Home / Allgemeine Hunde Themen / Lohnt sich ein Lastenrad für den Hund?

Lohnt sich ein Lastenrad für den Hund?

Das Auto stehen zu lassen und stattdessen mit dem Fahrrad zu fahren, liegt voll im Trend. Neuerdings erfreuen sich auch Lastenfahrräder immer größerer Beliebtheit, vor allem bei Hundehaltern. Es gibt Lastenfahrräder, die speziell für den Transport von Hunden entwickelt wurden. Mit so einem Lastenrad ist es problemlos möglich, nicht nur kleine, sondern auch große Hunde auf dem Fahrrad mitzunehmen. Hier möchten wir erklären, was es mit Lastenfahrrädern für Hunde auf sich hat und was bei der Entscheidung für ein solches Rad zu beachten ist.

Was ist überhaupt ein Lastenfahrrad?

Ein Lastenfahrrad ist ein besonders stabiles Fahrrad, welches für den Transport großer und schwerer Gegenstände konzipiert ist. Die meisten Lastenräder verfügen über einen oder zwei sehr robuste Gepäckträger. Oftmals befindet sich einer davon vorne über dem Vorderrad. Ein klassisches Beispiel sind die Fahrräder, welche die Briefzusteller der Post verwenden.

so sieht ein Lastenrad aus
Mittlerweile gibt es auch immer mehr Lastenfahrräder mit Elektromotor, mit denen der Transport von schweren Lasten besonders leicht ist.

Was ist bei Lastenfahrrädern für Hunde anders?

Lastenfahrräder für Hunde sind speziell auf die Bedürfnisse von Hunden bzw. Hundehaltern ausgerichtet. Da man einen Hund nicht einfach auf einen Gepäckträger setzen kann, verfügen diese Lastenräder über eine geeignete Transportbox. Die meisten Lastenräder für Hunde haben eine Transportbox mit einer Tür, sodass der Hund einsteigen kann. Das ist vor allem bei großen Hunden wichtig, die man nicht so leicht hinein- und hinausheben kann wie kleine Hunde. Vereinzelt gibt es auch Transportboxen mit einer praktischen Rampe, die gerade Hunden den Einstieg erleichtert, die nicht mehr ganz so gut zu Fuß sind.

Für gewöhnlich verfügen die Transportboxen über eine rutschfeste und kuschelige Bodenmatte, damit sich der Hund wohl fühlt und nicht hin und her rutscht, wenn es in die Kurve geht. Praktisch sind auch Modelle mit einem optionalen Regendach. Bei schlechtem Wetter bleibt der Hund trocken und an besonders heißen Tagen spendet das Dach wichtigen Schatten.

Warum ein Lastenfahrrad für den Hund?

Ein Fahrradausflug mit dem Hund ist immer eine schöne Sache. Allerdings ist das nicht immer ganz unproblematisch. Nicht jeder Hund darf oder kann neben einem Fahrrad her laufen. Alte Hunde schaffen das nicht mehr richtig, sehr junge Hunde sollten ihre Knochen und Gelenke noch nicht so stark belasten und kleine Hunde schaffen meist keine langen Strecken.

Zudem kann das sogar sehr gefährlich werden. Auf dem Dorf geht das meistens noch recht gut, aber in Großstädten wie Berlin, Hamburg oder Frankfurt am Main ist der Verkehr zeitweise so dicht, dass so mancher Radfahrer selbst ohne Hund schon überfordert ist. Der Transport mit einem Lastenfahrrad ist deutlich sicherer.

Ein Lastenrad ist zudem eine umweltfreundliche Alternative zum Auto. In der Anschaffung ist es relativ teuer, aber die laufenden Kosten sind ziemlich günstig. Die Transportbox kann natürlich auch zweckentfremdet werden, beispielsweise für den Wocheneinkauf, welcher dann nicht mehr mit dem Auto erledigt werden muss.

