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Welches Hundefutter ist wirklich gut für meinen Hund?

Fragst Du fünf Leute, welches Hundefutter das Beste ist, bekommst Du zehn verschiedene Meinungen. Gut, das ist etwas überzogen, aber wirklich nur etwas. Denn wenn es um die Auswahl des Futters für Hunde geht, hört man sehr viele unterschiedliche Ansätze. Und nicht oft führt es gerade in den Gruppen und Foren des Internets zu hitzigen Diskussionen. Dabei geht es in erster Linie um die Frage: Trockenfutter, Nassfutter oder doch BARF oder Selbstgekochtes. Und soll es Fertignahrung sein, führt man die Diskussionen über die unzähligen Hersteller von Hundefutter. Einfach ist es also nicht, eine Antwort auf die Frage zu finden, welches das beste Futter für den Hund ist.

Grundsätzlich ist es natürlich zuerst immer eine Frage des Geschmacks – und zwar auch beim Hund. Nicht jeder Hund mag jedes Futter und es soll sogar Hunde geben, die an einem selbst zubereiteten BARF-Menü völlig unbeeindruckt vorüber gehen. Weiters ist zu testen, ob der Hund lieber Trocken- oder Nassfutter ist und wie sein Stoffwechsel auf das Hundefutter reagiert. Und dann ist es natürlich auch noch eine Frage des Geldbeutels, was gefüttert wird. Schlussendlich muss man beim Hundefutter auch noch darauf achten, dass Welpen anderes Futter als Senioren benötigen und aktive Hunde anderes, als Couch-Potatoes. Es kann also alles in allem verwirrend sein, wenn man seinen Hund gut und artgerecht ernähren möchte und vor Regalen mit scheinbar unendlich vielen Futtersorten steht.

Was sollte ein Hundefutter beeinhalten?

Welches Hundefutter das richtige ist, hängt vom Hund abMal ganz abgesehen davon, ob man sich für Trocken- oder Nassfutter entscheidet, sollte ein Hundefutter, das man nicht selbst zubereitet, die Bedürfnisse des Hundes erfüllen. Wie wir alle wissen, ist der Hund ein Fleischfresser. Dementsprechend sollte das Fleisch natürlich auch in dem Futter enthalten sein. Aber Hunde ernähren sich nicht ausschließlich von Fleisch, auch wildlebende Hunde nicht. Gibt es bei ihnen keinen Jagderfolg, greifen sie auf pflanzliche Nahrung zurück. Somit gehören auch Obst und Gemüse mit den auf den Speiseplan eines Hundes. Das sichert nicht nur die Zufuhr von Vitaminen, sondern schmeckt vielen Hunden auch einfach gut.

Und wie sieht es mit Getreide und Reis aus? Gerade bei Getreide gibt es häufig Unverträglichkeiten oder auch Allergien, für viele Hunde scheidet deshalb ein Hundefutter, welches Getreide beinhaltet, von vornherein aus. Und tatsächlich benötigen Hunde auch nicht wirklich Getreide im Futter und ziehen keinen Nutzen daraus. Die Informationen, dass Hunde Getreide überhaupt nicht verdauen können, ist allerdings von einem Genforscherteam aus Schweden im Jahr 2013 widerlegt worden. Sie fanden heraus, dass sich Hunde im Laufe der Jahrhunderte auch an die Ernährungsgewohnheiten der Menschen angepasst haben und Enzyme entwickelten, die den Abbau von Stärke (wie er bei Reis oder auch Getreide vorkommt), abbauen können.

Das ist jedoch nur eine grobe Übersicht, was Hundefutter enthalten kann oder auch soll. Viel interessanter sind da noch die Nährstoffe, die natürlich die Bedürfnisse eines Hundes abdecken sollten. Benötigen tut der Hund:

  • Kohlenhydrate
  • Proteine
  • Fett
  • Ballaststoffe
  • Kalzium
  • Phosphor

Kohlenhydrate sind in nahezu allen Lebensmitteln enthalten. Somit werden sie auch nicht extra ausgewiesen. Proteine werden vor allem durch das Fleisch, den Fisch, aber auch durch Eier oder Molkereiprodukte im Futter beigeführt. Das Fett übernimmt gleich mehrere Funktionen für den Hund. Es unterstützt die Verdauung und liefert dem Hund die Energie zum Herumtollen und für die Aufrechterhaltung der Körperwärme. Zu viel Fett ist allerdings auch nicht gut. Zum einen können dadurch die Eiweißreserven im Körper abgebaut werden, zum anderen kann es zu Übergewicht führen, wenn die Aktivität des Hundes nicht hoch genug ist.

