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Wandern mit Hund – die ersten Schritte!

Wandern mit Hund ist momentan absolut beliebt – so scheint es mir zumindest. Es gibt viele Facebook-Gruppen zu diesem Thema, auf Pinterest springen mir die Worte immer wieder ins Auge und auch in Blogs stolpere ich öfter über Berichte. Aber vielleicht nehme auch nur ich das so wahr, weil wir plötzlich selbst Interesse an dem Thema haben? Die Aufmerksamkeit folgt ja bekanntlich dem Fokus. Wie auch immer. Der Kern des Themas ist das Wandern mit Hund und wie die ersten Schritte dabei aussehen können. Denn auch das sollte man nicht völlig unvorbereitet angehen, so zeigt es zumindest unsere Erfahrung!

Um es vorweg zu nehmen: Wir sind wirklich Anfänger im Bereich des Wanders. Im letzten Jahr kamen wir bei unserem Mallorca-Urlaub ohne Hund eher zufällig dazu und nahmen uns dann vor, ab diesem Jahr auch zuhause den Rucksack auf den Rücken zu schnallen und loszulaufen. Dann natürlich mit Hund. Und ja, wir ziehen das Vorhaben jetzt auch wirklich durch und sind jeden Sonntag unterwegs und erkunden die nähere Umgebung mal abseits der uns bekannten Straßen. Der Hund, der sonst eher nicht so viel Bewegung gefordert hat, scheint auch richtig Spaß zu haben und schläft seitdem noch besser. Alles in allem ist das Wandern also für uns alle gut – und wenn du auch Interesse daran hast, hab ich ein paar Tipps für dich!

Wandern mit Hund langsam angehen

Wandern mit HundWährend wir uns selbst gern mal überschätzen, war uns beim Wandern mit Hund gleich klar, dass wir hier erst mal langsam anfangen sollten. Unser Kleiner war ja nie die Sportskanone und obwohl wir oft lange draußen waren, sind wir nicht unheimlich weit gelaufen, sondern haben einfach auch viel gespielt oder gechillt. Dementsprechend war es keine Option, gleich mit 10 km oder mehr zu starten. Wir gehen das Wandern mit Hund also wirklich langsam an, haben erst unsere Spaziergänge ausgeweitet und variieren da ein wenig mit Distanz und Tempo. So baut der Hund mehr Kondition auf, die Muskeln bilden sich besser und es kommt nicht unbedingt zum Muskelkater.

Unsere Wanderungen sind derzeit so um die 6 – 8 Kilometer lang. Nicht wirklich viel, aber teilweise halt mit einigen Höhenmetern dazwischen und nicht immer auf gut begehbaren Wegen. Das kann dann schon mal ein wenig anstrengen. Noch dazu hatten wir die letzten Wochen schon extrem heiße Tage. Da hat sich gezeigt, dass diese Touren genau richtig für den Einstieg sind. Der Hund ist danach zwar kaputt, aber nicht so, dass er nicht mehr laufen mag oder so. Schmerzen hat er auch noch keine gezeigt, obwohl er sonst in einem Hinterbein ab und an etwas empfindlich ist. Jetzt, wo wir wissen, dass er mit der Entfernung gut klar kommt, wollen wir dann bald die 10 km anpeilen. Wenn man bedenkt, wie viel mehr die Hunde durch das vor- und zurücklaufen zurücklegen, wird das für ihn dann ja doch schon eine recht ansehnliche Tour.

Wandern mit Hund – die Ausrüstung

Wandern mit HundIch muss zugeben, dass wir an diesen Punkt total ohne Nachdenken ran gegangen sind. Natürlich, etwas zu trinken hatten wir immer dabei, aber sonst haben wir bei den ersten Wanderungen auf nichts geachtet. Das hat sich dann erst mit der Zeit geändert. Die erste Tour machten wir noch mit normaler Leine – aber das war echt nervig. Ich hab ihn ständig ab- und angeleint, hatte die Leine dementsprechend auch immer in der Hand und es war nicht besonders praktisch. Kaum waren wir zuhause, hab ich dann gleich eine Schleppleine bestellt. Ich hab mich für ein Modell mit 5 m Länge aus Biothane entschieden. Vorteil daran: Lässt sich leicht saubermachen und da es keine Handschlaufe gibt, kann der Hund nirgends hängenbleiben. Die Schleppleine ist dann jetzt beim Wandern immer am Geschirr, Devil zieht sie also hinter sich her und wenn nötig, nehme ich sie dann auf, um ihn kürzer zu halten.

