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Übergewicht bei Hunden – ein wichtiges Thema

Gerade habe ich in einer Grafik über häufige Gründe für Krankheiten beim Hund gesehen, dass etwa jeder dritte Hund in Deutschland Übergewicht hat. Jeder DRITTE Hund – das muss man sich einmal vorstellen. Ich finde das ist eine Menge und die Zahl hat sogar meine schlimmsten Erwartungen übertroffen. Und schlimm dabei ist vor allem auch, dass die Halter der Hunde das oftmals gar nicht als Problem begreifen, sondern der Meinung sind, dass sie ihrem Hund Gutes tun, wenn sie überfüttern.

Übergewicht ist ja eh ein großes Problem in unserer Gesellschaft. Ich selbst habe auch Übergewicht – vielleicht ist es mir gerade deshalb so wichtig, dass unsere Hunde mit solchen Problemen nicht belastet werden. Denn im Gegensatz zu unseren Hunden sind wir selbst dafür verantwortlich, was wir zu uns nehmen und wir wissen auch genau, wenn es zu fettig, süß oder sonstiges ist. Unsere Hunde müssen sich da auf uns verlassen und daher finde ich es umso wichtiger, wirklich kritisch mit dem Thema umzugehen.

Wann ist ein Hund übergewichtig

Übergewicht bei HundenEs gibt Hunde, die sehen auf den ersten Blick so richtig proper aus und trotzdem sind sie in Wirklichkeit schlank. Ein dickes Fell und der Körperbau an sich kann unseren Augen schon mal einen Streich spielen und wir nehmen es dann anders wahr. Dann gibt es auch Hunde, die auf den ersten Blick ganz okay aussehen, bei näherem Hinsehen ist dann aber doch rundherum ein bisschen zu viel da. Um es kurz zu machen: Nicht immer können wir auf einen Blick erkennen, ob ein Hund eine gute Figur hat oder eben nicht.

Ein guter Test ist immer der Griff an die Rippen. Steht der Hund und Du kraulst ihn, solltest Du seine Rippen leicht und ohne Druck spüren können. Ist das der Fall, ist alles in Ordnung. Sind die Rippen nur schwer oder gar nicht zu fühlen, ist Zeit für eine Diät. Ein anderes Indiz ist die Taille. Daran erkennen wir bei Devil beispielsweise immer recht gut, wie es um seine Figur bestellt ist. Nimmt er zu, sieht man ihm das sofort an der Taille an – da kommt wohl seine feminine Seite durch 😉 Natürlich könnte man jetzt auch noch nach Rassestandards gehen – da aber die Hunde unterschiedlich groß sind (und nicht immer einer Rasse allein angehören), finde ich das immer ein wenig irreführend.

Woher kommt das Übergewicht?

Auch wenn im Allgemeinen immer angenommen wird, das Übergewicht bei Hunden nur an zu vielen Leckereien liegt, gibt es doch noch andere Faktoren, die eine Rolle spielen. Die häufigsten Gründe für Übergewicht bei Hunden lassen sich aber doch schnell aufzählen.

Ernährung

Natürlich ist die falsche Fütterung eine sehr häufige Ursache fürs Übergewicht beim Hund. Das ist unbestritten. Es wird schon beim Hauptfutter viel zu viel gegeben, dann kommen noch die Leckerlies hinzu und vielleicht gibt’s dann bei den Mahlzeiten auch noch etwas vom Tisch. Da kommt schnell einiges zusammen – gerade wenn mehrere Familienmitglieder füttern und es so auch mal vorkommt, dass es doppelt Frühstück gibt oder jeder Leckerlies regnen lässt.

Hier hilft es, wenn im ersten Schritt einmal genau aufgeschrieben wird, was der Hund den Tag über bekommt. Je nach Ausmaß des Übergewichts reicht es dann oft schon, wenn Leckerlies reduziert werden oder es ein bisschen Apfel oder Karotte stattdessen gibt. Ist das Übergewicht doch etwas mehr, dann muss auch das Futter reduziert oder umgestellt werden. Es gibt Ernährungsberater für Hunde, die gerade bei diesem Punkt sehr gut weiterhelfen können und dabei unterstützen, den Hund wieder auf Linie zu bekommen.

Bewegung

Übergewicht bei HundenDie Bewegung, beziehungsweise das Zuwenig an Bewegung, ist ein weiteres Problem. Neben Job und Familie bleibt oft nicht viel Zeit für den Hundespaziergang und oft muss eine Runde um den Block reichen. Ist man dann mal länger draußen, lässt man es ruhig angehen, anstatt den Hund auch mal ein bisschen zu fordern. Ist fehlende Bewegung ein Thema, muss man nicht gleich jeden Tag Wanderungen unternehmen – aber beim Spaziergang dürfen dann gern auch mal Apportierspielchen und ähnliches ein Thema sein. Dafür muss der Hund sich dann ein bisschen mehr bewegen und hat auch Spaß daran.

Krankheiten

Wie auch beim Menschen, gibt es auch beim Hund Krankheiten, die für das Übergewicht verantwortlich sein können. Eine Unterfunktion der Schilddrüse kann eine mögliche Ursache sein, eine Überfunktion der Nebenniere eine andere. Nimmt der Hund zu, obwohl Futter und Bewegung sich nicht verändert haben, ist also unbedingt ein Gang zum Tierarzt anzuraten.

