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Spielen – mehr als ein Zeitvertreib!

Bällchen werfen, am Seil zerren oder einfach gemeinsam rangeln: Das Spielen mit dem Hund ist mehr als nur ein Zeitvertreib. Es ist vielmehr eine Möglichkeit Stress abzubauen (für Mensch und Tier), die Bindung zu stärken und vor allem auch zu lernen. Und das gilt für Welpen genauso wie für Senioren. Damit erlangt das Spiel für Hunde eine Bedeutung, die weit über den reinen Spaß hinaus geht – wobei das allein schon ein guter Grund für gemeinsames Spielen ist.

Bällchen werfen ist ein beliebtes SpielAn einem schönen Sommertag mit dem Hund auf der Wiese herum tollen, bis man vollkommen erschöpft ins Gras fällt, um dort weiter miteinander zu rangeln – das hört sich fast schon so an, wie das Script eines Fernseh-Spots für Hundefutter. Was etwas kitschig anmutet, wird jedoch jedem Hundebesitzer ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Denn diese Momente sind es, in dem man alles um sich herum vergisst, sich einfach auf den Hund einlässt und gemeinsam Spaß hat. Diese Momente sind es, die einem immer im Gedächtnis bleiben.

Betrachtet man solch einen kitschigen Spielmoment, ist einem schnell klar, warum das Spiel ein wichtiger Faktor für die Beziehung von Mensch und Hund ist. Fernab von Regeln, Befehlen und eingeschränktem Bewegungsspielraum an der Leine, können Hunde beim Spiel so richtig Gas geben, sich austoben und der Freude hingeben. Und allein wegen dieser Freude ist es jede Minute Wert, die man dem gemeinsamen Spiel widmet.

Im Spiel ist niemand der Boss

Obwohl das Spiel mit dem Hund ein wichtiger Faktor für seine soziale Entwicklung ist, ist es gleichzeitig auch die beste Möglichkeit, alle Regeln über den Haufen zu werfen und sich einfach dem Spaß hinzugeben. Im Spiel darf einen der Hund gern einmal am Bein hoch springen, das Spielzeug aus der Hand reißen oder einen auch sanft knuffen. All das, was im Alltag ansonsten mit Regeln belegt und gut eingeübt wurde, ist hierbei unwichtig.

Im Spiel geht es oft wild zu, Regeln sind außer Kraft gesetztUnsere Vierbeiner wissen das genau und danken uns diese Spiele auf vielfältige Art und Weise. Sie wissen genau zu unterscheiden, ob wir mit ihnen spielen oder nicht und können auch unterscheiden, was im Spiel erlaubt und im Alltag verboten ist. Zu diesen Zeiten vergessen auch unsere Hunde alles um sich herum und können Stress abbauen und ungeachtet jeder Rangordnung die gemeinsame Aktivität genießen.

Gerade diese Aspekte kann man auch sehr gut beobachten, wenn Hunde miteinander spielen. Da übernimmt nicht nur einer von ihnen die Rolle des Jägers und der andere ist immer die Beute. Nein, vielmehr gibt es stets Abwechslung, die Hunde jagen sich gegenseitig und setzen im Spiel auch ihre Körper ein. Es wird einander angerempelt, geknufft und auch das Ziehen an den Ohren oder ein sanfter Biss gehören dazu. Dieses mitunter sehr wilde Treiben wird von uns Menschen oft falsch interpretiert, wirkt es doch sehr rabiat. Doch wenn wir genau hinschauen, sehen wir an der Körpersprache recht deutlich, dass hier kein aggressives Verhalten vorliegt, sondern vielmehr der reine Spaß dominiert.

Nicht jede gemeinsame Aktivität ist ein Spiel

Spiele dürfen und sollen sogar körperlich seinWir Menschen tun inzwischen zum Glück einiges, um gemeinsam Zeit mit unseren Hunden zu verbringen. Wir gehen zum Hundesport, werfen beim Spaziergang zwischendurch Bällchen oder nutzen spielerische Aktivitäten, um den Hunden Neues beizubringen. Das ist toll, macht den Hunden Spaß und schweißt zusammen. Und es ist wichtig, lastet es unsere Vierbeiner doch auch aus und sorgt für Abwechslung im Alltag.

Bei all diesen Aktivitäten gibt es jedoch ein Ziel und der Hund soll dabei auch etwas Lernen. Er soll lernen, uns den Ball zu bringen und abzugeben, er soll lernen den Agility-Parcours auf unsere Anweisung zu durchlaufen und er soll ein neues Kunststück oder Verhalten erlernen. Und daran ist nichts negativ, ganz im Gegenteil. Es ist wichtig für unser Zusammenleben. Aber mindestens genauso wichtig ist das Spiel ohne Regeln. Das Spiel, dass nur den Spaß zum Ziel hat und den Hunden zeigt, wie sehr wir sie lieben. Dieses Spiel DARF wild, lustig und chaotisch sein. Es DARF auch körperlich sein. Und es MUSS Mensch und Hund Freude bereiten!

Wann hast Du Dir das letzte Mal Zeit genommen und mit Deinem Hund ohne Regeln getobt und gespielt? Wie geht es bei Dir zu, wenn alle Regeln außer Kraft gesetzt sind? Wir sind neugierig auf Deine (Spiel-)Erfahrungen!

Die besten Hundespiele: für drinnen und draußen (GU Tier Spezial)(*)
  • Kirsten Wolf
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Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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