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Zwingerhusten – was ist das und ist es gefährlich?

Was die Artikel hier von anderen Hunde-Online-Magazinen unterscheidet, ist wohl die Tatsache, dass wir gern eigene Erfahrungen in die Themen mit hineinbringen. Wir haben also nicht nur recherchiert, sondern auch selbst schon in irgendeiner Weise damit zu tun gehabt. Beim Thema Zwingerhusten bin ich allerdings ganz froh, dass wir keine Erfahrungen beisteuern können. Denn mal ehrlich: So eine Krankheit braucht kein Hund. Da lassen wir den Kelch doch gern einmal an uns vorüber gehen.

Aber was ist eigentlich der Zwingerhusten genau, wer bekommt ihn warum und ist er gefährlich? Diese Fragen habe ich mir gestellt, als ich auf die Idee für diesen Artikel kam. Und ich hab einiges über die Krankheit heraus gefunden, die einen Hund schnell mal erwischen kann. Im besten Fall ist sie innerhalb von wenigen Tagen Geschichte, in den schlimmeren Fällen können weiter Infektionen dazu kommen und den Hund merklich schwächen. Wer zu Hause mit pflanzlichen Hilfsmitteln unterstützen möchten, kann dem Hund etwas Pulmo alfa direkt in den Mund, oder über das Futter geben. Viele Hundebesitzer berichten, dass der Husten damit merklich besser geworden ist. Mit einem Verdacht auf Zwingerhusten sollten Sie jedoch zur Sicherheit zusätzlich den Tierarzt aufzusuchen!

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Was genau ist der Zwingerhusten?

ZwingerhustenDer Zwingerhusten (Infektiöse Tracheabronchitis) ist eine Erkrankung der oberen Atemwege beim Hund, die sich meist durch ein trockenes Husten bemerkbar macht. Oftmals wird der Zwingerhusten gar nicht als solcher erkannt, weil es so scheint, als würde der Hund probiere, einen Fremdkörper auszuhusten. Es hört sich also so an, als ob da ein Härchen im Hals kitzelt oder ähnliches. Der Husten klingt trocken, würgend und muss auch nicht über einen längeren Zeitraum auftauchen. Viel öfter sind es eher kurze Hustenanfälle, die beim Laufen, Spielen oder sonstigen Anstrengungen auftreten und dabei auch sehr kurz sein können.

Erst wenn (je nach Erreger) weitere Symptome auftauchen, wie beispielsweise Fieber, eine Rachen- oder Mandelentzündung, Schnupfen oder auch eine eitrige Bindehautentzündung, ist klar, dass der Hund wirklich krank ist. Ansonsten kann so ein Zwingerhusten sogar teilweise unentdeckt bleiben. Als solcher erkannt wird er von uns Hundehaltern auch meist nur, wenn der Hund auf Veranstaltungen, in Spielgruppen oder Hundepensionen vielleicht gerade viel Kontakt zu Hunden hatte. Denn viele von uns wissen zumindest, dass die Übertragung des Zwingerhustens über die Luft oder via Tröpfcheninfektion geschieht. Und kommen viele Hunde zusammen, ist die Ansteckungsgefahr groß. Daher rührt auch der Name dieser Krankheit.

Was tun bei Zwingerhusten?

ZwingerhustenZeigt der Hund immer mal wieder Hustenanfälle, ist ein Gang zum Tierarzt auf jeden Fall eine gute Idee. Dort hilft es dann auch darauf hinzuweisen, wenn der Hund viel Kontakt zu anderen Hunden hatte. Das kann auch schon ein paar Wochen zurückliegen, denn die Inkubationszeit der Krankheit beträgt je nach Erregertyp zwischen 2 und 30 Tagen. Der Arzt wird nach Untersuchungen schnell eine Diagnose stellen können. Während leichte Formen des Zwingerhustens nach wenigen Tagen selbst verschwinden, kann es teilweise aber auch ratsam sein, dem Hund mit Medikamenten zu helfen. Bis die Krankheit vollständig abgeklungen ist, sollte natürlich der Kontakt mit anderen Hunden vermieden werden, damit diese sich nicht anstecken.

Aber kann gegen den Zwingerhusten auch vorgesorgt werden? Jein! Es gibt eine Impfung gegen den Zwingerhusten. Die ist allerdings nur auf zwei Haupterreger ausgelegt, gegen weitere Erreger ist sie also auch machtlos. Somit bietet sie keinen wirklich wirksamen Schutz und ist auch nur in wenigen Fällen ratsam. Ob das bei euch der Fall ist, besprecht ihr am besten auch direkt mit dem Tierarzt. Er kann da die beste Auskunft geben. Wir haben Devil nicht dagegen geimpft.

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Hatte euer Hund schon einmal Zwingerhusten? Wo kam es her und was hat geholfen? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!

Bildcredits: Titelbild, Bild1, Bild2

Über Nicole Rinne

Nicole hat drei Leidenschaften: Hunde, Marketing und das Schreiben. Mit dogeridoo ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn hier passt einfach alles zusammen. Für Spaß, nette Gespräche und ausgiebige Spaziergänge ist sie natürlich auch immer zu haben!

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2 Kommentare

  1. Monika Marthaler

    Hallo . Letztes Jahr um die gleicje zeit Januar Februar hatte meine Hündin Cassy Schäfer Colly mix diesen Zwingerhusten . Ich habe ihr Fenchelhustensaft und Honig gegeben . Es war so ca 14 Tage Husten und auswurf . Gottseidank hat Sie alles gut überstanden . Ich hoffe das es dieses Jahr ohne Husten weiter geht . Denn wir sind immer eine Rudelgruppe die zusammen Gassi geht. Liebe Grüße. Monika

    • Schön, dass ihr es so gut hinbekommen habt – und das keine Medikamente erforderlich waren. Wir drücken die Daumen, dass sie dieses Jahr alle Bakterien mit einem Knurren in die Flucht schlagen kann 😀

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