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Jack Russell Terrier – Selbstbewusst mit hoher Ausdauer!

Der Jack Russell Terrier – ursprünglich für die Jagd gezüchtet – ist seit einigen Jahren ein äußerst beliebter Familienhund. Seine geringe Größe, sein freundliches Wesen und seine Loyalität lassen viele Herzen von Hundefreunden höher schlagen und wecken den Wunsch, einen solchen Hund in die Familie aufzunehmen. Aber auch wenn der Jack Russell Terrier klein und niedlich ist, ist er alles andere als ein reiner Schoßhund. Ganz im Gegenteil: Seine Freude an Aktivität muss der Hund ausleben können, um ausgelastet und somit auch entspannt zu sein.

Die Geschichte des Jack Russell Terrier

Jack Russell Terrier zählen zu den hochintelligenten HunderassenDer Jack Russell Terrier hat seinen Ursprung in Großbritannien. Dort wurde er von dem Pfarrer (engl. Parson) John (genannt Jack) Russell gezüchtet. Der Pfarrer war ein passionierter Jäger und wünschte sich einen Hund, der klein und wendig genug ist, um Füchse aus dem Bau zu treiben und außerdem auch die Ausdauer besitzt, um einer Foxhound-Meute zu folgen. So kaufte er sich die Foxterrier-Hündin Trump und baute mit ihr die Zucht auf.

Schon Mitte des 19. Jahrhunderts gelangten direkte Nachkommen aus Jack Russells Zucht zusammen mit anderen Foxterriern nach Australien. Auch dort wurden sie zur Jagd auf Füchse eingesetzt, die zu jener Zeit eine echte Plage für die Australier waren. Auch nach Deutschland kamen die kleinen Jack Russell Terrier recht schnell – Pferdepfleger und Reiter aus England brachten sie mit. Damals waren sie jedoch nur selten reinrassig – genau wie in vielen anderen Orten der Welt, wo die kleinen Terrier schnell Freunde fanden.

Erst 1972 bemühte man sich in Australien mit dem frisch gegründeten Jack Russell Terrier Club of Australia darum, den Jack Russell Terrier als eigenständige Rasse anzuerkennen. Und es dauerte noch mal 19 Jahre, bis die Anerkennung durch den nationalen Australischen Hundeverband stattfand. Vom FCI erfolgte die Anerkennung im Jahr 2000.

Das Aussehen und die Pflege vom Jack Russel Terrier

Der Jack Russell Terrier zählt zu den niederläufigen Terriern und hat laut Rassebeschreibung eine Idealhöhe von 25 – 30 cm. Dabei wiegt der Kleine zwischen drei und sechs Kilogramm. Bei der Körperform überragt die Länge die Höhe ein wenig, so dass der Jack Russell Terrier nicht zu kompakt wirkt. Er hat jedoch einen ausgeprägten Brustkorb und ist im ganzen eher muskulös und zeigt somit auch schon durch das Erscheinungsbild, welche Power in ihm steckt.

Der Jack Russell verfügt über ein Fell, das entweder glatt, rau oder auch broken coated (also eher stichelhaarig) ist. Das Fell ist kurz und meist weiß mit schwarzen, braunen oder lohfarbenen Abzeichen. Es gibt jedoch auch dreifarbige (tricolor) Jack Russell Terrier. Am Aussehen des Jack Russell Terriers fallen vor allem Ohren und Rute auf. Die Ohren bilden aufgestellt ein V, sind aber meist nach unten geklappt. Die Rute hängt in Ruhephasen herab, ist der Terrier in Bewegung, steht sie allerdings aufrecht. Leider ist es auch immer noch erlaubt, die Rute zu kupieren, da es sich beim Jack Russell Terrier um einen Jagdgebrauchshund handelt. Aufgrund des kurzen Fells ist keine besondere Pflege des Terriers notwendig. Ab und an bürsten reicht hier völlig aus.

Das Wesen des Jack Russell Terriers

Jack Russell Terrier werden bis zu 15 Jahre altWie eingangs schon erwähnt, ist der Jack Russell Terrier ein beliebter Familienhund. Er hat von Grund auf ein sehr freundliches Wesen und sehr kinderlieb. Gegenüber seiner Familie ist er sehr loyal und entwickelt nicht selten sogar Schutzverhalten. Auch die Tatsache, dass er immer die Nähe seiner Menschen sucht, gern kuschelt und anpassungsfähig ist, macht ihn so beliebt. Allerdings sollte man sich von diesen Eigenschaften nicht täuschen lassen, denn ein Jack Russell Terrier ist alles andere als ein Schoßhund, eher das Gegenteil ist der Fall.