Was für Lastenfahrräder für Hunde gibt es?

Für Hunde werden üblicherweise Front- bzw. Vorderlader gebaut. Bei einem Hinterlader befindet sich die Transportbox hinter dem Fahrer. Das hat den Nachteil, dass man seinen Hund nicht im Blick hat. Außerdem liegt der Schwerpunkt des Rades dann sehr weit hinten, was für ein unangenehmeres Fahrgefühl sorgt.
Frontlader eignen sich vor allem für kleine Hunde. Das Vorderrad befindet sich hierbei üblicherweise etwas weiter vorne und ist kleiner als das Hinterrad. Die Transportbox befindet sich über dem Rad.

Besonders weit verbreitet sind moderne Vorderlader. Vor dem Fahrer befindet sich eine große Transportbox. Der Radstand ist deutlich verlängert, da sich das Vorderrad vor der Transportbox befindet. Vorteilhaft ist, dass der Boden der Transportbox bei diesen Modellen relativ tief liegt, was den Einstieg auch für große und schwere Hunde deutlich erleichtert.
Lastenfahrräder für Hunde gibt es mit und ohne Motor. Vor allem in hügeligen Gegenden ist ein Modell mit Elektromotor zu empfehlen, nicht nur bei einem großen Hund.

Was kostet ein Lastenfahrrad?

Das kommt natürlich immer auf die Ausstattung und die Qualität an. Einstiegsmodelle gibt es schon für unter 1.000 Euro. An ein Rad mit Elektromotor ist in dieser Preisklasse allerdings nicht zu denken. E-Lastenfahrräder für Hunde gehen preislich etwa bei 2.000 Euro los. Nach oben gibt es selbstverständlich kaum Grenzen.

Lastenfahrrad kaufen – Was beachten?

Das Lastenfahrrad muss sowohl zum Fahrer als auch zum Hund passen. Ein kleiner Hund braucht auch nur eine kleine Transportbox. Ist die Box zu groß, kann er während der Fahrt vielleicht nicht einmal raus gucken, die Landschaft genießen und sich den Fahrtwind um die Nase wehen lassen. Für kleine Hunde reichen hier oft schon größere Fahrradkörbe.

lastenfahrrad-fuer-hund

Die Stabilität ist ebenfalls sehr wichtig. Natürlich ist stabiler immer besser. Dafür ist das Fahrrad dann aber auch schwerer. Bei einem kleinen Hund ist die Stabilität bzw. die Traglast nicht von allergrößter Bedeutung. Da reicht meistens ein relativ leichtes Fahrrad. So mancher großer Hund bringt jedoch gern mal 50 Kilogramm oder mehr auf die Waage. Das Fahrrad muss dieses Gewicht dauerhaft aushalten, inklusive Fahrer und weiteren Einflüssen wie zum Beispiel Erschütterungen bei Fahrten auf unebenem Boden. Befindet sich der Hund noch im Wachstum, sollte das Fahrrad so gewählt werden, dass es für den erwachsenen Hund geeignet ist. Mehr Tipps findest dazu findest Du auch hier.

Zwei oder drei Räder beim Lastenrad für Hunde?

Ein Lastenfahrrad fährt sich anders als ein ganz normales Fahrrad, allein schon, weil es schwerer ist und einen viel längeren Radstand hat. Darüber hinaus ist die Gewichtsverteilung am Anfang sicherlich etwas ungewöhnlich. Aber das sind alles Dinge, an die man sich relativ schnell gewöhnen kann.

Lastenfahrräder mit zwei Rädern fühlen sich nach der Eingewöhnung fast so an wie ein normales Fahrrad. Im Vergleich zu Fahrrädern mit drei Rädern sind sie sportlicher und schmaler. Das kann gerade in der Stadt von Vorteil sein, wo auch auf den Fahrradwegen häufig viel Betrieb herrscht.

