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Diese 7 Mythen über Hundeernährung verschwinden nie

Möchtest Du mal richtig viel Spaß haben? Dann gehe in Facebook in eine beliebige Hundegruppe (natürlich funktioniert das auch bei Hundeforen allgemein) und frage im harmlosen Fall, was Du Deinem Hund füttern sollst. Allein mit dem Lesen der Antworten wirst Du Stunden beschäftigt sein. Hast Du dickes Fell und kannst einiges ab? Dann frage nicht, was Du füttern sollst, sondern stell einfach die Behauptung auf, Futter XYZ ist das beste und der Rest ist minderwertig. Die Reaktionen darauf werden Dich zum Lachen und zum Weinen bringen, denn es ist wirklich erstaunlich, wie viele Mythen sich rund um die Hundeernährung hartnäckig halten und wie sehr die Gemüter bei diesem Thema hochkochen.

Es gibt viele unterschiedliche Theorien, wie ein Hund ernährt werden sollte. Die einen setzen auf Rohfütterung (BARF), andere kochen für die Hunde und wieder andere kaufen Trocken- oder Nassfutter und verfahren auch damit gut. Es gibt also nicht das eine Futter, dass allen Hunden bekommt und gut für jeden ist. Man kann mit Trockenfutter rundherum gesunde Hunde haben und ein Hund, der gebarft wird, kann krank sein. Und genauso ist es auch anders herum.

Mythen rund um die Ernährung

HundeernährungNeben den Diskussionen, welche Ernährung denn nun die beste für den Hund ist, gibt es auch immer wieder Aussagen, bei denen man nur noch die Kopf schütteln kann oder alternativ in die Tischkante beißen möchte. Das sind die Mythen, die es scheinbar schon ewig gibt, die Jahr für Jahr widerlegt werden und trotz allem nicht verschwinden. Sicher kennst auch Du ein paar dieser Aussagen, die einfach immer wieder auftauchen und immer wieder falsch sind.

Für diesen Artikel haben wir uns ein wenig auf die Suche begeben, die größten Mythen gesammelt und versucht, sie zu widerlegen. Aber ganz ehrlich? Einige Dinge sind so an den Haaren herbei gezogen, dass es schwer ist, eine Gegendarstellung zu formulieren.

BARF/rohes Fleisch macht Hunde aggressiv

Diese Aussage liest man häufig dann, wenn BARF-Liebhaber auf BARF-Gegner stoßen. Irgendwann, wenn alle vernünftigen Pros und Contras ausgesprochen sind, kommt dieses Killerargument, auf das man eigentlich gar nichts erwidern kann. Das liegt aber nicht daran, weil es der Wahrheit entspricht, sondern vielmehr, weil es jeglicher Grundlage entbehrt. Es gibt nichts, was darauf hindeutet – und so ist es einfache eine Phrase, die am besten umkommentiert bleibt.

Knochen füttern ist gefährlich

Hierbei handelt es sich zwar nicht um einen kompletten Mythos, aber dennoch ist die Aussage falsch. Es ist nicht generell gefährlich, Knochen zu füttern. Sind die Knochen roh (also nicht gekocht, gebraten etc.) spricht nichts dagegen, sie zu füttern. Sie würden in der Natur auch beim Hund auf dem Speiseplan stehen. Wie schon erwähnt, sollte man gekochte Knochen allerdings nicht füttern, weil diese splittern und somit den Hund verletzen können. Auch könnte der Hund spucken oder Durchfall von der Knochenfütterung bekommen, wenn er es nicht gewohnt ist. Hier also bitte mit kleinen Rationen anfangen.

Trockenfutter ist gut fürs Hundegebiss

HundeernährungMan könnte fast geneigt sein, das zu glauben. Wenn der Hund das Trockenfutter kaut, reibt es ja an den Zähnen und kann somit Beläge entfernen. Aber mal ehrlich: Kaut Dein Hund das Trockenfutter ausführlich? Wohl eher nicht. Die meisten Hunde schlingen es einfach so herunter oder beißen im Höchstfall einmal drauf. Das liegt in ihrer Natur, sie sind Schlinger. Als Zahnpflege eignet sich Trockenfutter also eher nicht, da braucht es schon etwas anderes, wo wirklich gekaut wird.