Hoch intelligent, mit einer sehr hohen Ausdauer, einem unbändigen Temperament und einer gehörigen Portion Mut ausgestattet, ist der Terrier ein echtes Power-Paket, das viel Aufmerksamkeit braucht und nicht unbedingt einfach in der Erziehung ist. So liest man in Foren und Gruppen immer wieder von Problemen mit dieser Hunderasse, da sie aufgrund der geringen Größe einfach unterschätzt wird. Tatsache ist: Wer nicht viel Zeit hat und nicht viel Arbeit in die Erziehung und Auslastung des Hundes investieren möchte, für den ist ein Jack Russell eher nicht geeignet.

Die temperamentvollen Hunde benötigen viel Beschäftigung, um körperlich, aber auch geistig, ausgelastet zu werden. Mit ihnen kann man sämtliche Hundesportarten ausüben und sie eignen sich natürlich auch hervorragend zur Nasenarbeit. Auch lieben Jack Russell Terrier das Wasser und sind mit Spielen im kühlen Nass immer zu ködern. Darüber hinaus buddeln sie mit Vorliebe Löcher, was nicht immer auf Anerkennung bei ihren Besitzern stößt.

Wer sich einen Jack Russell Terrier anschafft, darf zu keiner Zeit vergessen, dass er einen Jagd- und Arbeitshund hat. Die Erziehung ist vom ersten Tag an wichtig und der Terrier muss mit viel Konsequenz geführt werden. Lässt man ihm zu viel durchgehen oder gibt seinem manchmal auftretendem Sturkopf nach, tanzt er einem schnell auf der Nase herum. Wichtig ist auch zu wissen, dass Jack Russell Terrier eher zu den bellfreudigen Hunden gehören – in einer Stadtwohnung sind somit eher tolerante Nachbarn wichtig.

Für wen eignet sich der Jack Russell Terrier?

Jack Russell Terrier brauchen sehr viel BeschäftigungAufgrund seines sehr quirligen Wesens und der hohen Ausdauer, passt der Jack Russell Terrier optimal zu sehr aktiven Menschen. Er begleitet einen gern auf Jogging- oder Fahrrad-Touren und freut sich auch, wenn er seine Schnelligkeit und Geschicklichkeit bei Sportarten wie Agility ausleben kann. Um den Jack Russell richtig auszulasten, muss Zeit vorhanden sein. Extrem wichtig ist auch Kopfarbeit, um den intelligenten Hund immer wieder zu fordern.

Wer also selbst sehr aktiv ist, Freude an Hundesportarten und viel Beschäftigung hat, der findet im Jack Russell Terrier einen idealen Partner. Der Hund ist jedoch nicht dafür geeignet, über längere Zeit allein zu bleiben, nur kurze Spaziergänge um den Block zu machen und ansonsten auf der Couch zu kuscheln – dazu gibt es andere, besser geeignete Rassen.

Was gibt es beim Kauf des Jack Russells zu beachten?

Wie bei jedem Rassehund sollte man sich beim Kauf natürlich davon überzeugen, dass der Züchter seriös arbeitet. Jack Russell sind trotz ihrer Beliebtheit von rassetypischen Krankheiten überwiegend verschont geblieben und sind sehr robust. Hier gibt es also keine Besonderheiten zu beachten. Wichtig ist noch zu wissen, dass die Rute des Jack Russell Terriers nicht kupiert sein sollte. Das ist nur dann erlaubt, wenn der Hund für den Einsatz bei der Jagd vorgesehen ist und ansonsten ist es in Deutschland und auch in anderen Ländern zu Recht verboten.

Da die Jack Russell Terrier, wie schon erwähnt, leider oft unterschätzt werden, findet man sie jedoch auch häufig in Tierheimen oder bei Tierschutzorganisationen, wo sie abgegeben wurden, weil die Erziehung doch schwieriger war. Deshalb lohnt es auch immer, dort nach einem neuen Familienmitglied zu schauen und den Terriern eine zweite Chance und ein neues, tolles Zuhause zu geben, in dem auf ihre Bedürfnisse eingegangen wird. Eine gute Anlaufstelle ist auch Jack Russell in Not.

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Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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