Wir haben schon ein paar Sachen durch probiert. Am wenigsten konnte ich mit Zahnbürsten anfangen, die unseren eigenen ähneln. Der lange Griff machte es mir schwer, wirklich an die Zähne heran zu kommen und ich musste immer sehr aufpassen, das ich nicht abrutsche und dem Hund damit weh tue. Also waren die schnell wieder verschwunden und wir probierten es stattdessen mit Fingerbürsten. Das sind solche Plastiküberzieher für den Finger und darauf sind dann Borsten angebracht. Ging schon besser als die anderen Zahnbürsten, aber überzeugte mich auch noch nicht ganz. So blieben wir schließlich an Anti-Plague-Fingern hängen – ein Fingerüberzug aus Mikrofasern, der frottee-ähnlich aussieht und durch seine Oberfläche die Hundezähne putzt.

Zahnpflege beim Hund kann auch lecker sein ;)Aber wie schon gesagt, ganz einfach ist es nicht, dem Hund damit die Zähne zu putzen. Unserer versucht wirklich die ganze Zeit, irgendwie die Zahncreme abzuschlabbern und man mag gar nicht glauben, zu welchen Verrenkungen er dabei fähig ist. So erwischen wir die Zähne nur so halb, aber das ist ja schon besser als nichts. Natürlich gibt es auch noch andere Produkte zur Zahnpflege beim Hund – davon haben wir aber auf Dauer noch nicht wirklich etwas ausprobiert.

Im Handel sind zum Beispiel Pulver zu finden, die als Futterzusatz bestimmte Enzyme im Maul bilden, die Zahnstein entfernen sollen. Darüber hinaus habe ich auch Gele gesehen, die man dem Hund wohl einfach ins Maul gibt und die dann ähnlich wirken sollen. Und es gibt auch Flüssigkeiten, die man auf die Zähne der Hunde reiben soll, damit sie wirken. Mit diesen Produkten haben wir aber, wie gesagt, noch keine wirklichen Erfahrungen und möchten sie daher auch nicht beurteilen.

Fazit:

Zahnpflege beim Hund ist ein wichtiges Thema und kann spätere Narkosen zum Entfernen von Zahnstein unnötig machen. Nicht jeder Hund mag es allerdings, wenn man ihm in der Schnauze herum fummelt, deshalb sollte die Gewöhnung daran langsam erfolgen und man sollte vor allem darauf achten nichts zu benutzen, mit dem man den Hund verletzen könnte. Für welche Hilfsmittel man sich schließlich entscheidet, hängt vor allem davon ab, womit man sich selbst am wohlsten fühlt und somit eine schnelle, unkomplizierte Behandlung der Zähne hinter sich bringen kann. Der Markt gibt da so einiges her, durch das man sich munter durch testen kann.

Wie sieht es bei euch mit der Zahnpflege beim Hund aus? Putzt Du Deinem Hund die Zähne oder verwendest Du Mittel wie Gele oder Futterzusätze? Wir freuen uns über Deine Erfahrungen in den Kommentaren!

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Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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2 Kommentare

  1. Nachdem wir unsere Hündin aus dem Tierheim abgeholt hatten sind wir natürlich zu unserer Tierärztin zu einer Gesundheitsüberprüfung gegangen und auch, damit Hund und Tierärztin sich kennen lernen.
    Diese hat uns sofort auf die Wichtigkeit des Zähneputzens hingewiesen. Wie bekamen zur Erprobung eine Hundezahnbürste geschenkt. Dabei sind wir geblieben. Auch wir benutzen Zahnpasta mit Geschmack und alle Hunde finden diese wohl sehr lecker wie die Erfahrungsberichte durch andere Hundehalter bestätigen. Das Zähneputzen bei Hunden scheint sich durch gezielte Information durch die Tierärzte durchaus verbreitet zu haben. Auch bei jedem Check wird auf Zahnfleisch und Zähne durch unsere Tierärztin geschaut. Als Fazit lässt sich für mich feststellen, dass ein guter Tierarzt über notwendige Zahnpflege informiert.
    Ob sich Zahnstein bildet oder nicht, scheint wohl auch ein genetisch bedingter Faktor zu sein. Wir haben uns angewöhnt, unserer Hündin jeden Abend eine Dentalstick zu geben. Ob es hilft oder nicht, die Zahnsteinbildung zu verlangsamen, kann ich natürlich nicht empirisch belegen. Aber es schadet zumindest nicht.
    Liebe grüße Gabi

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