Hunde brauchen nichts als Fleisch

Ja, auch heute gibt es noch Menschen die meinen, als Fleischfresser braucht der Hund nichts anderes als Fleisch. Gemüse und Co. sind nach Ansicht dieser Menschen völlig überflüssig. Im Grundsatz haben sie ja recht. Hunde würden in der freien Natur andere Tiere fressen, sie gehen ihnen also ans Fleisch. Aber genauso essen sie Magen- und Darm-Inhalt dieser Tiere und nehmen darüber auch Grünzeug auf. Auch sonst sind sie Raubtiere, die nicht unbedingt Nein zu einem Apfel oder zu Beeren sagen. Also gehört in ihre Nahrung auf Obst und Gemüse – auch wenn Fleisch natürlich ganz oben auf dem Wunschzettel stehen würde, wenn sie denn schreiben könnten.

Hunde können ruhig die Reste vom Tisch essen

Diese Aussage wird gern unterstrichen mit Das haben früher alle so gemacht und den Hunden hat es nicht geschadet. Mir rollen sich ja eh immer die Fußnägel hoch, wenn man mit Das haben wir schon immer so gemachtkommt. In diesem Fall ist es besonders schlimm, denn früher war der Hund selten ein Familienmitglied, oftmals war nicht genügend Geld da, um ihn vernünftig zu ernähren oder es fehlte ganz einfach an dem Wissen. Natürlich hat der Hund gern die Reste vom Tisch genommen, aber er hat auch sicher des öfteren ein Magengrummeln gehabt oder mit Durchfall gekämpft. Und ob innere Organe Schaden genommen haben, kann sicherlich keiner beantworten, denn so schnell ging man damals nicht zum Tierarzt und wenn doch, war die Untersuchung eher oberflächlich. Also bitte, verkneift euch die Reste vom Tisch an die Hunde zu verfüttern. Es ist nicht gesund für sie!

Hunde können immer Futter stehen haben, sie hören auf, wenn sie satt sind

HundeernährungNein! Beinahe jeder Hund (Ausnahmen bestätigen die Regel), würde sich so richtig den Bauch Vollschlagen und viel mehr fressen, als gut für ihn wäre, wenn immer Futter bereit steht. Das steckt ganz einfach in den Genen des Hundes. Schauen wir auf die Urahnen unserer Hunde, also die Wölfe, sehen wir folgendes Verhalten: Ist Beute da, wird gefressen, bis nichts mehr da ist. Schließlich ist nicht sicher, dass Morgen schon wieder Beute da ist. Das Futter muss dann also zur Not ein paar Tage vorhalten. Und so würde der Hund auch mächtig zuschlagen, weil er natürlich nicht weiß, ob es am nächsten Tag auch noch was gibt!

Fertigfutter enthält nur Abfälle

Auch das ist Blödsinn. Ehrlich gesagt ist die Qualität eines guten Fertigfutters viel besser als einiges, was die Menschen sich an Fastfood in den Mund stopfen. Laut Gesetz für die Herstellung von Tierfutter dürfen auch im Fertigfutter nur Zutaten verarbeitet werden, die tauglich für den menschlichen Genuss wären. Der Hund bekommt da also das, was Du vielleicht sonst in Deiner Wurst findest oder auch an der Fleischtheke kaufen kannst.

Fazit

Du merkst, wir haben hier nur an der Oberfläche gekratzt und es gibt noch viel mehr Mythen, die überall kursieren. Aber alle zu nennen, hätte hier auch den Rahmen gesprengt. Vielleicht gibt es aber irgendwann einen zweiten Teil. Bis dahin interessiert uns:

Welche Mythen über Hundeernährung fallen Dir noch ein?

Bildcredits: Titelbild und Bild3 von Counselling, Bild1 von Nicooo76, Bild2 von JoachimRathke,

Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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