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Vom Welpen zum Junghund

Neulich bin ich bei Facebook in einer Hundegruppe wieder einmal über einen Austausch zwischen Hundehaltern gestolpert, der meine Aufmerksamkeit erregte. Dort tauschte man sich sehr engagiert, um es mal vorsichtig auszudrücken, darüber aus, wann ein Hund noch als Welpe und wann als Junghund bezeichnet werden sollte. Mal davon abgesehen, dass es ja eigentlich gar keine besonderen Unterschied macht, wie man es für sich selbst definiert, ist es natürlich ganz gut, wenn im Gespräch mit anderen (Hundeschulen, Tierärzten, usw.) zumindest grob übereinstimmt, ab welchem Alter aus dem Welpen ein Junghund wird. In der schon erwähnten Diskussion gingen die Vorstellungen davon allerdings sehr weit auseinander.

Kann ein sieben Monate alter Hund noch als Welpe bezeichnet werden? Und ist ein Junghund nur der, der schon in der Pubertät ist? Diese Fragen konnte ich aus dem Austausch in der Gruppe entnehmen und wurde dann selbst neugierig. Zwar hatte ich ein ungefähres Alter im Kopf, in dem man normalerweise von einem Junghund spricht. Ganz so sicher war ich mir dann aber auch nicht mehr. Also begann die Recherche. Auch hier herrschte jedoch nicht unbedingt Einigkeit unter verschiedenen Hunde-Experten, -Magazinen, -Trainern und -Haltern. Recht passend fand ich die häufige Aussage, dass bis zum Alter von 16 bis 18 Wochen problemlos von einem Welpen gesprochen werden kann. Was darüber hinaus geht, ist ein Junghund.

Was der Welpe nicht lernt, lernt der Junghund nimmer mehr

JunghundOkay, die Überschrift ist schlecht von einem bekannten Sprichwort abgewandelt. Und sie ist natürlich völlig übertrieben. Es steckt jedoch auch ein Stückchen Wahrheit in ihr. Denn grundsätzlich kann gesagt werden, dass der Hund im Welpenalter möglichst viele Situationen erleben sollte, die dann als Junghund weiter vertieft werden können. Grundsätzlich heißt es, dass die Prägephase beim Hund zwischen der 3. und 12. Wochen stattfindet. Je besser er in diesem Zeitraum sozialisiert und (sanft) an neue Situationen heran geführt wird, desto besser wird er auch als erwachsener Hund klar kommen. Mit der 12. Woche endet das Lernen allerdings nicht. Bis dahin sollten die wichtigsten Sachen gemeinsam erkundet sein. Ddann kommen ein paar Wochen, in denen die Dinge des Alltags gelernt werden können.

Von der 12. bis zur 16. oder halt 18. Woche findet die sogenannte prägungsähnliche Phase statt, die das Zusammenleben später erleichtern soll. In dieser Zeit ist es wichtig, das Hund und Mensch eine Bindung aufbauen, der Kontakt zu anderen Menschen und Tieren kann erlernt werden und auch das Verhalten bei verschiedenen Situationen vertieft. Wir haben in dieser Phase beispielsweise immer wieder verschiedene Orte aufgesucht, an denen wir uns einfach hinsetzten, etwas spielten oder kuschelten und dem Hund dabei zeigten, dass belebte Straßen, Parks mit lärmenden Kindern, usw. nicht sind, was ihm Angst machen muss. In dieser Zeit könne auch gemeinsame Restaurant-Besuche geübt werden und auch das Autofahren und Alleinbleiben lässt sich in diesem Alter gut vertiefen.

Was ändert sich beim Junghund?

JunghundWie so oft, ist es nicht ganz leicht zu erkennen, wann unsere süßen Vierbeiner ein Stück weit erwachsen werden. Um überhaupt eine Abgrenzung schaffen zu können, wird daher häufig der beginnende Zahnwechsel als die Zeit hergenommen, in der aus dem Welpen ein Junghund wird. Fallen die ersten Zähnchen aus, ist das also ein gutes Zeichen. Dann beginnt ein neuer, nicht weniger spannender Lebensabschnitt. Je nach Hund kann dann noch ein paar Wochen mehr oder weniger die gemeinsame Zeit und das gemeinsame Lernen genossen werden, bevor die Pubertät einsetzt und damit auch teilweise der Wunsch, der Hund wäre nie aus der Welpenzeit heraus gekommen 😉

Aber auch das gehört dazu und geht vorbei. Auch in dieser Zeit ist es spannend, den Junghund zu beobachten und natürlich ist es dann auch wichtig, weiter mit liebevoller Konsequenz Regeln aufzuzeigen und dafür zu sorgen, dass alles zuvor Erlernte nicht wieder vergessen wird. Wer bewusst durch all diese Phasen geht und mit dem Hund gemeinsam Höhen und Tiefen durchlebt, geht als tolles Team daraus hervor und kann sich auf hoffentlich viele Jahre mit einem treuen und ausgeglichenem Freund auf vier Pfoten freuen. Und dann ist es auch nicht so schlimm, wenn der Hund sich selbst als Senior noch ab und an wie ein Welpe benimmt!

Ab wann würdest du einen Hund als Junghund bezeichnen und wie verlief diese Phase für euch?

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  • Kyra Sundance
  • Herausgeber: Verlag Eugen Ulmer
  • Auflage Nr. 2 (25.06.2012)
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Bildcredits: Titelbild, Bild1, Bild2

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Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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