Auf der anderen Seite wird die Fahrt in der Stadt andauernd durch Stopps an Ampeln etc. unterbrochen. Das bedeutet, dass das Fahrrad vor jeder Weiterfahrt neu ausbalanciert werden muss. Das Lastenrad ist sowieso schon relativ schwer. Kommt dann noch das Gewicht eines schweren Hundes hinzu, kann das eine echt sportliche Angelegenheit werden. Das Problem besteht bei einem Lastenfahrrad mit drei Rädern nicht. Solche Modelle sind zwar breiter und brauchen mehr Platz, dafür können sie aber auch nicht umkippen. Das Fahrverhalten ist sicherlich zunächst gewöhnungsbedürftig. Hat man sich aber daran gewöhnt, fährt es sich äußerst komfortabel.

Elektro-Lastenfahrrad oder nicht?

Lastenfahrräder gibt es auch mit Elektromotor, wie man es von E-Bikes her kennt. Solche E-Lastenräder haben zahlreiche Vorteile. In der Stadt erleichtern sie das ständige Anfahren sehr, denn immerhin muss recht viel Gewicht in Bewegung gebracht werden. Auch auf längeren Strecken ist die Unterstützung sinnvoll, da die Fahrten deutlich weniger anstrengend sind. Wie bereits angesprochen, kann ein Elektromotor am Lastenrad gerade in hügeligen Regionen Gold wert sein.

Der Motor sollte 250 Watt stark sein. Ein stärkerer Motor führt dazu, dass das Fahrrad zugelassen und versichert werden muss, wodurch Extrakosten entstehen. Ohne Führerschein darf ein so stark motorisiertes Rad auch nicht im öffentlichen Straßenverkehr gefahren werden. Wie weit man mit einer Akkuladung kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die meisten E-Lastenräder für Hunde haben eine Reichweite zwischen 40 und 100 Kilometer. Der wohl wichtigste Faktor ist der Akku. Je mehr Wattstunden dieser durchhält, desto weiter bzw. länger kann das Rad fahren.

Generell gilt, dass die Herstellerangaben bezüglich der Reichweite unter Idealbedingungen ermittelt werden. Ein leichter Hundehalter mit einem kleinen Hund kann bei langsamer Fahrt sicherlich weiter kommen als ein schwerer Fahrer, der schnell vorankommen möchte und auch noch einen großen Hund hat.
Für das Fahrgefühl ist die Position des Motors wichtig. Dieser ist nämlich relativ schwer, wodurch er einen großen Einfluss auf das Fahrgefühl hat. Im Idealfall ist der Motor mittig und weit unten verbaut.

Fazit zum Hundelastenrad

Ein Lastenfahrrad für den Hund ist eine äußerst praktische Sache. Für den Hund ist es ein sicheres und komfortables Transportmittel. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Lastenfahrräder für Hunde, sodass für jede Kombination von Hund und Halter das Richtige dabei sein sollte.

Besonders empfehlenswert sind Lastenfahrräder mit einem E-Bike-Motor. Wichtig ist, dass der Akku möglichst lange hält, damit die Trittkraftunterstützung bis zum Ende funktioniert. So macht das Fahren eines Lastenrads erst richtig Spaß. Damit ist selbst ein Fahrradausflug mit einem großen Hund keine übermäßig anstrengende Angelegenheit mehr. Zudem sind die Unterhaltskosten sehr niedrig und so ein Fahrrad ist eben einfach deutlich umweltfreundlicher als ein Auto. Da sind wir aber auch schon beim Problem: Gute Lastenräder für den Hund können schnell so viel kosten wie ein gebrauchter Kleinwagen.

 

Über Gregor

Vielleicht interessiert Dich

Hundeliebe

Übertriebene Hundeliebe! Wieviel ist noch okay?

„Ihr behandelt euren Hund ja wie ein Kind“ – diesen Satz haben wir schon häufiger …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.