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Welpen: Die ersten gemeinsamen Tage

Wenn Welpen einzieht, steht das Leben erst einmal Kopf. Selbst erfahrene Hundehalter sind aufgeregt und wer zum ersten Mal einen Hund hat, der erlebt ein Wechselbad der Gefühle. Von Verzweifelung bis hin zur Freude ist alles mit dabei. Und nicht selten fragt man sich dann, ob man der Aufgabe wirklich gewachsen ist. Schlafmangel wechselt sich mit Putzorgien und Spielphasen ab und vor lauter Kuscheln vergisst man fast, dass ein so kleines und süßes Hündchen von Anfang an wissen sollte, wo seine Grenzen sind. Doch Erziehung sollte sich auch bei Welpen nicht nur darauf beziehen, dass das kleine und große Geschäft draußen erledigt wird.

Kaum ist ein Welpe im Haus, ändert sich das ganze Leben. Im Idealfall kann man sich Urlaub nehmen, um sich gemeinsam an das Zusammenleben zu gewöhnen und die ersten Tage beziehungsweise Woche dazu zu nutzen, alle Voraussetzungen für ein harmonisches Zusammenleben zu schaffen. In dieser Zeit hat man die Möglichkeit, sich gegenseitig kennen zu lernen, dabei zu sein, wenn der kleine Schatz die Welt für sich erkundet und eine Bindung aufzubauen. Und man hat Gelegenheit, dem Welpen die grundlegenden Regeln fürs zukünftige Leben beizubringen. Doch was sollte man schon Welpen beibringen?

Wie werden Welpen stubenrein?

Welpen und die Stubenreinheit - ein DauerthemaWelpen-Besitzer beschäftigt vor allem eine Frage: Wann wird mein Hund stubenrein? Zieht ein kleiner Welpe ein, verbringt man viel Zeit mit Putzen, denn es geht doch immer wieder etwas daneben. Welpen können ihre Blase noch nicht kontrollieren und daher passieren Unfälle immer wieder. Und viele Menschen treibt es zur Verzweifelung und sie fragen sich, ob sie selbst Fehler machen und der Aufgabe vielleicht nicht gewachsen sind. Dabei ist in dieser Zeit eigentlich nur eins gefragt: Geduld! Gewöhne Dich an die Vorstellung, dass Du mit Deinem Welpen ständig vor die Tür musst. In vielen Ratgebern heißt es, dass man alle zwei Stunden mit dem Hund heraus gehen sollte. Und dann natürlich nach dem Fressen, Trinken und dem Spielen. Das ist ganz schön oft.

Die Erfahrung zeigt jedoch, dass man im Endeffekt doch noch viel öfter draußen ist. Um nicht wieder den Wischmop schwingen zu müssen, rennt man schließlich sofort mit dem Welpen vor die Tür, wenn er ein Geräusch von sich gibt, komisch guckt, unruhig wirkt usw. Man lässt das kleine Fellknäuel kaum noch aus den Augen und hat die Haustürschlüssel immer griffbereit, um keine wichtige Zeit zu verlieren. Nachts ist es übrigens nicht viel besser. Der Schlaf ist leicht, wird häufig unterbrochen und nicht selten steht man völlig verschlafen draußen, wartet auf den „Erfolg“ und freut sich dann überschwänglich, wenn nach 20 Minuten endlich was passiert.

Diese Zeit ist ehrlich gesagt vor allem eins: nervig! Man wird den Welpen und sich selbst nicht nur einmal verfluchen und von vielen anderen Hundehaltern hören, dass ihr Hund ja schon nach zwei Tagen stubenrein war. Lass Dich von all dem nicht beeinflussen. Diese Zeit geht vorbei und wenn der Hund schon beinahe stubenrein auf die Welt kam (ja, das war jetzt übertrieben), ist die Definition von kleinen Unfällen wohl eine andere. Irgendwann, bei dem einen Hund früher, bei dem anderen später, wird man nachts wieder durch schlafen können und mit der Zeit muss man auch nicht mehr fünfmal am Tag putzen. Also Kopf hoch und durchhalten!

