Wanja und die wilden Hunde: Mein Leben in fünf Jahreszeiten
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Wanja und die wilden Hunde

Wanja und die wilden Hunde: Mein Leben in fünf JahreszeitenHeute wird an dieser Stelle einmal kein tolles Spielzeug, Sicherheitsgimmick oder gar Hunde-Gadget vorgestellt, sondern ein ganz ordinäres Buch. Ja, richtig gelesen – es geht um ein Buch.

Das Buch handelt von einer jungen Frau, die zu DDR-Zeiten musikalisch unterwegs war und darüber nach Russland gegangen war. Dort hatte sie eine Mentorin, die den Winter immer in einem Ort namens Lipowka verbrachte. Dieser Ort war dünn besiedelt, mit einem sehr hohen Durchschnittsalter und im Großen und Ganzen lebten dort überwiegend Frauen als Selbstversorger.

Die Reise in ein neues Leben beginnt

So kam es nun, dass unsere junge Frau mit auf die Reise nach Lipowka ging und als sie durch den Ort streifte, sich in den selbigen sogleich verliebt hat. Kurzerhand hat sie sich dort ein Haus gekauft und wollte von nun an dort leben.

In den Sommermonaten konnte man diesen Ort nur per 2-facher Bootsfahrt erreichen und so kam es, dass eines Tages ein wilder Hund neben ihrem Boot in der Strömung schwamm. Interessiert beobachtete sie ihn, doch die Bauern mit denen sie in dem Boot gesessen hatte, winkten ab und meinten zu ihr, dass er das Ufer eh nicht lebend erreichen würde.

Schafft es der Hund durch den reissenden Fluss?

Die junge Frag zitterte und bangte also jede Sekunde um das Leben des Hundes, der es doch tatsächlich schaffte und zwar erschöpft, aber dennoch anmutig aus dem Wasser stieg. Er liess sich auf der Wiese nieder, um sich von der Sonne trocknen zu lassen. Maike, die junge Frau, beobachtete den Hund weiter, ging jedoch irgendwann zurück zu ihrem Haus. In dieser Nacht konnte sie schlecht schlafen, weil sie über den Hund nachdachte und darüber, wie auf sich allein gestellt die Tiere hier leben. Es gibt entweder wilde Hunde oder Hofhunde. Alle hatten jedoch eines gemeinsam: Sie mussten sich ihr Essen selber suchen.

Wanjas neues Zuhause

So schlich Maike dann in der Nacht im Haus umher, blickte im Mondlicht aus dem Fenster und sah dort den Hund stehen, den sie tagsüber im Fluss hatte schwimmen sehen. Irgendwie schloss sie ihn in ihr Herz. Und so kam es, dass Maike nach einigen Tagen den Hund bei sich aufnahm und ihn Wanja nannte.

Das ist der Beginn einer wunderbaren Freundschaft und eines freilebenden Rudels aus zehn verschiedenen Hunden. In dieser Zeit eignete sich Maike durch das Beobachten des Rudels und dessen Verhaltensweisen viel Wissen an und setze es erfolgreich Jahre später in einem eigenen Hundezentrum um.

Sie beschreibt auf eine sehr einfühlsame und verständliche Weise, wie einfach das Leben mit und in einem Rudel sein kann, wenn man sich das Verhalten der Hunde bewusst macht. Man braucht nicht Tage oder gar Wochen lang irgendwelche Kommandos wie „Sitz, Platz oder Aus“ einstudieren und hoffen, dass sie dann – wenn man sie braucht – funktionieren. Nein, wenn Du die Rolle des Leithundes allein durch Souveränität und Ruhe übernimmst, reichen ein paar Gesten oder Warnlaute wie „sssst“ vollkommen aus und Dein Hund weiss ganz genau, was Du in der jetzigen Situation von ihm möchtest.

Devil der Kontrollfreak

Unser Hund Devil ist z. B. auch ein Kontrollfreak, bedingt durch Unsicherheit. Er bellt sehr oft an der Leine und es ist teilweise kein Geschenk, mit ihm durch die Stadt zu gehen oder gar auf andere Hunde zu treffen. Mit diesen einfachen Gesten, die Maike in dem Buch und auch in den folgenden ihrer Bücher beschreibt, ist es aus unserer Sicht in nur wenigen Tagen schon ein ganzes Stück besser geworden. Zwar noch nicht perfekt, aber wir arbeiten daran.

Such Dir Dein Futter selbst

Ein anderes tolles Beispiel aus diesem Buch, ist das Füttern des Hundes. Normalerweise sind Hunde es gewohnt, dass sie ihr Essen „serviert“ bekommen. Also haben wir angefangen, dass wir sein Abendbrot einmal quer in der Wohnung verteilen und er es suchen darf.

Man sieht unserem Hund sofort an, dass er da wirklich Spass dran hat und das Essen ist nicht nach drei Sekunden inhaliert, sondern es dauert schon mal 20 – 30 Minuten, bis er meint, alle Futterbrocken gefunden zu haben. Und da er ja „Kontroletti“ ist, geht er die ganze Runde noch zwei bis drei Mal ab, um wirklich sicher zu sein, dass er alles Futter gefunden hat.

Ein weiterer netter Nebeneffekt ist, dass der Hund danach so müde ist, dass er nur noch schlafen möchte.

Seit dem wir diese einfachen Dinge beachten, haben wir das Gefühl, dass das Zusammenleben und auch die Bindung um ein Vielfaches besser geworden ist und wir sind auch schon mit viel weniger Angst auf andere Hunde zugegangen und das wiederum gibt unserem Devil auch die Sicherheit, er merkt „Hey, die passen auf mich auf“

Wanja und die wilden Hunde

Vielleicht werden ein paar von euch Lesern schon wissen, welches Buch ich ich hier beschreibe. Für all diejenigen, die neugierig geworden sind: Es ging um das Buch „Wanja und die wilden Hunde(*) “ von Maike Maja Nowak(*) . Man kann es unter anderem bei Amazon in gedruckter, gebundener oder Kindle Edition(*)  kaufen.

Wanja und die wilden Hunde: Mein Leben in fünf Jahreszeiten(*)
  • Maike Maja Nowak
  • Herausgeber: Goldmann Verlag
  • Taschenbuch: 352 Seiten

Letzte Aktualisierung am 9.08.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Bildcredits: Titelbild von Comfreak

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Über Jens Rinne

Jens ist ein Tech Geek und steht auch auf Hundespielzeug. Für ihn ist der örtliche Tierladen wie ein großer IKEA Markt. Er bringt immer mehr mit, als er eigentlich kaufen wollte.Daher gleicht sein Zuhause eher einem Hundeparadies als einer Wohnung.

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