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Wenn ein Welpe einzieht – die richtige Vorbereitung

Vorfreude ist die schönste Freude – und so ist die Zeit, bis der ausgewählte Welpe ins Haus einzieht, vor allem eins: eine aufregende Zeit. Die Freude ist groß, gleichzeitig kommt ein wenig Unsicherheit auf, ob man dem Tier auch gerecht wird, und man würde am liebsten den ganzen Tierhandel aufkaufen. Es ist also ein Wechselbad der Gefühle und somit geht es dann auch oftmals ein wenig chaotisch zu und man vergisst das eine oder andere.

Wenn ein Welpe einziehen soll, hat man als zukünftiger Hundebesitzer viele Bilder vor Augen. Man sieht, wie man mit dem süßen Welpen kuschelt, spielt und mit dem kleinen Geschöpf gemeinsam die Welt erkundet. Und man möchte natürlich nur das Beste für das süße, tapsige Etwas – und kaufen alles, was ein Welpe so brauchen könnte. Schnell verliert man dann jedoch den Überblick, vergisst etwas oder gibt viel zu viel Geld für unnötige Dinge aus. Und, was auch sehr wichtig ist, man vergisst dabei auch vollkommen, dass die Wohnung welpensicher gemacht werden sollte, damit keine unnötigen Gefahrenquellen präsent sind.

Wir kennen diese Aufregung, die vielen Gedanken, die man sich macht, und natürlich auch die unbändige Vorfreude. Deshalb hier ein kleiner Guide, der alles umfasst, was vor dem Welpen-Einzug zu beachten und machen muss:

Was braucht der Welpe?

Welpen brauchen nicht viel, um glücklich zu seinEine der schönsten Dinge, die vor dem Einzug des Welpen geschieht, ist der Einkauf fürs neue Familienmitglied. Das Stöbern durch die Tierläden (oder auch Online-Shops) macht unheimlich viel Spaß und am liebsten würde man ja gleich alles kaufen. Aber das ist unnötig, denn ein Welpe braucht anfangs nicht viel. Und noch viel wichtiger: Ein Welpe sollte nicht gleich mit unzähligen Spielzeugen überschüttet werden. Das Erkunden der Welt ist aufregend und anstrengend genug, da braucht es nicht viel anderes. Auf der Einkaufsliste sollte daher vor allem folgendes stehen:

  • Körbchen/Hundedecke
    Welpen mögen es kuschelig. Dementsprechend sollte auch das Körbchen sein bzw. Kann mit einer kuscheligen Decke nachgeholfen werden. Achte auch darauf, dass das Körbchen leicht zu reinigen ist. Bei Welpen passieren da so einige Missgeschicke, kann der Bezug dann schnell in die Waschmaschine gepackt werden, ist man als Halter froh.
  • Futter- und Wassernapf
    Dazu gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Hier spielt der eigene Geschmack die größte Rolle. Jedoch gibt es auch Hunde, die beispielsweise nicht gern aus einem Alu-Napf fressen. Wir haben von Anfang an Keramiknäpfe gehabt. Die lassen sich gut reinigen und haben auch etwas Gewicht, so dass sie beim Fressen nicht quer durch den Raum geschoben werden.
  • Bürste/Kamm
    Fürs Welpenfell eignen sich weiche Bürsten sehr gut. Mit ihnen kann man den Hund auch gleich ans Bürsten gewöhnen, so dass er es als etwas Angenehmes empfindet. Je früher der Hund sich daran gewöhnt, desto einfacher ist es zukünftig.
  • Transportbox
    Eine Transportbox gehört mit zu dem wichtigsten, was man als Welpen-Halter benötigt. Damit kann der/die Kleine sicher im Auto transportiert werden und die Box bietet auch in der Wohnung einen Rückzugsort oder kann anfangs auch nachts als Schlafplatz für den Welpen genutzt werden. Natürlich gibt es fürs Auto auch Sicherheitsgurte/-geschirre für den Hund, wir würden jedoch bei Welpen wirklich zuerst zu einer Box raten, sie gibt mehr Sicherheit.
  • Spielzeug
    Wer schon einmal die Spielzeug-Abteilung eines Tierladens betreten hat, wird wissen, wie viel Auswahl dort geboten wird. Eigentlich gibt es nichts, was es nicht gibt, und alles ist so süß, lustig usw. Da könnte man den Einkaufswagen schnell füllen – aber so viel braucht es am Anfang nicht. Ein Kuscheltier, ein Ball und vielleicht noch etwas, auf dem herum gekaut werden kann, das reicht vollkommen aus. Achtet beim Einkauf darauf, dass die Spielzeuge für die spitzen Welpenzähne geeignet sind. Sonst hat zumindest das Kuscheltier nur eine kurze Lebensdauer.
  • Halsband/Geschirr und Leine
    Ob Halsband oder Geschirr – darüber könnte man stundenlang diskutieren und es gibt für beides viele Pros und Contras. Das würde hier jedoch den Rahmen sprengen. Informiere Dich vorher eingehend, triff eine Entscheidung und kaufe dann ein. Achte gerade bei Halsband/Geschirr darauf, dass es sich in der Größe verstellen lässt, denn der kleine Welpe wird auch schnell größer. Bei Leinen solltest Du erst einmal von Flexi-Leinen Abstand nehmen und auf herkömmliche zurückgreifen. Damit lernt sich das Laufen an der Leine wesentlich leichter.
  • Futter/Leckerlies
    Hier auch bitte wieder darauf achten, dass es für Welpen geeignet ist.

Du siehst, die Einkaufsliste ist nicht sehr lang, aber durchaus ausreichend. Bei den letzten beiden Punkten kommt es auch darauf an, woher Du Deinen Welpen bekommst. Züchter geben oft schon eine kleine Erstausstattung mit oder zumindest aber ein bisschen was vom gewohnten Futter. Frage da also am besten vorher nach, nicht das Du Dinge kaufst, die Du vielleicht gar nicht brauchst. Später kannst Du noch mehr als genug Geld für den Hund ausgeben, da darf anfangs also gern etwas gespart werden.

Das welpensichere Zuhause

Welpen sind von Natur aus neugierigNicht nur die Einkaufsliste ist wichtig, wenn ein Welpe einziehen soll. Mindestens genauso wichtig ist es, das Zuhause auf den Welpen vorzubereiten. Und damit meinen wir nicht, ein schönes Plätzchen für das Körbchen zu finden, sondern viel mehr für Sicherheit zu sorgen. Und da gibt es so einige Gefahrenquellen, an die man gar nicht so denkt. Welpen haben jedoch die Eigenschaft, sehr neugierig zu sein und meist recht furchtlos alles genau zu untersuchen, was ihnen vors Näschen kommt. Und gern wird dann auch auf allem herum gekaut. Daher bitte folgende Dinge sichern, bevor der Welpe ins Haus kommt:

  • Stromkabel
  • Giftige Pflanzen
  • Medikamente
  • Reinigungsmittel
  • alles Essbare (Schokolade etc.)
  • Plastiktüten

Das sind alles mögliche Gefahrenquellen und im Laufe der Zeit findet man noch vieles, was man besser nicht mehr einfach herum liegen lässt, solange der Welpe noch so verspielt ist. Aber das sind Erfahrungswerte, die sich auch nicht immer verallgemeinern lassen.

Und jetzt?

Jetzt ist es an der Zeit, sich einfach nur noch zu freuen und auf den Termin hin zu fiebern, an dem der Welpe endlich abgeholt werden darf. Die Zeit bis dahin darfst Du gern nutzen, um in unserem Online-Magazin noch viele weitere Artikel rund um den Hund zu lesen. Oder schlafe einfach ein wenig vor, denn die ersten Tage könnte es passieren, dass ans Durchschlafen nicht zu denken ist!

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Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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