Welpen an die Pflege gewöhnen

Welpen gewöhnt man am besten früh an die PflegeAber die Stubenreinheit ist nicht das einzige, was man gleich von Anfang an trainieren sollte. Auch viele andere Dinge sind wichtig und erleichtern später das Leben ungemein. Dazu gehört unter anderem die Pflege des Hundes. Viele Hunde lassen sich nicht gern bürsten und jeder Versuch wird zu einem Drama. Das liegt meist daran, dass vergessen wurde, den Welpen schon daran zu gewöhnen. Mit einer sehr weichen Bürste kann man dem Welpen schnell davon überzeugen, dass Pflege etwas Tolles ist und defintiv Spaß machen kann. Auch kann man den Welpen in dieser Zeit schon zeigen, dass Pfötchen auch mal abgetrocknet werden müssen. Baut man diese Übungen Schritt für Schritt mit viel Spaß und Belohnung auf, hat man in den Jahren danach keine Probleme damit.

Und wenn man schon dabei ist, kann man den Welpen auch gleich daran gewöhnen, sich überall anfassen zu lassen. Spätestens beim Tierarzt ist mal ein Blick in die Ohren, das Maul usw. erforderlich. Kennt der Hund das, erspart ihm das eine Menge Stress und auch der Tierarzt wird dankbar für diese Übungen sein, denn es macht die Untersuchungen um ein Vielfaches leichter. Auch hier sollte man wieder Schritt für Schritt vorgehen und mit Belohnungen arbeiten, so dass der Welpe auf jeden Fall eine positive Verknüpfung herstellt.

Dem Welpen Grenzen setzen

Welpen lernen spielerisch am BestenNeben der Gewöhnung an die Pflege und Untersuchungen, gibt es noch weitere Dinge, die man schon von Anfang an beachten sollte. Ein Stichwort dafür ist beispielsweise die Beißhemmung. Welpen verfügen über sehr spitze Zähne und wissen gar nicht, was sie damit alles anstellen können und wie weh es tun kann, wenn man von ihnen gezwickt wird. Deshalb empfiehlt es sich, hier dem Hund schnell zu zeigen, dass das Beißen nicht erwünscht ist. Bei Welpen geht das meist ganz einfach, in dem man einfach ein lautes und hohes „Au“ von sich gibt, wenn sie zwicken (und das macht man meist in diesem Fall automatisch). Die meisten Welpen lassen dann von einem ab und das darf natürlich wieder belohnt werden. Reicht das noch nicht aus, einfach das Spiel unterbrechen und dem Welpen damit zeigen, dass es nicht lustig ist, zu beißen.

Auch in anderen Dingen, wo das Temperament mit den kleinen Vierbeinern durchbrennt, sollte man von Anfang an klare Grenzen setzen. Möchte man nicht, dass der Welpe am Bein hoch springt, kann man sich in dem Moment einfach abwenden und mit einem „Nein“ klar machen, dass es nicht erwünscht ist. Das Nein sollte man auch dann anwenden, wenn andere Dinge passieren, die man nicht möchte. Setzt man von Anfang an diese Grenzen – natürlich aber nicht mit übertriebener Strenge – spart man sich später eine Menge Arbeit!

Ist das nicht zu viel für Welpen?

Wenn man darüber nachdenkt, was man Welpen schon vom ersten Tag an alles beibringen sollte (und da sind noch nicht mal Übungen von der Welpenschule dabei), könnte man schnell meinen, dass es einfach zu viel ist, was man da macht und verlangt. Schließlich ist der Hund ja noch so klein, so niedlich, so …! Ja, das könntet tatsächlich dazu verleiten, dem oder der Kleinen einiges durchgehen zu lassen. Aber es wird nie wieder einen Zeitpunkt geben, an dem ein Hund besser lernt, als in der Welpenzeit. Und mit dem Welpen all diese Dinge zu trainieren heißt noch lange nicht, das man stundenlang Unterricht einplanen muss. Das Alles lässt sich wirklich nebenbei „erledigen“ und vor allem auch spielerisch und mit viel Liebe! Wichtig ist nur, dass man nie vergisst, das aus diesem kleinen süßen Welpen mal ein Hund wird, der gut in seinem Alltag zurecht kommen soll. Und daher ist Erziehung vom ersten Tag ein Thema!

Abenteuer Welpe: Überlebenstipps für die ersten Wochen(*)
  • Jana Rätke, Dr. Barbara Perfahl
  • Herausgeber: Kynos
  • Auflage Nr. 1 (01.04.2017)
  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten

Letzte Aktualisierung am 10.12.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Bildcredits: Titelbild und Bild1 von vlaaitje, Bild2 von Chiemsee2016, Bild3 von Pezibear

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Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen.Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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