Welche Auswirkungen hat das Übergewicht bei Hunden?

Hat ein Hund Übergewicht, sorgt das in erster Linie dafür, dass der Hund sich nicht so gut und ausdauernd bewegen kann. Das nimmt auf jeden Fall ein Stückchen Lebensqualität – je höher das Übergewicht, desto mehr Lebensqualität geht verloren. Allein das sollte uns dazu veranlassen, den Hund auf Diät zu setzen. Viel schlimmer können jedoch auch die anderen Erkrankungen sein, die auf Übergewicht zurückzuführen sind.

Ähnlich wie bei Menschen stehen hier Gelenkschäden an erster Stelle. Hüfte und Knie leiden unter jedem Pfund zu viel und es kommt schneller zu Verletzungen und auch chronische Beschwerden, die sehr schmerzhaft sind. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind aufs Übergewicht zurückzuführen und beeinträchtigen die Lebensqualität beim Hund oder machen ständige Medikamentengabe erforderlich.

Insgesamt neigen viele Experten zu der Ansicht, dass übergewichtige Hunde öfter Hautprobleme haben und auch häufiger von Infektionen betroffen sind. Wissenschaftler sind sogar der Ansicht, dass sich die Lebenserwartung bei Übergewicht bei Hunden extrem verkürzt. Sie sprechen davon, dass ein Hund mit guter Figur bis zu zwei Jahre länger leben kann.

Übergewicht bei Hunden ist schlimmer als ein trauriger Blick

Viele Menschen entschuldigen das Übergewicht bei Hunden mit den traurigen Blicken, die der Hund ihnen zuwirft, wenn ihm das Leckerlie verwehrt wird. Auch wir kennen diesen Blick und das Betteln – und glaubt mir, beim Cavalier King Charles Spaniel mit den großen Kulleraugen ist dieser Blick mehr als nur heftig. Aber wir lassen uns davon nicht beeinflussen, sondern bleiben standhaft. Denn auch wenn ein kleines Leckerlie ja nichts ausmacht – in Summe kommt einiges am Tag zusammen und spätestens dann muss man genau aufpassen, dass es nicht zu viel wird.

Hat Dein Hund eine gute Figur oder wirst Du manchmal weich, wenn es ums Futter geht? Wir freuen uns auf Deinen Kommentar

Letzte Aktualisierung am 23.10.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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4 Kommentare

  1. Ich achte auch sehr auf das Gewicht meiner Hunde – Im Winter dürfen es mal 1 -2 Kilo mehr sein, aber ansonsten befinden sich die Mädels doch eher in Richtung dünn als dick.
    Im Moment hat das Indianermädchen noch ein bisschen zu viel auf den Rippen – inzwischen nur noch so ein kg aber da sind wir fleißig mit dabei – ich ersetze einfach zwischendurch einen Teil ihres Futters durch gekochtes Gemüse. So muss die Arme nicht hungern und nimmt trotzdem langsam ab.
    Gerade Hunde im Hundesport – also welche die viel springen, sollten meiner Meinung nach nicht zu viele Kilos mit sich herum tragen.
    Liebe Grüße
    Lizzy mit Emmely und Hazel

    • Hallo Lizzy, das mit dem gekochten Gemüse ist eine super Idee. Wir geben dann auch zwischendurch Gemüse, auch gern roh, als Snack oder zum Knabbern.
      Aber ich verfolge Deich und Deine Mädels schon länger auf Facebook…. So aktiv wie ihr seid, geht’s doch sicher ganz schnell beim Indianermädel runter, oder?

  2. Hallo!
    Ich habe einen kleinen Jack Russell – Chihuahua Mischling! Er heißt Fritzi, er ist allerdings nur tagsüber bei mir, wenn die richtigen Besitzer arbeiten! Ich habe schon seit längerer Zeit bemerkt, dass er zu viel auf der Rippen hat und die Besitzer es einfach nicht wahrhaben wollen, trotz meinen Warnungen! Mittlerweile isst der Kleine bei mir fast nichts mehr, doch die Besitzer denken, sie müssten ihn jedes Mal wenn sie etwas essen auch füttern, weil er ja so brav ist und er immer so schaut…Das Herrchen arbeitet zudem in einer Metzgerei und gibt dem Hund immer etwas ab, was ich leider nicht verhindern kann wenn ich nicht dabei bin… 🙁 Ich weiß mittlerweile gar nicht mehr was ich tun kann, um Fritzi zu helfen…
    Habt ihr Ideen oder Vorschläge?
    LG Lea und Fritzi

    • Hallo Lea, oje, der arme Fritzi. Wenn die Besitzer kein Einsehen haben, ist das natürlich sehr schwer. Ich glaub, ich würde das Thema einfach immer wieder mit einfließen lassen und ansonsten sehen, dass ich ihm so viel Bewegung wie möglich gebe. Das gleicht dann zumindest ein bisschen wieder aus.
      Hoffen wir, dass die Besitzer sich schnell einsichtig zeigen!

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