Auch Obst und Gemüse gehört ins HundefutterAuch Ballaststoffe sind für unsere Hunde wichtig. Sie werden über pflanzliche Lebensmittel zugeführt und sorgen für eine gesunder Darmflora, indem sie unter anderem giftige Stoffe im Verdauungstrakt binden. Ein Zuviel an Ballaststoffen kann jedoch zu Durchfall führen – ein Zuwenig zu Verstopfungen. Für den Energiestoffwechsel ist Kalzium ein wichtiger Bestandteil des Hundefutters. Es sorgt außerdem in den Zellen für die Erregung der Muskeln und Nerven und ist auch wichtig für die Aktivierung von Enzymen und Hormonen. Ein kleiner Bestandteil eines jeden Hundefutters sollte darüber hinaus auch Phosphor sein. Es wirkt sich positiv auf die Knochen, Gefäßnerven und das zentrale Nervensystem aus.

Ein gutes Hundefutter sollte also all diese Bestandteile enthalten, um den Hund gesund und fit zu halten. Wie hoch der jeweilige Prozentsatz der Inhaltsstoffe sein sollte, lässt sich allerdings nicht pauschal sagen. So ist beispielsweise ein hoher Fleischanteil natürlich wünschenswert, er bringt jedoch nichts, wenn die anderen Inhaltstoffe nicht im Verhältnis dazu stehen. Auch hat jeder Hund unterschiedliche Bedürfnisse und eventuelle Krankheiten oder Beinträchtigungen, die eine andere Futterzusammensetzung notwendig machen.

Trockenfutter oder Nassfutter?

Hundefutter ist schlussendlich auch GeschmackssacheTrockenfutter ist wohl die beliebteste Art, seinen Hund zu füttern. Das kann man zumindest an den Absatzzahlen heraus lesen. Es ist praktisch, oftmals preiswerter als andere Futterarten und wird von den meisten Hunden gut vertragen. Beim Trockenfutter gibt es die unterschiedlichsten Sorten mit verschiedenen Fleischsorten und oftmals exotischem Obst- und Gemüsezusatz. Da sollte für jeden Hund das richtige mit dabei sein. Auch Form und Größe der einzelnen Pellets variieren und somit gibt es für jede Hundgröße, vom Chihuahua bis zur Dogge, genügend Auswahl. Auch Tierärzte empfehlen häufig die Fütterung mit Trockenfutter, da hier beim Fressen auch gleich ein wenig Zahnhygiene betrieben wird. Durch das intensive Kauen verringern sich Zahnbelege oft deutlich merkbar. Noch dazu ist das Futtervolumen beim Trockenfutter niedriger als beim Nassfutter – und das hat einen positiven Einfluss auf den Verdauungstrakt.

Nassfutter ist bei wiederum bei den Hunden sehr beliebt. Es ist sehr aromatisch und bietet somit intensive Geschmackserlebnisse. Außerdem wird hier gleich mit dem Futter auch Flüssigkeit aufgenommen, das ist gerade für Hunde, die sonst nur wenig trinken, ein großer Vorteil. Auch Nassfutter gibt es in den unterschiedlichsten Varianten und Zusammensetzungen. Auch die Konsistenz ist sehr unterschiedlich – von einer Art festem Brei bis hin zu stückigem Futter ist hier alles möglich. Nassfutter ist im Gegensatz zu Trockenfutter etwas teurer und muss natürlich nach dem Öffnen der Dose auch zügig verbraucht werden. Ein Grund, warum es oft als unpraktisch angesehen wird.

Also gibt es auch hier keine wirklichen Empfehlungen, welche Art Hundefutter verwendet werden sollte. Wieder entscheiden der Geschmack und die Bedürfnisse des Hundes darüber, was schlussendlich gern verspeist oder im schlechtesten Fall auch verschmäht wird.

Fazit:

Es gibt nicht DAS perfekte Hundefutter. Jeder Hund ist verschieden, jeder Stoffwechsel arbeitet unterschiedlich und was für den einen Hund gut ist, muss nicht auch für andere Hunde gelten. Auch der Preis eines Futters gibt keinen Aufschluss darüber, ob es sich um ein gutes oder schlechtes Futter handelt. Wir empfehlen deshalb: Anstatt in Hundeforen oder ähnlichem nach einem guten Futter zu fragen, einfach ausprobieren, was gut angenommen wird. Wenn dann auch der Kot-Absatz des Hundes in Ordnung ist, er ein schön glänzendes Fell hat und auch sonst gesund und munter wirkt, kann das Futter nicht verkehrt sein.

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  • Auflage Nr. 1 (06.02.2008)
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Bildcredits: Titelbild von Antranias, Bild1 von Romi, Bild2 von sagaareng, Bild3 von bykst

Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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