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Urlaub: Mit oder ohne Hund

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Schon bald beginnen die Ferien und die Familien verreisen. Wie leider immer wieder ausgesetzten Hunden zu erkennen ist, machen sich nicht alle Gedanken darüber, was mit den Haustieren passiert, wenn sie selbst mal unterwegs sind. Aber darum soll es in diesem Artikel nicht gehen, sondern eher um die Frage: Urlaub mit Hund oder doch lieber ohne? Für viele gibt es diese Frage gar nicht. Da wird der Hund ganz selbstverständlich mitgenommen. Aber ist man ein schlechter Hundehalter, wenn man eben dies nicht macht?

Wir sind nicht die Sorte Menschen, die ständig in den Urlaub fahren müssen oder gar sehr weit in die Ferne schweifen. Aber auch wir fahren hin und wieder weg und sei es nur, um die Familie zu besuchen. Unser Hund macht dann auch Urlaub – allerdings nicht mit uns, sondern bei seiner Hundetante. Und das liegt nicht daran, dass wir absolut herzlos sind und ihn nicht dabei haben wollen, sondern wir haben diese Regelung ihm zu liebe getroffen.

Urlaub mit Hund kann so schön sein

Urlaub mit HundDie schönste Zeit des Jahres verbringt man gern mit denen, die man am meisten liebt. Dazu gehört bei vielen auch der Hund, der nicht einfach nur Haustier, sondern vielmehr Familienmitglied ist. Da steht gar nicht die Frage im Raum, ob der Hund mit in den Urlaub kommt oder auch nicht. Vielmehr sucht man das Urlaubsziel und die Unterkunft schon danach aus, ob es auch hundefreundlich ist. Auch die Planung der Tagesaktivitäten wird auf den Hund angepasst – und das ist wirklich super.

Urlaub mit dem Hund ist dann auch wirklich schön. Die einen lassen es sich dann am Meer an Hundestränden gutgehen, andere bevorzugen Camping-Urlaub mit möglichst vielen Freiheiten für den Hund und wieder andere machen tolle Wander-Touren. Die Hunde genießen es, Zeit mit ihren Menschen zu verbringen und neue spannende Abenteuer zu erleben. Zum Glück gibt es auch viele Unterkünfte (vom Hotel über die Ferienwohnung bis zum Campingplatz), die inzwischen auf Hunde eingestellt sind und diese nicht nur erlauben, sondern auch diverse Extras für die Vierbeiner bieten. Da kann der Urlaub für die gesamte Familie ja nur schön werden.

Urlaub mit Hund muss aber nicht sein

Wir hätten auch gern die oben genannten tollen Urlaube mit unserem Hund verbracht. Er ist aber leider überhaupt nicht der Typ dazu. Neue Umgebungen machen ihn unheimlich nervös und die damit verbundenen Reize kann er nur schwer verarbeiten. Somit ist er dann wirklich sehr nervös, kommt überhaupt nicht zur Ruhe und kann selbst schöne Spaziergänge nur schwer genießen. Allgemein haben wir einen Hund, der gern ohne Trubel lebt und ganz einfach damit zufrieden ist, sich irgendwo gemütlich hinzulegen und vor sich hin zu dösen.

Würden wir mit ihm in den Urlaub fahren, würden wir weder ihm noch uns einen Gefallen tun. Versteht mich nicht falsch, wir haben es versucht – und waren froh, dass es nur ein Wochenend-Trip war, denn der Hund hatte richtig großen Stress und wäre am liebsten nur im Hotel-Zimmer geblieben. Da das aber nicht gerade unserem Anspruch an Urlaub entspricht, haben wir beschlossen, zukünftig getrennt zu urlauben.

Wohin mit dem Hund, wenn er nicht mitkommt?

Wenn der Hund nicht mit in den Urlaub kommt, stellt sich natürlich die Frage, wo er in dieser Zeit untergebracht wird. Ideal ist es natürlich, wenn er bei Familienmitgliedern oder guten Freunden unterkommen kann. Wenn er die Menschen kennt und mag, wird er dort sicher eine tolle Zeit haben und Herrchen und Frauchen kaum vermissen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass vielleicht jemand für die Zeit ins eigene Zuhause einzieht und den Hund dort betreut. Das macht es für den Hund natürlich noch angenehmer.