Neben der Wasserflasche haben wir jetzt auch immer noch ein paar Leckerlies mit ihm Rucksack. Gerade eine Knabberstange zwischendurch wird von Devil gern mal genommen, wenn wir eine kurze Pause machen. Danach hat er gleich wieder mehr Energie und stürmt los. Außerdem trinkt Devil eher, wenn er vorher was gegessen hat. Ansonsten hab ich unterwegs immer Angst, er könnte zu wenig trinken. Ganz neu im Rucksack ist jetzt auch ein kleines Erste-Hilfe-Paket. Das ist zwar grundsätzlich auf Menschen ausgerichtet, kann aber natürlich auch für Verletzungen beim Hund genutzt werden. Wir werden es noch ein bisschen erweitern, dann sollten wir auch da auf alles vorbereitet sein.

Wandern mit Hund ist Quality Time

Wandern mit HundBei all den Gedanken, die man sich im Laufe der Zeit macht, sollte man vor allem eins nicht vergessen: Wandern mit Hund ist Quality Time! Für mich gibt es inzwischen nichts Schöneres, als mit Hund und Mann durch Wälder und Felder zu streifen und einfach die Natur zu genießen. Wenn nichts als der Wind und die Vögel und vielleicht auch noch ein Bach zu hören sind, bin ich richtig glücklich. Tollt der Hund dann noch vergnügt herum, schnuppert irgendwelche Fährten ab oder nimmt ein Bad im Bach oder auch im See, kann es sicher auch ihm nicht besser gehen. Ich habe jedenfalls das Gefühl, dass uns die Touren noch ein wenig mehr zusammenschweißen.

Aber es gibt dennoch einiges, was zu beachten ist. Gerade wenn der Hund einen auch noch so kleinen Jagdtrieb hat, leint ihn im Wald bitte nur ab, wenn er wirklich abrufbar ist. Uns sind in den letzten Wochen so viel Tiere begegnet und teilweise sehr nahe gekommen. Da war ich heilfroh, dass Devil da eher aus Angst hinter uns springt und sich nicht mehr rührt. Und auch sonst ist Rücksicht gefragt. Wir nehmen die Schleppleine immer hoch, wenn uns andere Wanderer begegnen und auch dann, wenn Gebiete nicht wirklich einsehbar sind. Anders herum mögen wir auch nicht um eine Ecke kommen und plötzlich vor einem unangeleinten Hund stehen, wo die Menschen noch nicht mal zu sehen sind.

Dass Müll und natürlich auch die biologischen Hinterlassenschaften des Hundes nicht einfach liegen gelassen werden, muss hoffentlich nicht noch erwähnt werden, oder? Leider gibt es aber auch da noch schwarze Schafe. Mehr mag mir gerade für das Wandern mit Hund auch nicht einfallen – aber ich bin mir sicher, dass wir das Thema hier sicher noch mal aufgreifen, wenn wir noch mehr Erfahrungen gesammelt haben. Bis dahin steigern wir fleißig die Kondition und genießen unsere kleinen Outdoor-Abenteuer!

Was hältst Du vom Wandern mit Hund? Wir freuen uns auf Deine Meinung!

Trekking mit Hund (Basiswissen für draußen)(*)
  • Heiko Kühr
  • Herausgeber: Conrad Stein Verlag
  • Auflage Nr. 3 (27.03.2017)
  • Taschenbuch: 160 Seiten

Letzte Aktualisierung am 17.07.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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2 Kommentare

  1. Wandern mit Hund ist für mich eine ganz tolle Sache.

    Mittlerweile bin ich allerdings im Urlaub ziemlich angespannt – wir fahren regelmäßig nach Österreich und da ist die Landschaft zum Wandern ja absolut traumhaft … wenn da die vielen Kühe nicht wären …

    Und wenn etwas passiert, dann stehst Du da als Hundehalter ziemlich alleine da.
    Die Landwirte sichern sich mit Täfelchen am Wegesrand ab – „das mitführen von Hunden erfolgt auf eigenes Risiko“ und das wars dann.

    Wenn die Tiere dann angreifen, hast Du einfach Pech gehabt.

    Ich bin im letzten Jahr vor einer ganzen Herde geflohen und hab es gerade noch über das Wendegatter geschafft, unser Bube ist super mitgelaufen und er ist auch so ein ganz braver. Obwohl wir locker 50 m Abstand gehalten haben, haben es die Rinder trotzdem als Provokation empfunden – und es waren nichtmal Kälber dabei.

    Da wird man als Hundehalter leider ziemlich alleine gelassen …

    Hier bei uns in der fränkischen Schweiz ist das zum Glück kein Problem und da bin ich sehr gerne unterwegs.

    Aber ich würde mir wirklich wünschen, dass sich da etwas ändert, zumal mittlerweile auch immer mehr Herden mit Mutterkühen unterwegs sind.

    • Oje, ich kann mir vorstellen, dass das mit den Kühen ein Problem ist. Wir sind hier ja in einem anderen Teil Österreichs, eher Flachland, wo wir die Thematik zum Glück nicht haben. Vor so einer Mutterkuh hätte ich dann doch mächtig Respekt. Hast du vielleicht auch noch ein paar Tipps zu Ausrüstung etc.?

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