Urlaub mit HundWir hatten hier leider niemanden, der den Hund nehmen konnte – und so haben wir lange überlegt, was wir tun. Eine Hundepension war dann schließlich die ideale Lösung für uns. Wir mussten einige Zeit suchen, fanden aber schließlich eine tolle Möglichkeit, wo unser Kleiner seine Ferien verbringen kann. Obwohl er ja so eine kleine Stresspille ist, fühlt er sich dort wohl und er mag seine Hundetante. Zwar herrscht da natürlich durch die anderen Hunde auch immer Trubel, aber das kennt er nun schon gut und da er dort auch einfach im Garten liegen und das Gewusel der anderen beobachten kann, ist er mit der Situation echt zufrieden.

Die richtige Hunde-Pension zu finden, ist natürlich alles andere als leicht, aber es ist definitiv machbar. Die ersten Male hab ich noch einige Tränen wegdrücken müssen, wenn wir ihn da ließen, aber inzwischen bin ich froh, das wir diese Möglichkeit haben. Wir sind nie lange weg, meist nur 3-5 Tage – und in den Tagen können wir Menschen dann mal vom stressigen Alltag abschalten und wissen, dass der Hund gut versorgt ist und sich auch wohl fühlt. Damit tun wir ihm sicher mehr einen Gefallen, als wenn wir ihn mitnehmen und er dann schlicht und einfach überfordert von der Situation ist.

Fazit

Es ist toll, wenn man gemeinsam mit dem Hund in den Urlaub fahren kann und dort eine tolle Zeit verlebt. Aber es ist auch vollkommen in Ordnung, wenn man ihn (aus welchen Gründen auch immer) nicht mitnimmt, solange er dann gut versorgt ist. Unsere Hunde nehmen uns das nicht übel und wer weiß, vielleicht sind sie ja auch ganz froh, uns mal ein paar Tage los zu sein 😉

Möchte man es dennoch probieren, auch mit nervösem Hund gemeinsam in den Urlaub zu fahren, findet man in diesem Artikel bei vawidoo ein paar tolle Tipps!

Wie ist es bei Dir? Kommt der Hund mit in den Urlaub? Wir freuen uns auf Deinen Kommentar!

Bildcredits: StockUnlimited

Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.

Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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6 Kommentare

  1. Wir machen alles mit unserem Hund, was bei uns aber auch daran liegt, dass er für mich als Behindertenbegleithund fungiert. Er kennt es von zu Hause, dass immer neue Umgebungen da sein können, das macht ihm nichts. Das einzige was mich stört, ist das ständige ungefragte Betatschen des Hundes. Daher trägt mein Mann ihn dann manchmal, weil es mir dann schon zu viel wird und ich ihn nicht dem ständigen Betatschen aussetzen möchte. Und nein wir haben keinen Chihuahua und er kommt auch nicht in eine Tasche. 🙂

    • Unbefragtes Betatschen geht natürlich gar nicht – das kann ich gut nachvollziehen. Ansonsten ist es natürlich toll, wenn Dein Hund Dir eine Hilfe ist und dann auch noch ruhig und souverän in neue Situationen geht. Das ist dann einfach ideal.

  2. Benno KLAUDINGER

    Im Grunde wäre es sicher gut, wenn der Vierbeiner mit kann. Vorausgesetzt, daß das Hotel (und ähnliches) Hunde duldet und ob es der Hund es auch verträgt. Ich habe zwar selbst keine Hunde aber meine drei gasthunde (von meinen sehr guten Freunden) sind immer herzlich willkommen und können solange es notwendig ist (Bei Bedarf auch länger) bei mir (kostenlos) Übernachten.

  3. Schöner Artikel und natürliche schade dass eurer Kleiner nicht mitkann. Aber wenn er sich in „seiner“ Hundepension so fühlt würde ich auch nichts durchstieren. Unsere Nera hat zum grossen Glück keine Probleme mit Veränderungen. Das liegt wohl daran dass wir sie auf unserer Langzeitreise quer durch Zentralamerika grosszogen. Heute sind wir wieder sesshaft in der Schweiz aber zum Glück liebt sie unser Ferienmobil. So haben wir unser zu Hause auf Rädern immer mit dabei. Anstatt weit in die Ferien zu fliegen entdecken wir nun unsere Heimat und Europa auf längeren und kürzeren Road-Trips:)

    • Danke Bettina. Für den Hund muss es ja himmlisch sein, so aufzuwachsen, ständig Neues zu erleben usw. Ich glaube, das liegt ihnen mehr als unsere „normale“ Lebensweise.

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